Warum benötigen wir einen Neuen Weg?

Es ist nun schon zwanzig Jahre her, dass er aufgegeben wurde und nicht mehr in fast jedes deutschsprachige Haus in Rumänien täglich eintrudelte. Der Name hatte die Revolution von 1989 überlebt, sich dann aber 1992 selbst auch überflüssig gemacht . Es schien ihn nicht mehr zu brauchen, denn der nach der Wende eingeschlagene neue Weg war auch nicht mehr so neu. Die Bahnen waren festgeschrieben. Ein mir damals wichtiger Mensch beschrieb die Situation mit den Worten: “Rumänien schleicht in die gute Richtung”. Es ging schon damals fast allen zu langsam, die Richtung stimmte aber, und die Richtung stimmt auch heute noch: der Weg ist irreversibel, auch wenn sich die Geschwindigkeit nicht vergrößert hat. Warum brauchen wir dann aber einen Neuen Weg? 
Es gibt trotz der richtig eingeschlagenen Richtung sehr viele Irrwege und deshalb benötigt es die ständige Besinnung auf einen neuen Weg. In der Kirche würde man von dem alten Adam sprechen können, der täglich durch einen neuen Menschen ersetzt werden muss. Der Grundsatz gilt aber nicht nur für die Kirche, sondern für jeden Menschen, auch wenn er nicht kirchlich ist, und deshalb sprechen wir hier von dem täglich neu einzuschlagenen neuen Weg. Dieser neue Weg kann nur gegangen werden, wenn man sich mit zweierlei auseinandersetzt: 1. mit den alten Traditionen und Gegebenheiten, mit anderen Worten mit dem, woher wir kommen; 2. mit der Welt, in der wir leben und auf die wir hinschreiten, mit anderen Worten, mit dem, wohin wir gehen.
Zu der Welt, aus der wir herkommen, gehört eindeutig der alte Neue Weg. Er hat uns damals täglich begleitet. Die Besinnung darauf gibt uns einigen Aufschluss auch für heute. Wer erinnert sich nicht an den übergewichtigen Ballast, der da drin stand? Alle Lesenden haben aber gewusst, wie sie damit umgehen sollen: sie haben ihn einfach überblättert, bis sie bei den Witzen “sagt der Tasi dem Franzi” oder “sagt der Konnert dem Schuller” angekommen waren. Rasch war dann auch die Sportseite erreicht. Die war unkontaminiert und daher von A bis Z lesbar. Darauf sollten wir uns auch heute besinnen: auf ein bisschen Humor und sportliches Verhalten, wenn wir uns mit der Umwelt auseinandersetzen: Humor, um das Viele, was uns bedrängt, ertragen zu können, und Sport, um miteinander in Wettkampf zu treten, ohne verbissen zu sein, d.h. für den eigenen Sieg kämpfen, aber auch verlieren können. Was aber das Wichtigste zu sein scheint in dieser Zeit, ist die Wiederentdeckung der Fähigkeit, den Ballast einfach zu überblättern.
In der Ceuasescu-Zeit war der Ballast – die kommunistische Propaganda – eindeutig für die meisten erkennbar und man wusste, wie man sich schützen konnte – man hat es einfach übersehen. Heute tritt ein völlig anders gearteter Ballast in Erscheinung. Er ist viel schwerer zu erkennen, tritt in Form des Mammon – der Verlockung des Geldes und raschen Gewinns – in Erscheinung und versucht sich an jeden von uns heranzumachen in den verschiedensten Formen der Korruption. Hier soll nicht vertreten werden, dass es das früher nicht gab. Jeder erinnert sich noch an die Zigaretten, den Kaffee oder den Pfeffer, die zum inoffiziellen Zahlungsmittel geworden waren und mit denen man fast alles arrangieren konnte, was es so einfach nicht gab, aber heute hat die Korruption Dimensionen erreicht, die damals unvorstellbar waren.
Die damals in der Stille gefürchteten und verachteten Seilschaften haben sich zu übergreifenden Netzen gemausert, die – ohne dass man sich versieht – einen mitreißen und es zu spät ist. Um dieser Gefahr zu entgehen, benötigt es eines neuen Wegs, der von jedem für sich jeden Tag von neuem eingeschlagen wird. Aber wie ist er zu finden? Diese Zeitung wird darauf keine klare Antwort geben können, möchte aber versuchen Anstöße zu vermitteln, indem eine Orientierungsplattform angeboten wird, die es einem jeden erlaubt, seinen eigenen neuen Weg zu suchen und auch zu gehen. Es lebe der wiedergeborene Neue Weg!
Johannes Klein (evangelischer Pfarrer in Fogarasch)
Johannes Klein war im Sommer 1970, als dieses Foto entstand, der Kleinste in seiner Familie und musste noch auf dem Arm getragen werden; – gehen konnte er noch nicht, da er im September 1969  geboren wurde. Hinter seiner Familie mit Mutter, Vater und seinen beiden Schwestern, sieht man das Haus, in dem er die ersten drei Jahre seines Lebens aufgewachsen ist. Das Pfarrhaus in Deutsch-Kreuz hatte damals noch eine offene Veranda und war in einem sehr guten Zustand, wie das Foto zeigt. Heute gibt es den Pfarrhof von Deutsch-Kreuz nicht mehr.
Posted by at 22/09/2012
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14 Responses to Warum benötigen wir einen Neuen Weg?

