Sprengmeister oder Brueckenbauer? Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und ihre Vorsitzenden (I.)

Kleiner Einblick in die Geschichte der Landsmannschaft (LM) der Siebenbürger Sachsen, heute Verband der Siebenbürger Sachsen unter der besonderen Berücksichtigung der Vorsitzenden

Ein persönlicher Bericht (von Lutz Connert)
Teil I

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Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle kurz auf die Entstehung und die Geschichte der LM hinweisen. Es scheint so zu sein, dass da viel Unwissen, aber auch viel Verdrängung vorhanden ist. Es geht mir hier nicht um Daten und Zahlen, noch nicht mal so sehr um Namen. Letztere Informationen kann man sich aus dem Netz holen. Mir geht’s um das, was nicht so leicht im Netz zu finden ist. Es geht mir darum, darüber zu berichten, wer die Männer waren, die die LM gründeten und was sie damit bezweckten, welchen ideologischen und politischen Hintergrund sie hatten. Und darum, dass die LM bis heute diese Gründungszeit und die Gründungsväter eher glorifizieren als kritisch damit umgehen.

Dann werden auch unsere härtesten Kritiker sehen, warum unsere Haltung zur LM so ist wie sie ist. Es sei denn, ich renne offene Türen ein und der Leser wird die Dinge alle schon wissen. Und trotzdem zur LM und ihrer Geschichte stehen. Ja, dann liegen Welten zwischen uns, ihr braunes Pack. Und dann gibt es noch die Speziellen: das sind die, die alles gut finden, egal, die den Blick zurück im Zorn und sowieso jeden Zorn vermeiden, die lauwarmen halt. Die ignorieren wir noch nicht mal, gell?

Nicht ignorieren tue ich die Zeit insbesondere ab 1848, Schwerpunkt ab 1933. Keine heldenhafte Zeit, wie uns manche das glauben lassen wollen. Ist man ein Nestbeschmutzer wenn man darauf hinweist? Sind wir keine guten Sachsen deshalb? Ich weiß, ich brauche mich nicht zu rechtfertigen. Bzw. ich denke nicht daran. Tue es auch mit dieser Schrift keineswegs. Ich weise auf die Schuld hin, die wir alle auf uns geladen haben, die Schuld im Sinne der berühmten Jaspers’ schen Schrift (Karl Jaspers: Die Schuldfrage). Und ich schreibe das, weil ich mich ungerne von denen beschimpfen lasse, die wie ich Schuld auf sich geladen haben. Ich tue was seit 1999 IN SIEBENBÜRGEN um ein Teil dieser Schuld abzuarbeiten, lieber Held und Ritter aus dem Burzenland und viele andere. „Lieber Nestbeschmutzer als Hosenscheisser“, sage ich da nur. Sie sehen, meinen Humor habe ich behalten und lasse ihn mir nicht nehmen, Max, Helmut und Dieter.

Es ist eine Binsenweisheit, dass der Blick nach vorn nur gewinnbringend gelingt, wenn man den Blick zurück wagt. Und trotzdem gibt es beim Rückblick so viele Zauderer. Die zeigen dann lieber mit dem Finger auf andere, obwohl dabei die anderen vier Finger der eigenen Hand auf einen selber zeigen. Wir wagen also den Blick zurück und zwar im Zorn. Es soll diese kein nodum in scirpo quaerere („Stengelknoten auch an der Binse suchen“, „sa cauti nod în papura“) sein, da man da ja an einer simplen Feststellung herumdeutelt. Knoten gibt’s zuhauf.

