Wer hat das in Syrien verbrochen? Und was koennten wir als Antwort darauf tun?

Hier ein paar unertraegliche Bilder aus Syrien.
FRAGE Nr. 1: Wer hat dieses alles verbrochen? Assad, der sein diktatorisches Regime stuetzen will? Die Rebellen/Freiheitskaempfer, die Assad stuerzen wollen? Die USA, Grossbritannien, Israel, die die Region und ihre Grenzen historisch gestaltet und folgerichtig als eigenen Hinterhof und vor allem Schiessplatz betrachten – und den Menschen dort den sicheren Tod und Leid und Schmerzen ohne Ende bringen, waehrend sie ihnen und der Weltoeffentlichkeit massenmedial Losungen von Freiheit und Demokratie zurufen? Die latente Gewaltbereitschaft und Grausamkeit, die in den Regionen des “Mittleren Ostenes” historisch/kulturell verankert zu sein scheint (siehe nur das einschlaegige Treiben der Assasinen und von Tamerlan)?
Oder ist es der Islam(ismus)? Der Zionismus? Der missionarische Neochristianismus? Der liberale Atheismus?  Oder Big money-Korporatismus, der seit der amerikanischen Revolution 1774 etappenweise (1789, 1848, 1918, 1945, 1989, 2011+) die Laender und Kontinente der Welt zwangsrevolutioniert und seiner eigenen Markt- und Finanzlogik unterordnet? Der zivilisatorisch verirrte Mensch schlechthin? Vielleicht eine Mischung aus allem?

Egal, wer, egal warum das getan hat… Hier fabrizieren wieder einmal irgendwelche selbstherrlichen, eingebildeten, in Gangs zusammengeschlossene Typen Geschichte – leider ihre ganz eigene und zum ganz eigenen Nutzen. Und wem das nicht passt oder wer zufaellig im Wegs steht, der wird im schlimmsten Falle aus seinem eigenen Koerper, im “besseren” Falle nur aus seinem Haus oder Land hinausgebombt.

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Diese Hinausgebombten marschieren instinktiv oder wissentlich in jene Regionen der Welt, woher ihr Leid kommt und woher ihnen die Losungen von einem besseren Leben (auf Kredit und in Raten mit variablen Zinssaetzen) zugerufen worden sind: Richtung industrialisiertem, kolonialgeschichtlich erfahrenen, ideologie- und weltkriegsversierten Westen. Die osteuropaeischen Laender/Voelker/Gesellschaften liegen dabei (zufaellig) auf der Transitroute – wie so oft waehrend der grossen Voelkerwanderungen oder Feldzuegen. Washington, London, Paris, Berlin: Wir haben ein Problem!

FRAGE Nr. 2: Was waere denn, wenn wir uns in Siebenbuergen – einer Region, die im Wesentlichen durch Migration in alle moeglichen Himmerlsrichtungen, Wanderungsbewegungen, vom Kommen und Gehen ganzer Volksgruppen gepraegt wurde, diesen Fluechtlingen bewusst und proaktiv oeffnen, ihnen umgehend Landparzellen in bestimmten Orten/Gegenden ueberlassen, ihnen erlauben, sich in der eigenen Sprache selbst zu verwalten und den eigenen Glauben zu praktizieren? Sachsentum reloaded – diesmal in syrischer Version. Wir haben genuegend halbverlassene Doerfer herumstehen. Das Land ist fruchtbar und steht brach. Lassen wir es von anderen nutzen, die ihr eigenes Land und Dorf verlassen mussten! Dasselbe liesse sich auch in anderen Landesteilen Rumaeniens oder Laendern Suedosteuropas machen.

Ganz problemlos wird das nicht vonstatten gehen – die Migranten importieren auch ihre Selbstverstaendlichkeiten und/oder Traumata, so moeglicherweise auch die von ihnen erlebte Gewalt, aber es kann doch gut und ohne grosses Risiko funktionieren, wenn man es gescheit und doch pragmatisch anstellt. Unser Vorteil: Wir erfinden Siebenbuergen neu – und bleiben im Wesentlichen doch wir selbst – und klinken uns so proaktiv ein ins aktuell wenig erfreuliche Weltgeschehen, und zwar in den Kreis jener, die kreative Loesungen fuer Probleme anbieten, die andere verursacht haben und die bei unkreativer, ‘konservativer’ Herangehensweise enorm viel Sprengkraft haben… Wir haben moeglicherweise in naher oder mittlerer Zukunft eh’ nur die Wahl zwischen Frust wegen drohenden Verlustes der bisherigen Selbstverstaendlichkeiten oder der mutigen Annahme der Herausforderung, der wir eine kreative Wendung geben koennen.
Was meint ihr dazu?

 

Posted by at 04/09/2015
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