  1. Georg Fritsch says:

    Mein Name ist Georg Fritsch Jun,ich wohne in Österreich / Wels und bin ein Nachkomme ,der Siebenbürger – Sachsen die das Heimatland am 8. September 1944 verlassen mussten. Mein Vater Georg Fritsch senj. stammte aus Felldorf / Filitelnic/ Fületelke und meine Mutter Susanna geb. Hedrich aus Rode / Zagar .Biedes liegt in Südsiebenbürgen / Kokelgebiet / Weinland.Ich bin in der Rosenau bei Seewalchen am Attersee in Oberösterreich als zweites Kind aufgewachsen,einem Ort aus lauter Siebenbürger- Sachsen ( 1580 Seelen) aus verschiedensten Gebieten.Ich spreche leider nur sog.Brocken Soxisch ! Aber ich habe immer sehr viel über diese wunderbare Heimat meiner Eltern gehört .1974 durfte ich Felldorf und Rode das erste mal besuchen, Es war für mich eine Zeitreise in eine andere Welt! Für meine Eltern die das erste mal nach dem Krieg hier noch Familienmitglieder hatten ,war es eine Enttäuschung.Oma die mit Gefahren war sagte,: Hätte ich es doch so belassen wie es einst mit meinen Augen und in meinem Herzen gesehen habe.! Diese Eindrücke und das Kulturelle Erbe ,was meine Ahnen dort hinterlassen haben ,hat mich bis zum heutigen Tag nicht mehr los gelassen.Mein Vater ist vor drei Jahren gestorben,und ich habe mich leider viel zu spät mit unserer Familiengeschichte auseinander gesetzt. So bin ich wieder auf die Spur meiner Ahnen gekommen und landete natürlich wieder in Felldorf.Es war enttäuschend für mich ,das ich nun ein noch schlimmeres Bild vor meinen Augen hatte ,wie 1974. Ich stand vor RUINEN.Das konnte ich und wollte ich nicht so hinnehmen und nun ging es los! Ich suchte nach einer Lösung ,noch etwas von diesem Fiasko zu retten.Ich fing an zu Googlen und suchte nach Felldorf.Dabei Kahm ich auf die Seite von Siebenürgen. de und unter Ortschaften Felldorf ,fand ich Luftaufnahmen von Gertner über Felldorf sonst nichts. Da war es wieder das nichts! So nun hab ich die Sachlage in die Hand genommen und fing an alles was auch nur irgendwie über die Geschichte von Felldorf zu finden war zu sichern. ich wurde EDITOR dieser Seite und meldete somit ein LEBENSZEICHEN über einen vergessenen ORT wieder an !Ich beschloss verschiedene Vereine anzuschreiben und viele Stiftungen um Felldorf irgendwie zu retten. Erste Anlaufstelle war die damals neu gegründet Leitstelle Kirchenburgen über das LK.Hermannstadt.Hr.Philipp Harfmann ,war der erste der sich mehr als bemüht hatte mich zu ünterstützen,viele meiner Fragen über Felldorf hat er ausgeforscht und beantwortet.Danke.ich einen Versuch Felldorf in ein Schutzprogramm auf zu nehmen scheiterte leider.Felldorf liegt im Randgebiet von Siebenbürgen ,nicht touristisch attraktiv. Um es abzukürzen es scheiterte laufend! Stiftungen,Ämter ,Firmen,Privatpersonen,…..jeden den ich angeschrieben hatte ,vertröstete mich mit : Momentan sind die Pendengelder für andere Projekte eingesetzt,aber probieren sie es doch weiter? JA .so verlief wieder alles im Sand und mittlerweile krachte der historische Dachstuhl über der Absis ein.Die Torbastei wurde wie auch die Kirche ständig beraubt,an Kuturellen Wert und allem was man brauchen konnte.Niemand kümmerte sich um die Wehranlage ,auch nicht nach dem das historisch wertvolle Inventar teilweise ,zerstört wurde .Ja es wurde einfach nicht gemacht,In die Schule regnete es seit Jahren durch das DACH ,obwohl noch im EG ein Kindergarten und im OG eine Schulklasse untergebracht ist.Erst nach mehreren Briefen von mir,an das LK und BK wurde notdürftig das Schuldach renoviert.Im Okt. 2011 hatten nach vielen Jahren ,die Kinder zum ersten mal ,wider ein trockenes Dach über dem Kopf.Das hat sich herum gesprochen in Soxenland und so erhielt ich ein Schreiben von Hr. Kiss Lorand einem Restaurator aus Targu MURES. Er kennt die Wehrkirche von Felldorf sehr gut ,hatte auch dort schon NOTKONSERVIERUNGEN auf eigene Kosten durchgeführt und die Anlage von ihrer Bauweise und Geschichte dokumentiert.Er schickte mir diese Dokumentation kostenlos und wir sind seit diesem Tag gute Freunde geworden. Ich habe trotz Niederlagen niemals Aufgegeben diese Wunderbare Bauernburg Felldorf aus dem 15 Jhd. zu retten! Lori ( Kiss Lorand) und ich Telefonierten ständig sehr viel und beschlossen etwas zu unternehmen um auf das Schicksal von Felldorf auf,wirksam zu machen. So Kahm es das wir das Felldorfer – Phoenix Projekt geboren haben .Es wurde beim BK – Schäßburg vorgestellt und auch beim LK – Hermannstadt beim Bischof, Abgesegnet und begeistert ,dürften wir nun loslegen.Durch die Möglichkeit von Daregin TV einem deutschsprachigen Sender in Romania, und dem Moderator Klaus Birthler zeigten wir in einem Beitrag unser Vorhaben.DAS FELLDORFER PHOENIX PROJEKT ,besteht aus dem ARCUS – VEREIN in Targu MURES und meiner Wenigkeit.Es ist ein Verein aus Restauratoren,Studenten für Restauration ,Künstler,Schüler,Freiwillige Ehrenamtliche Helfer.Ja jeder der Mithelfen möchte ist gern gesehen! Es ist uns ein Anliegen ,dieses Gebäude zu sichern,Notkonservierungen durchführen,um so das Streben dieser Anlage so lange hinaus zuziehen wie es geht.Wir versuchen mit einer Art Gemeinschaft ,wo die Herzen noch gemeinsam schlagen,die Wehranlage von Felldorf zu erhalten .Viel Freiwillige Arbeit ,Spenden ,und eine Aufopferung für unsere Vision ist notwendig für ein voranschreiten unserer Arbeit.Was ist in kleinen Schritten einstweilen geschehen? Die Anlage wurde im Herbst 2011 komplett vom Wildwuchs ( Dschungel) befreit .Der Restliche alte historische Dachstuhl wurde gehoben und abgesichert .Der Friedhof der 1944 mehr als zerstört wurde ,hat wieder ein Gesicht erhalten.Wir haben im Sommer 2012 ,Grabsteine gehoben,zusammengesetzt,gereinigt,konserviert.Rasen gemäht,äuge geschnitten,….Ja sogar das gestohlene Friedhofstor wurde schön ersetzt. Nun haben wir alte Dchziegel aus Deutsch- Zepling angekauft und werden über die Ruinen wieder ein Dach bauen ,bzw, ergänzen.Alpinisten werden die Löcher im Kirchturm abdichten! die Torbastei mit ihrer Notkonservierungen Renaissance Malerei wird wieder ein kompl.Dach erhalten.Das Pfarrhausdach ist wieder dicht,…..Ja junge und alte Menschen,Menschen aus dem Dorf ,Kinder,einfach jeder kann sich beteiligen und mithelfen! ungenrestauraoren lernen direkt am Objekt. Somit sichern wir die noch erhaltenen Bausubstanz .Es geht voran und wir machen das in kleinen Schritten,so wie jeder kann und mag.Dies klingt etwas unglaubwürdig ,für mich aber großartig! ES bewegt sich wieder etwas in Felldorf und das ist ist großartig. s ist wie so viele sagen ein Fass ohne Boden! ja das Seitenschiff auch nicht ab Aber auch ein Fass ,kann man neu beschlagen,einen Boden erneuern und einen Deckel darauf geben.Somit hält es wieder viele Jahre.Das passiert gerade in Felldorf und ihr könnt es auch ,wenn ihr wollt ,lässt euch nicht unterkriegen ,gebt nicht auf.Man kann wenn man will etwas bewegen.DAS PROJEKT , BEWEGT NUN MEIN HERZ! Lässt unsere Herzen Gemeinsam im Takt schlagen ,genau so wie es unsere Väter getan haben! HERR HILF! – DANKE euer Georg Fritsch Jun.aus Wels in Oberösterreich.