Den ersten dicken Knoten sehe ich in unserer LM-Geschichte in der Person von Heinrich Zillich (1898-1988). Aus Brenndorf im Burzenland stammend, lebte er als äußerst erfolgreicher Schriftsteller (Millionenauflagen seiner Bücher) seit den 30-er Jahren in Bayern. Ein eingefleischter Nazi, Antisemit und Holocaustleugner, bis zuletzt. Man kann ihn ruhig als Chefideologen der LM bezeichnen. Wesentlich sein Beitrag für die Siebenbürgische Zeitung, ohne ihn lief da nichts, auch während der Zeit der Schriftleitung durch Hans Bergel; von 1970 bis 1989 war der Schriftleiter der “Siebenbürgischen Zeitung”.

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Heinrich ZIllich, 1938

Hier die anderen bisherigen Bundesvorsitzenden

  • 1949-1952 Fritz Heinz Reimesch

Reimesch, ein deutscher, stramm rechts stehender Schriftsteller (schon vor 1933 nach Deutschland gegangen), geboren in Kronstadt 1892, gest. 1958 in Bayreuth, Mitbegründer der LM 1949. Bezeichnend: letzte Publikationen von ihm 1944

  • 1952-1959 Heinrich Zillich
  • 1959-1977 Erhard Plesch, (1910-1977) Amtszeit 18 Jahre!!! Der zweite Knoten! Rechtsanwalt, geb. in Sächsisch – Reen, (Reghin), Siebenbürgen, Schatzmeister der SS-dominierten “Volksgruppe der Deutschen in Rumänien” (1940-1944), nach Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion in Deutschland lebend.

          1977-1983 Wilhelm Bruckner (1921-2008) , der dritte Knoten! Dr. phil., Germanist und Gymnasiallehrer, seit 1945 in Deutschland, heute Ehrenvorsitzender der LM

  • 1983-1989 Wolfgang Bonfert, der vierte Knoten.Geb. 1930 in Bukarest, seit 1940 in Deutschland, Dr. med. vet., Ministerialrat a. D. Sohn des rabiaten siebenbürgischen Nazis Alfred Bonfert, der zusammen mit Fritz Fabritius von Hitler 1940 nach Deutschland beordert wurde
  • 1989-1992 Dankwart Reissenberger (1921-2004), der fünfte Knoten. Seit 1945 in Deutschland, Presse- und Fernsehjournalist, ehemals Pressereferent der Deutschen Volksgruppe in Siebenbürgen, geb. in Hermannstadt

Einschub 1
Mit Reissenberger
geht scheinbar eine Ära zu Ende. Die Gründerväter und bisherigen Vorsitzenden sind allesamt als politisch rechts stehend zu bezeichnen, bzw. haben so einen persönlichen Hintergrund. Darüber hinaus haben sie allesamt keine Lebenserfahrung aus einer kommunistischen Diktatur. Plesch kann als der Vater der Idee, bzw. als der Aktivator angesehen werden, der zu Folge man die Aussiedlung aus Siebenbürgen mit Geld vorantreiben muss. Kürzlich tauchte ja im Netz das Kurzinterview auf, das Plesch dem rumänischen TV gab, anlässlich seines Besuch bei Ceausescu, eine schleimende Ergebenheitsadresse in schlechtem Rumänisch an die Adresse des Diktators und das rumänische Volk.

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Helmut Schmidt während der Begegnung mit Nicolae Ceaușescu am 6.-7. Januar 1978. (Quelle: Wikipedia)

Uns war in Siebenbürgen nach dem Krieg bekannt, zumindest denen, die den kirchlichen Kreisen nahestanden, dass die LM-Führung ausschließlich aus abgehauenen Nazis bestand. Sie wussten, was ihnen im kommunistischen Rumänien geblüht hätte (schließlich waren ja auch Todesurteile ausgesprochen worden). Unser inneres Gefühl war, dass die Verursacher des Schlammassels, in dem man sich nach der Deportation und der Enteignung befand, uns in dem Dreck haben sitzen lassen. Wir wussten, dass die Aussiedlung forciert wurde und waren, wenn auch halbherzig, teilweise dafür. Ich erwähnte die kirchlichen Kreise deshalb, weil ja Schreiben von Zillich an Bischof Müller bekannt sind (auch hier bei FB publiziert), in denen Zillich den Bischof auffordert, seine Zurückhaltung bzgl. der Aussiedlung aufzugeben.