    • Hermann SPIRIK says:

      Sehr geehrter Herr Fritsch,
      ich stoße auf Ihren Beitrag aufgrund einer Recherche nach

      “Pfarrer Berthold Folberth geboren am 23.03.1910 in Benzenz, war ab 1940 Pfarrer in Felldorf,bis zur Flucht im Jahr 1944.Danach war er Pfarrer und Ehrenbürger in Schwanenstadt in Oberösterreich bis zu seinem Tod am 16 Juni 1978.
      Foto: Erhalten von Fr.Ingeborg Wiesinger geborene Folberth,Danke! MfG.Georg Fritsch jun.aus Wels”

      dessen Sohn (genannt) Kurt Folberth ich um 1960 in einer Jugendgruppe (“Bund für alkoholfreie Jugenderziehung”) kennengelernt habe. Der Kontakt zu ihm ist leider nach einem letzten Zusammentreffen vor 20 Jahren abgerissen, sodaß wir -ehemalige Mitglieder dieser Gruppe- nicht wissen ob und wie er zu finden wäre.

      Es würde mich sehr freuen, wenn Sie uns vielleicht weiterhelfen könnten, eventuell auch mit einem Hinweis auf Kontakt zu Fr. Ingeborg Wiesinger.

      Mit herzlichem Dank für Ihre Mühewaltung

      Dr. Hermann Spirik
      Strohmayergasse 13/18
      01 596 39 75
      1060 Wien

  2. hans says:

    Danke, Georg, fuer deinen bewegenden Bericht! Das Rezept scheint wirklich das zu sein, einfach etwas zu tun, was man fuer gut, richtig und wichtig haelt – das zieht dann wie auch in deinem fall erste Untertuetzer und Helfer an! Probiere es doch mal mit der Gruppe von Bautechnikschuelern aus Muenchen, die die halbverfallene Kirche in Mardisch restauriert haben! die Kirche wurde vor kurzem ‘eingeweiht’. daraus schliesse ich, dass das projekt zu ende ist – und vielleicht besteht in muenchen interesse an felldorf als neuer herausforderung! schicke dir die kontakdaten persoenlich zu! rufe ausserdem auch arch. jan huelsemann an – er war in mardisch auch aktiv – bzw. den philipp harfmann.

    PS: sollten deinen kommentar mit ein paar fotos dazu auch als artikel posten. einverstanden?

  3. Georg Fritsch says:

    …danke würde mich mehr als freuen,wenn ihr das machen würdet! – Danke! LG. Georg

  4. Anonymous says:

    Es wird von vielen tüchtigen Menschen versucht Sentimentales aus der Vergangenheit in die Gegenwart und teilweise auch Zukunft hinüberzuziehen. Diesen Bemühungen ist grundsätzlich Respekt zu zollen.

    Dennoch gemahnt des meiste dieser Bemühungen wie an den verzweifelten Versuchen eines Insekts aus einer durchsichtigen Flasche mit einem sehr engen Flaschenhals wieder herauszukommen. Das Tier fliegt und fliegt und verbleibt meist an Erschöpfung verendet in der Flasche ….

    Ohne zu weit ausholen zu wollen, aber im Raum Felldorf wurde die Deportation der Siebenbürgersachsen von der nationalsozialistischen Volksgruppenorganisation angeordnet oder zumindest deren Vollzug von dieser Organisation vorbereitet und durchgesetzt.

    Die Hauptakteure der Volksgruppen kamen aus dem Bereich der evangelischen Kirche. So mancher evangelische Theologe gefiel sich darin die Uniform der Schutzstaffel (freiwillig, man schiebe da keinen Zwang vor!) anzuziehen und fleißig unter den damals jungen Sachsenburschen für die Schutzstaffel Kanonenfutter anzuwerben. Es gab noch vielerlei andere Verstrickungen, Historisch wurde das nie aufgearbeitet sondern wird es bis heute wohl zugedeckt.

    Auch da bitte kein Missverständnis: Die damals jungen evangelischen Theologen werden ihre wohlerwogenen Gründe gehabt haben sich dieser (wie sich hinterher herausstellte wenig erfreulichen und vor allem wenig erfolgreichen) Bewegung anzuschließen. Niemand mag heute wissen warum diese Männer das damals so machten und es wäre fair ihnen heute deswegen nicht a priori unbegründete und unsinnige Vorwürfe ins zumeist bereits bezogene Grab nachzuschmeissen. Das ist eines der Tabuthemen der Siebenbürgersachsen.

    Warum wurden die Felldorfer und andere Rumäniendeutsche überhaupt deportiert? Man mag ja über die nationalsozialistischen Macher viel Negatives aufzuzählen imstande sein, aber dass sie reihenweise total sinnloserscheinende Aktionen unternommen haben sicher nicht. Die Deportation der Rumäniendeutschen „heim ins – zusammenbrechende – Reich“ hätte nur einen rationalen Sinn haben können: Die deutsche Abwehr hat erfahren welch bedauernswertes Schicksal den Rumäniendeutschen bevorstand und Volksgruppenführung und deutsche militärische Dienststellen versuchten in einem letzten verzweifelten Kraftakt die eigenen Leute vor diesem elendigen Schicksal zu bewahren.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann davon ausgegangen werden, dass das von der Sowjetbesatzung ausgesprochene Verbot für die rumänische Verwaltung sich der deutschen Bevölkerungsanteile in ähnlicher Weise (Mord, Vertreibung) zu entledigen wie das den anderen „kleinen Siegern“ gestattet worden ist, auf wohl berechneten Überlegungen basierte, die von in Moskau und anderen sowjetischen Städten den Krieg „aussitzenden“ einflussreichen Leuten aus Rumänien vorbereitet und dessen logistische Umsetzung dortselbst wohl ausgearbeitet wurde. Als diese Leute im Trosse der siegreichen Sowjetarmee in Bukarest einmarschiert sind, machte man sich flugs daran diese wohl überlegten Pläne in die Tat umzusetzen und auch propagandistisch abzusichern. Eine Frau Ana Pauker kam bekanntlich 1944 in der Uniform einer Sowjetobristin nach Bukarest und begann dort unverzüglich im Sinne der Sowjetbesatzer nach dem Rechten zu sehen und mit der Vergangenheit aufzuräumen. Mit ihr kamen Tausende und viele Tausend tauchten schlagartig aus irgendwelchen Unterschlüpfen auf in denen sie die für sie sehr hässlichen Zeiten überdauert hatten.

    Die Deportation der voll arbeitsfähigen Rumäniendeutschen, deren man noch habhaft werden konnte, in sowjetische Konzentrationslager und deren Umerziehung durch Zwangsarbeit (da gehörte wohl auch die Schwängerung so mancher Siebenbürgersächsin oder sonstiger Rumäniendeutschen mit ins wohlüberlegte Kalkül, man wusste ja über die Qualitäten sowjetischer Konzentrationslager zum Teil sogar aus eigener leidvoller Erfahrung – Paukers ihr seinen Namen gegeben habender Ehemann Marcel Pauker verschwand bekanntlich auf Nimmerwiedersehen in solchen Lagern – gar trefflich Bescheid) waren ein Teil dieser Programme. Man brach so gründlich und effektvoll jeden möglichen Widerstand der Deutschsprachigen Rumäniens und brachte die Bevölkerung Rumäniens nicht noch mehr gegen das neu zu installierende Regime auf. Tja, eben auch wieder ein Tabuthema der Rumäniendeutschen dessen Bearbeitung brav systemschreibenden „dichterischen Schleim“ absondernden Typen wie einer Herta Müller zur den Mächtigen wohlgefälligen Verarbeitung überlassen wird …