Zur Motivation der Landsmannschaftsführung: Diese lässt sich nur z. T. aus der deutsch-nationalistischen Haltung erklären („wir wollen dass unsere Brüder und Schwestern als Deutsche unter Deutschen leben sollen“). Vielleicht ist die Erklärung auch in einer typischen Funktionärshaltung zu suchen, wonach ein Funktionär nur dann erfolgreich ist, wenn er die Mitgliederzahl seines Vereins mehrt. Das ist aber, auch nach dem Massenexodus 1990 nicht eingetreten, ja, der Schwund ist ja, wie man weiß, bis heute dramatisch. Dass sich die Funktionäre einen materiellen Vorteil aus der ganzen Sache versprachen, lässt sich zwar unterstellen, Beweise gibt es dafür nicht.

Tatsache ist, dass die Funktionäre der LM sozusagen betriebsblind waren: man sah nur den eigentlichen Zuzug der Landsleute, aber den materiellen und den seelischen Schaden, den Untergang einer Kultur, einer Ethnie , das alles hat man verdrängt. Insofern sind auch die Verhandlungen des Dr. Hüsch als gescheitert anzusehen. Hat man doch nie darüber verhandelt, dass alle materiellen und kulturellen Werte der Ethnie der Siebenbürger Sachsen da blieben. Deshalb ist ja auch das Thema der Restitution heute von so großer Bedeutung. In einem bespiellosen Rausch stand nur das „weg, weg von hier“ im Vordergrund. So gesehen kann man nur daraus schließen, dass für die Initiatoren, die Befürworter der Umsiedlung materielle Vorteile rauspringen sollten. Mal ganz abgesehen davon, dass diese ethnische Säuberung mit kommerziellem Hintergrund ja stark an die gleiche Politik der Nazis oder auch von Antonescu (Umsiedlung der Juden nach Transnistrien) erinnert. Und in all diesen Fällen stand u. a. auch ein kommerzieller Erfolg dahinter. Hitler konnte ja diesen verdammten Krieg auch nur führen, weil immense konfiszierte Vermögen zur Verfügung standen. Und Antonescu genauso.

Genauso große Bedeutung wie die Lösung der Restitutionsfrage hat aber auch der Erhalt des kulturellen Erbes, der Siebenbürger Sachsen. Der Exodus hat doch zu einem barbarischen Ergebnis geführt, unwürdig einer Ethnie, die sich mal als Kulturträger des Abendlandes im wilden Osten darstellte und noch immer darstellt. Es war uns egal, was nach dem Exodus mit unseren Kirchen und Pfarrhäusern, mit den Bürger- und Bauernhäusern geschieht und es ist heute noch vielen egal. Eine barbarische Haltung fürwahr. Woraus besteht denn das Kulturerbe heute noch, als in diesen großartigen Gebäuden, mal ganz abgesehen von der Sprache, die es demnächst auch nur noch in dem immer noch nicht vollständigen Wörterbuch gibt?

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Illegal abgerissenes denkmalgeschuetztes ev. Pfarrhaus in Deutsch-Kreuz, Kreis Kronstadt, 2012

Noch etwas zu den Funktionären der LM: sie sind ja nicht die einzigen Akteure in diesem Trauerspiel sonder gleichen. Sie sind sozusagen die Speerspitze. Hinter ihnen standen eine ganze Reihe von „Ehemaligen“, die die Geschicke der LM mitführten. Ich will hier nur jemanden wie Robert Gassner erwähnen, man könnte hier eine ganz langer Reihe weiterer aufführen (Fritz Kloos, Wilhelm Staedel, Hans Mieskes, Dr. Hans Krauss, Erwin Neustädter u. v. m). Diese Leute müssen gewusst oder geahnt haben, dass sie in der nachmaligen Bundesrepublik unbehelligt leben konnten, ähnlich unbehelligt wie die rum. Legionäre, die Hitler abgezogen hatte und die bis heute in der Bundesrepublik leben, sofern sie nicht das Zeitliche gesegnet haben.