    Die permanente Aufhetzung der Rumäniendeutschen gegen das sie sowieso nicht immer mit Samthandschuhen angefasst habende damals neue Regime Rumäniens durch wohlfeile Hilfswillige aus dem westlichen Besatzungsgebiet Deutschlands gehörte da mit zum bösen Spiel. Eigenständig agierende siebenbürgersächsische Interessensvertretungen wurden bekanntlich bereits von den Nationalsozialisten beseitigt und konnten nie wieder etabliert werden. Man merkt das an dem sich „im Winde Drehen“ gewisser Landsmänner gar vorzüglich …

    Die Frage wozu renovierte Kirchen, die kein Mensch praktisch verwendet, da eben niemand dazu Geeigneter mehr in nennenswerte Anzahl im Lande ist, gut sein sollen mag ich nicht wieder anreißen.

    Zusammenfassung: Wär´s nicht besser zuvor einmal eine gründliche Aufarbeitung der rumäniendeutschen Geschichte aus rein rumäniendeutscher Sicht zu wagen bevor man sich in solchen mühsamen Projekte verbeißt? Das ist natürlich überaus schwierig, wen man bedenkt, dass auch in diesem Blog so gut wie ausschließlich Systempropaganda betrieben wird. Ob es möglich sein wird, da „rumäniendeutsch autonom“ vorzugehen, ist natürlich zu bezweifeln, aber entsprechende Denkanstöße und zumindest Umdenkversuche sollten schon gewagt werden!

  5. Not amused says:

    Bei obigem pseudointellektuellen Strohdreschen, durchsetzt von bösartigen Invektiven (eklatant geringe kulturelle Bildung), gerät das Lesen zur puren Zeitverschwendung.

  6. Anonymous says:

    Ohne einen angelsächsischen Spitznamen kann ihro geistige Nullität hier natürlich keinen verbalen Müll absondern. Man muss doch den allgegenwärtigen Kotau vor der Dominanz demonstrieren. Deutsch wäre da schon oberpfuiderkack …

  7. Anonymous says:

    Pawlowscher Reflex – schon mal davon gehört? Ich habe Ihnen diesen (englischen) Knochen bewusst hingeworfen in der Annahme, ein Chauvinist würde daran nagen. So simpel sind manche gestrickt. Übrigens verwenden Sie die englische Schreibweise “Anonymous”, ich darf Sie da gerne zitieren: “Deutsch wäre da schon oberpfuiderkack”.
    Spielen Sie doch besser irgendwo mit den ganz kleinen Unbedarften, die können Sie vielleicht noch beeindrucken…

    • hans says:

      BIG LIKE! ;-)

    • Anonymous says:

      etwas daneben …

      ich verwende gar keinen Namen und dieser lächerliche Name wird vom (lächerlichen …) System hier vergeben …

      Hauptsache Sie können ein wenig kläffen um Ihre Terminologie zu gebrauchen! :)

  8. Veritas - Vanitas says:

    Einen neuen Weg brauchen wir dringendst auch bei (ge)schön(t)en Autobiografien bzw. Lebensläufen, die (einseitig) die eigene Opferrolle hervorheben:
    Bei allen diktatorischen und geheimdienstlichen Unterdrückungs- und Verfolgungsaktionen muss man sich mit dem Schriftsteller freuen, dass er trotz Verweigerung der Securitate-Mitarbeit doch immerhin doch studieren und promovieren und forschen und publizieren durfte, dass er Auslandsreisen nach Deutschland unternehmen durfte, dass er in den 1960er und 1970er Jahren Karriere machen durfte, etwa als Leiter des von ihm neugegründeten Bukarester Deutschen Literaturkreises, als Leiter der deutschen Abteilung der Bukarester Volksuniversität, als Redakteur und von 1985 bis 1990 als stellvertretender Chefredakteur der Monatsschrift Neue Literatur in Bukarest. Chapeau, Herr Doktor!

    http://claus-stephani.de/vita/

    “Claus Stephani (geb. am 25. Juli 1938 in Brașov/Kronstadt) ist Ethnologe, Schriftsteller, Kunsthistoriker und Journalist.
    Nach Beendigung der Grundschule, 1952, wurde er wegen seiner sozialen Herkunft – wie damals auch andere Angehörige der ehemaligen Kronstädter Bourgeoisie – nicht zum Tagesgymnasium zugelassen. Deshalb musste er sich – 15jährig – als Bauarbeiter und Elektriker anstellen lassen, um nach Dienstschluss das Abendgymnasium besuchen zu dürfen, wo er 1958 abiturierte. Danach bemühte er sich 1958-1960 um einen Studienplatz in Bukarest.
    Zwischen 1960 und 1965 studierte er Germanistik und Rumänistik an der Universität C. I. Parhon und am Pädagogischen Institut Bukarest. 1961 wurde er vom rumänischen Geheimdienst (Securitate) verhaftet und musste unter Zwang und Androhung vor weiterer Dunkelhaft eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Wegen Verweigerung zur Mitarbeit wurde er 1962 von der Universität exmatrikuliert und durfte danach sein Studium nur noch am Pädagogischen Institut fortsetzen. 1963 erfolgte seine Entlassung (“abandonare”) als IM, wegen “Unaufrichtigkeit gegenüber den Staatsorganen” (siehe FAZ vom 20.11.2010).
    Nach dem Studium war er als Deutschlehrer und Kustos im Kunstmuseum Simu tätig. In den Jahren vorher hatte er bereits als freier Mitarbeiter mit kunstkritischen Beiträgen in der deutschsprachigen Tageszeitung Neuer Weg, in der Volkszeitung und in der Monatsschrift Volk und Kultur debütiert.
    Im Jahr 1968, als die vermeintliche “Tauwetterperiode” einsetzte und man an einen “Sozialismus mit menschlichem Angesicht” zu glauben begann, traten viele Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller aus Überzeugung in die RKP ein. So auch Stephani, der 1968 seinen Antrag stellte und 1969 als Mitglied aufgenommen wurde. Ab 1971 zeigte Ceausescu dann sein wahres Angesicht. Danach bemühten sich – auch unter den Künstlern und Schriftstellern – nur noch Opportunisten um eine Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei.
    Ab Oktober 1966 war Claus Stephani Leiter des von ihm neugegründeten Bukarester Deutschen Literaturkreises, der zweimal im Monat seine Zusammenkünfte im Schriftstellerhaus Mihail Sadoveanu (Casa Scriitorilor M. Sadoveanu) abhielt. Als er 1970, während eines Aufenthalts im Ausland – aufgrund einer Verdächtigung, er werde nicht mehr zurückkehren – ad absentam als Leiter des Kreises abgesetzt wurde, gründete Stephani im Dezember desselben Jahres den Poesie-Club, der vor allem junge Autoren, Musiker und Künstler vereinte und zweimal im Monat im deutschen Kulturhaus Friedrich Schiller zusammenkam. Diese Sitzungen wurden jedes Mal mit Jazz- oder Beatmusik eingeleitet. Damals brachte Stephani auch die erste und einzige Publikation, die nicht der Zensur unterstand, heraus – die Novum-Hefte des Poesie-Clubs. Sie wurden nach zweijährigem Erscheinen 1973 verboten.
    Als Leiter der deutschen Abteilung der Bukarester Volksuniversität (Universitatea Populara Bucuresti, Sectia germana) wirkte er in den Jahren 1973 bis 1978 als Dozent in den Fachbereichen Vergleichende Volkskunde und Geschichte der modernen Kunst. 1974-1978 leitete er den von ihm begründeten Arbeitskreis zur Erforschung rumäniendeutscher Kultur und Literatur im Altreich (Muntenien, Oltenien, Moldau, Dobrudscha). Der von Stephani 1973 initiierte und angeleitete Ästhetik-Club vereinte junge deutsche und rumänische Künstler, die sich zweimal im Monat im Schiller-Haus zum Gespräch trafen. Ebenfalls im Schiller-Haus organisierte Stephani als Kurator eine Reihe von Ausstellungen volkskundlicher Objekte und moderner Kunst. Zusammen mit Dr. Roswith Capesius gründete er 1975 den Volkskunst-Kreis (VkK) des Schiller-Hauses, dem bekannte Bukarester Kunstfreunde und Sammler, wie Dr. Klaus Kessler, Koloman Müller, Dr. Herbert Hoffmann, Dr. Radu Ionescu u.a. angehörten.
    Ab 1968 unternahm er zahlreiche Feldforschungen in Siebenbürgen, Marmatien, im Sathmarland und in der Bukowina und zeichnete Lebensgeschichten (Oral History), Märchen und Sagen von deutschen, ostjüdischen, rumänischen und ruthenischen Volkserzählern auf – insgesamt über 2000 Texte –, die er später zum Teil in 28 eigenen Sammelbänden in deutscher Sprache veröffentlichte. Weitere Buchausgaben erschienen auch in rumänischer, italienischer, englischer und mazedonischer Übersetzung.

    Zwischen 1967 und 1990 war Claus Stephani als Redakteur und von 1985 bis 1990 als stellvertretender Chefredakteur der Monatsschrift Neue Literatur, Bukarest (die deutschsprachige Publikation des Rumänischen Schriftstellerverbandes) tätig. Als Redakteur studierte er (1978-1983) im Fernkurs an der Bukarester Journalistikfakultät der Academia „Stefan Gheorghiu“. Obwohl er alle wissenschaftlichen Voraussetzungen erfüllte, wurde er – weil seine Eltern und Geschwister in der BRD lebten – zur Promotion nicht zugelassen. Dazu benötigte man nämlich eine Sondergenehmigung von höchster Parteistelle. Im Herbst 1984 inskribierte er deshalb insgeheim (von Bukarest aus) an der Ukrainischen Freien Universität (UFU) München und wurde von Prof. Dr. Olexa Horbatsch als Doktorand angenommen, dem er bereits eine abgeschlossene Dissertation über die Herkunft der Zipser Familiennamen in Oberwischau vorgelegt hatte. Im Jahr darauf wurde ihm seitens der Partei- und Staatsbehörden jeder weitere Kontakt zur UFU verboten, und er mußte auf eine Promotion verzichten. Bis 1990 lebte er in Bukarest.
    Den ersten Antrag zur Emigration hatte er 1958 gestellt, doch nach wiederholten Absagen beschloß er, vorläufig im Land zu bleiben. Als später die Schikanen der offiziell nicht mehr existierenden Zensur und der Behörden immer unerträglicher wurden, trat Claus Stephani im März 1989 aus der Partei aus und stellte im April 1989 erneut einen Antrag zur endgültigen Ausreise. Erst nach der Wende durfte er schließlich im April 1990 mit seiner Familie nach Deutschland auswandern. Danach wurde er wissenschaftlicher Angestellter im Bayerischen Nationalmuseum, freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks, freier Schriftsteller, Ethnologe und Kunsthistoriker. Gleichzeitig belegte er ein Studium der Europäischen Ethnologie, der Kommunikationswissenschaften und der modernen deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität, München. 1995 folgte hier seine Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zur vergleichenden Erzählforschung in einer nordrumänischen, multiethnisch und multikulturell geprägten Landschaft.”