  • 1992-2007 Volker Dürr (geb. 1944 in Hermannstadt) Seit 1965 in Deutschland, Dipl. Ing. Architekt, RWTH Aachen, Bauamtsleiter. Bemerkenswert: der erste Vorsitzende mit Lebenszeit im kommunistischen Rumänien, ein klassischer Aussiedler, aber auch der erste Vorsitzende, der nach der Abwahl nicht Ehrenvorsitzender wurde. Fabritius hat öffentlich verkündet, er, Dürr, werde das auch nicht, das sei ein Beschluss des Vorstandes. Also im Groll geschieden, großes Geheimnis, es ist nichts rauszufinden, warum. Amtszeit 15 Jahre!!

Auszug
geb. 14. Mai 1965 in Agnetheln / Siebenbürgen), Prof. Univ. asociat (Universität Hermannstadt/Sibiu (Rumänien), Dr.; ist Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e. V. und Präsident der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen. (Demokratisches Forum der Deutschen in Siebenbürgen; Bundesverband der Siebenbürger Sachsen in Österreich, Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Kanada, Alliance of Transylvanian Saxons in the United States of America und Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e. V.)

Bemerkenswert: Als Präsident der weltweiten Föderation steht er also noch über dem Forum, sprich Klaus Johannis. Er ist Gründungsmitglied und Vizepräsident der Stiftung Bavaria-Romania für Soziale Assistenz in Rumänien. Bemerkenswert: Er ist also eng mit Michael Schmidt, Bavaria Automobile Bukarest verbandelt. Fabritius lehrt an den juristischen Fakultäten der Universität „Lucian Blaga“ sowie der Rumänisch-Deutschen Universität in Hermannstadt (Sibiu), wo er Ehrenmitglied im Großen Senat der Universität ist.
Link: www.fabritius.de

fabritius-schmidt2007
Bernd Fabritius und Michael Schmidt nach der Unterzeichnung eines Sponsoringvertrages

Auszug
Nach dem Besuch der Grundschule und des Brukenthalgymnasiums in Hermannstadt (Reifeprüfung). Umzug  zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern 1984 nach Bayern. Hier studierte er von 1985 bis 1988 Sozialverwaltung in München. Nach  Diplomabschluß (1988) wurde er vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit als Beamter in den Dienst des Freistaates Bayern übernommen und im Bereich der Landesversicherungsanstalt Oberbayern (LVA) eingesetzt.

Neben dieser Tätigkeit studierte er von 1988 bis 1991 Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München. Mit dem Abschluß dieses Studiums (1991) beendete er auch seine Tätigkeit bei der LVA Oberbayern und ließ sich als gerichtlich zugelassener Rentenberater (Sozialrechtsbeistand) nieder. Von 1991 bis 1994 Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig Maximilians Universität in München; I. Staatsexamen (Freischuss). Rechtsreferendar bei der Staatsanwaltschaft München und der Regierung von Oberbayern; Trainee bei Herranen Attorneys at Law, San Diego (USA), 1996  II. Staatsexamen. 2001-2003 Promotion zum Doktor der Rechte (Kooperationsverfahren der Universitäten Tübingen und Hermannstadt, Europäisches Verwaltungsprozessrecht; Magna Cum Laude).