  9. Anonymous says:

    … ja, ja, dieser arme Mann war gewiss ein bedauernswertes Opfer der barbarischen dakobolschewistischen cizmarischen Diktatur. Sooooo viiiiiiel Leiden!

    Wir gehen alle mit dem großen Hute in der Runde um viiiiel Mitleid für den ach wie armen Geschundenen einzusammeln.

    Wenn wir genug davon bekommen, dann geben wir einige Pfündchen Mitleid auch noch an die propere Nestbeschmutzerin vom Secu & Konsorten Dienst, ihro Schleimproduzentin Herta Müller, die für die Fortsetzung ihrer Anpassungsorgien sogar mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.

    Ein anständiger deutschsprachiger Schriftsteller hat eben der immerwährenden Erbschuld aller bis in die xte Generation verfluchten Deutschsprachigen, die es einst wagten gewisse sich immer und ewig auserwählt Fühlende nicht mit der ihnen “gebührenden Ehrfurcht” zu behandeln, eingedenk zu sein und permanent Asche auf das geplagte deutsche Haupt zu schütten und das eh schon arg zerfetzte deutsche Kleid noch weiter zu verwüsten …

    NUR DANN bekommt so ein Schreiberlingwürstchen diesen Würstchenpreis!

    Äh, war da mal was von “Judaslohn” in so einem komischen Büchl?

    Das einzige wahre Unbill, das Stephanis, Müllers und Artgenossen wirklich widerfuhr, war, dass bei diesen Leute nicht einmal ihre roten Genossen und Protektoren wollten, dass sie in Rumänien verbleiben. Man legte diesen Typen meist irgendwann nahe doch besser in Deutschland oder sonst wo im Westen zum höheren Wohle für ihr dakobolschewistisches Vaterland zu wirken, welchen Rat sie meist dankend angenommen haben und mit jeglicher Unterstützung des dakobolschewistischen Regimes gen Westen gezogen sind, wo sie vermutlich weiterhin treu und ergeben ihren dakobolschewistischen Herren dienten …

    Es gab nur zwei Gruppen von Leuten denen das abgehalfterte dakobolschewistische cizmarische Regime den sprichwörtlichen roten Teppich am Bahnhof aufrollte und sie mit all ihren Segenswünschen bei ihrer Abfahrt in das verdammte Kapitalistenland verabschiedete: Den protestantischen deutschsprachigen Pfaffen und den salonroten deutschsprachigen Einschleimern bei den Dakobolschewisten. Beide wollte man am liebsten loswerden ohne sie deswegen – wie “milieuspezifisch” üblich – zuvor attackieren zu müssen!

    Nur ein ganz arger Dümmerling vermag Angehörige dieser beiden ungustiösen Gruppen deswegen zu bedauern …

  10. Veritas - Vanitas says:

    Ein paar Fragen hätten wir da noch ad personam Dr. Claus Stephani:
    Wie kam Claus Stephani zu seiner Kunstsammlung?
    Wurde er in Bukarest privilegiert bzw. gut entlohnt?
    Was lernte er bei seinem Studium 1978-1983 an der Bukarester Journalistikfakultät der Academia „Ștefan Gheorghiu“ (seinerzeit eine kommunistische Kaderschmiede, die nach der “Revolution” 1989 geschlossen wurde)? Wie konnte überhaupt ein “Renegat”, jemand von “ungesunder sozialer Herkunft”, der noch dazu wegen Verweigerung zur (Securitate-)Mitarbeit 1962 von der Universität exmatrikuliert worden sein will, seitens der Kommunisten zum Studium ausgerechnet an der Academia „Ștefan Gheorghiu“ zugelassen werden?
    Zwischen 1967 und 1983 war er zunächst als Redakteur und – zwei Jahre nach seinem Studium an der Academia „Ștefan Gheorghiu“ – von 1985 bis 1990 als stellvertretender Chefredakteur der deutschsprachigen Zeitschrift Neue Literatur (herausgegeben vom Rumänischen Schriftstellerverband) tätig. Karriere ohne Verpflichtungen?
    Seine Deutschlandreisen, waren das Auswüchse des ihm zuteil gewordenen Misstrauens des Ceausescu-Regimes, noch dazu, da er bereits 1963 von der Securitate entlassen worden sein soll?
    Stephani gibt in seiner Vita (http://claus-stephani.de/vita/) an: “1963 erfolgte seine Entlassung (‘abandonare’) ‘als IM, wegen ‘Unaufrichtigkeit gegenüber den Staatsorganen’” – unter welchem IM-Namen?
    Zitat aus seiner Vita: “Den ersten Antrag zur Emigration hatte er 1958 gestellt, doch nach wiederholten Absagen beschloß er, vorläufig im Land zu bleiben.” Kann man diese Selbstdarstellung seltsam finden?