Fabritius ist seit 1997 als Rechtsanwalt in München tätig und leitet eine Schwerpunktkanzlei für Sozialrecht. Er lehrt als Dozent mit Lehrauftrag für Prozessrecht an der Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen sowie als Prof. univ. asociat der Juristischen Fakultät der Universität Hermannstadt sowie der Deutsch-Rumänischen Universität für Rechtswissenschaften und Europäische Institutionen Hermannstadt. Bemerkenswert: Insgesamt Hochschulstudien von 1985 bis 1996 (neun Jahre!), dann aber erst 2003 Promotion und das in Hermannstadt

Einschub 2
Seit 1992 also ein scheinbarer Wandel
in der Führung der LM, die Nachkriegsgeneration ist nun dran. Allerdings ist nicht erkennbar, dass sich etwas an der Haltung des Vorstandes im Vergleich zu der Zeit vor 1992 geändert hat, außer dem massiven Mitgliederschwund, trotz der zahlenmäßig rasant angewachsenen Zahl der Aussiedler 1990 und 1991. Der Status der Aussiedler in Deutschland ist der gleiche wie vor 1989. Diese drückt sich auch in der immer wieder vom Vorstand zitierten „Brückenfunktion“ der LM aus, was bedeutet, dass der Status der jeweiligen Gruppen nicht geändert werden soll. Rückwanderung ist nicht vorgesehen.

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Sprengmeister statt Brueckenbauer?

Teil II folgt

Posted by at 19/04/2013
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16 Responses to Sprengmeister oder Brueckenbauer? Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und ihre Vorsitzenden (I.)

  1. Anonymous says:

    Lutz Connert kennt man als Verfasser belangloser kleiner Artikel im Presseorgan des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.
    In der Siebenbürgischen Zeitung vom 20. Dezember 2011 hat er den Text weiter unten geschrieben. Ende 2011 hat er also noch dazugehört, heute attackiert er den Verband. Seine obige Darstellung ist indiskutabel, einseitig und affektgeladen. Das passt sehr gut zur Kampagnenproduktionsarbeit des Neuen Weg.
    Liebe Freunde, so missgünstig äußern sich eigentlich nur zu kurz Gekommene, von Neidkomplexen Geplagte, Mitmenschen, die mit sich unzufrieden sind. Auch Lutz Connert hat in seinem Schrieb nichts Positives festhalten können, keine Leistungen, nur Negatives. Neuer Weg wohin, wozu? Gute Besserung!

    Kreisgruppe Düsseldorf

    Weihnachtsbasar

    Am 4. Dezember fand der traditionelle Weihnachtsbasar
    im Gerhart-Hauptmann-Haus in der
    Bismarckstraße in Düsseldorf unter der Beteiligung
    der Verbände von Aussiedlern und Vertriebenen
    statt. Auch die Kreisgruppe Düsseldorf
    des siebenbürgischen Verbandes nahm wie immer
    teil, dieses Jahr mit Kaffee, Schnittchen und
    Kuchen, einem Bücherstand sowie feinen Stickereien
    und Keramik.
    Viele fleißige Kreisgruppenmitglieder verhalfen
    dem Weihnachtsbasar zu einem einmaligen
    Glanz. Über 430 Besucher delektierten sich am
    Weihnachtsgebäck, das die Frauen gebacken hatten
    (Harlekin- und Greta-Garbo-Schnitten, Wespennester
    u.a.), und auch an herzhaften Broten
    mit „evangelischem Speck“ und Grammelbrotaufstrich.
    Die Gäste spendeten reichlich Geld für die Leckereien
    und zeigten großes Interesse an den
    Büchern, von denen einige verkauft wurden. Ein
    voller Erfolg, der hoffentlich auch in den nächsten
    Jahren weitergeht.
    Lutz Connert

  2. hosmok says:

    “Volker Dürr (geb. 1944 in Hermannstadt) Seit 1965 in Deutschland, Dipl. Ing. Architekt, RWTH Aachen, Bauamtsleiter. (…) der erste Vorsitzende, der nach der Abwahl nicht Ehrenvorsitzender wurde. Fabritius hat öffentlich verkündet, er, Dürr, werde das auch nicht, das sei ein Beschluss des Vorstandes. Also im Groll geschieden, großes Geheimnis, es ist nichts rauszufinden, warum. Amtszeit 15 Jahre!!”