  11. Anonymous says:

    Ach, lieber Suchender …

    Es ist doch so vieles so seltsam im Lande Rumänien und nicht nur in diesem Land …

    Nehmen Sie doch einmal die sehr unschönen Ereignisse vom Vereinigungsplatz in Temeschburg von Dezember 1989.

    Da schoss doch wer von den Dächern auf einige unbedarfte Spinner, die sich dazu aufhetzten haben lassen mit Kerzerln in der Hand gegen das dakobolschewistische cizmarische Regime herumzulatschen. Etliche Bedauernswerten kamen dabei zum Teil zu Tode.

    Bis heute lässt sich doch so gar nicht herausfinden welche Verbrecher das damals gemacht haben sollen …

    Ob man so was wirklich glauben kann? Wohl eher nicht …

    Abgehalfterte Secu-Leute, die gewiss kein ungespaltenes Verhältnis zu ihrem ehemaligen Dienstgeber hatten/haben, der sie als er sich angeschickt hat das eigenen Volk nicht mehr im Auftrage der Sowjets (die standen immer im Hintergrund, Dakoschmus hin, Dakoschmus her) sondern nunmehr im Auftrage der neuen angelsächsischen Dominanz zu piesacken und zu molestieren (dazu gehört bekanntlich auch der Betrieb von Geheimgefängnisse in denen die neuen angelsächsischen Oberherren Unsympathische aus ihrem gesamten europäischen Herrschaftsbereich zur Folter in dafür geeigneten Ländern sammeln und bereits ein wenig auf diese Behandlung “vorbereiten”) als dafür “ideologisch minderqualifiziert” kurzerhand in einen mäßig attraktiven Ruhestand geschickt hat, schwören nach wie vor Stein und Bein, dass die Sauerei nie und nimmer von den Ihrigen gemacht worden sein konnte. Man machte mit aller “gebotener Härte” alles um das sie ausgehalten habende Regime zu stützen, aber die eigene Bevölkerung zu morden wäre undenkbar gewesen.

    Das Temeschburger Szenarium gemahnt so gut wie 1 : 1 an ähnliche Szenarien überall auf der Welt wo gewisse Unmenschen ihr Unwesen trieben und unverändert treiben.

    Libyen, Ägypten, Syrien, Irak, Afghanistan, solange man sie nicht hochkant und mit Schimpf und Schande hinausgeworfen hat, auch Vietnam, usw.

    Recht deutlich wurden die Zusammenhänge sichtbar als man sich anschickte die Ukraine zu destabilisieren und dort willfährige Kreaturen als Statthalter zu etablieren. Welcher Art ausländischer “Spezialisten” dort am Majdan Massenmorde an der ukrainischen Bevölkerung verübte kam durchaus ans Tageslicht. Die Sache könnte als eine Wiederholung der Temeschburger Ereignisse von Dezember 1989 verstanden worden sein. An anderer Stelle setzte ich bereits einen sehr illustrativen entsprechenden Link. Gerne nochmals:

    http://www.haaretz.com/news/world/1.577114

    Warum soll nun gerade ein Stephani “besser” sein als alle Anderen? Er machte was er machen konnte und nahm was sich ihm anbot. Er selbst hatte ja kein Problem damit …

    Probleme haben nur all jene Dümmerlinge, die solchen Figuren tatsächlich glauben was die alles an Verdrehungen so von sich geben. Derartige Probleme sind allerdings systemimmanent, da das gesamte angelsächsische Dominanzsystem vorwiegend auf solchen Verdrehungen und Verharmlosungen basiert. Oder meinen Sie denn wirklich im Ernst, dass eine kinderlose mehrmals gewendete im bolschewistischen Moskau als kommunistische Agitatorin für die SED ausgebildete und auch für diese Schandpartei gearbeitet habende Pastorentochter namens Angela Merkel sonst je in das Amt, welches sie derzeit “dekoriert”, gehievt worden wäre?

    Dennoch, es zeichnet Sie aus, dass Sie sich der Mühe unterziehen hier vieles transparent zu machen versuchen. Ob das wirklich jemand aufmerksam durchliest und ob da wer in dem von Ihnen wohl beabsichtigten Sinne regiert? Nach bisherigen Resonanzen auf diesem skurrilen Blog zu schließen ist das leider zu bezweifeln …

    So wie das aussieht, scheinen sich hier vorwiegend ekle widerwärtig tranige Systemschreiberling sowie unbedarfte Einfältige zu tummeln. Was gewitzt und versiert zu sein scheint dürfte sich entweder gar nicht hierher „verirrt“ oder sich rasch wieder entfernt haben oder ist einfach bloß „in Deckung“ und beobachtet still. Es ist Ihnen zu wünschen, dass es Ihnen gelingen könnte diese „in Deckung Befindlichen“ mit Ihren interessanten Ausführungen gut anzusprechen. Wahrnehmbare Resonanz werden Sie allerdings keine bekommen, wie das hier so üblich sein dürfte …

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