    Das muss man verstehen: Auf der einen Seite gibt es hier große Aufregung, dass erst 23 Jahre nach der Wende in Rummänien eine Entschädigung für Russlanddeportierte auf den Weg gebracht wird und es kaum Fortschritte für Restitutionen gibt, und auf der anderen Seite wundert man sich, dass einer, der 15 Jahre in dieser Hinsicht nichts getan hat, nicht zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden ist!

    All das ist überhaupt kein Geheimnis; wer’s wissen will: Fabritius und Dürr haben beide für den Vorsitz im Verband kandidiert. Fabritius erhielt 75% der Stimmen und Dürr nach 15 Jahren 25%.

  3. Anonymous says:

    Fein! Da scheint wer zu versuchen die Popatradition wiederaufzunehmen und fortzusetzen …

    Popa kam bei den Siebenbürgersachsen im großen Schnitt betrachtet überaus minder gut an! Wollen wir dem Neuversuchenden eine bessere Akzeptanz wünschen!

    Historische – natürlich vorwiegend zeitgeschichtliche – Themen hier zu erörtern und zu diskutieren brächte möglicher Weise etwas!

    Auf den Landsmannschaftsseiten war das nur kurz nach der Installation von Fabritius eine Zeit lang möglich und wurde rasch abgedreht. Generell schlüge ich vor die Schandtaten der Nationalsozialisten aus siebenbürgersächsischer Sicht anzuprangern, aber deswegen nicht gleich die Propaganda der Holokaustindustrie zu rezitieren. Es kann und muss einen eigenständigen Weg zwischen diesen beiden – mir persönlich höchst widerwärtigen – Extremen geben!

    Was die Nationalsozialisten in Siebenbürgen verbrochen haben gehört ans Tageslicht gebracht. Insbesondere gehört hervorgehaben, dass ein Großteil der zahlenmäßigen Reduktion der Rumäniendeutschen auf das Konto der Nationalsozialisten zu schreiben ist. Damit meine ich keineswegs direkte Kriegsverluste sondern die “Aussiedlung” (für mich persönlich einer DER Unbegriffe, deswegen die Anführungszeichen, das war Deportation!) großer Teile der rumäniendeutschen Bevölkerung. Gar kein Zweifel daran! Warum sie das gemacht haben – zumindest die führenden Leuten von ihnen waren alles nur keine Volldeppen – sollte allerdings schon zumindest vermutet – besser möglichst exakt zu erforschen versucht – werden dürfen …

    Die Frage, ob es uns heute noch gelingen kann die sogenannte “Wahrheit” herauszufinden, vermag ich mich nicht zu beantworten zu getrauen.

    In meinen Mutmaßungen warum es im Nachkriegsrumänien nicht zur weitgehendsten Austreibung und Ermordung der deutschen Bevölkerung des Landes, ähnlich wie in allen anderen gleich gelagerten “kleinen Siegerstaaten”, sondern zu deren “Disziplinierung” in Sowjetkonzentrationslagern gekommen ist, versuchte ich die Thematik bereits anzureißen. Den Sonderfall Ungarn, der eine gewisse leichte Ähnlichkeit – rund ein Drittel bis knapp unter die Hälfte der zum Zeitpunkt des Kollapses der deutschen Militärmaschinerie noch in Ungarn befindlichen Ungarndeutschen durfte von der damaligen ungarischen Verwaltung nicht mehr aus dem Lande getrieben oder pauschal ohne nennenswertes Verfahren ermordet werden – zum rumänischen aufweist, habe ich kurz angerissen.

    All diese “braunen Unmenschen” – ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt – mussten ja ihre persönlichen Gründe und Motivationen für ihr tatsächlich gesetztes Verhalten haben! Nur persönliche Bereicherungsabsicht und Dummheit zu unterstellen heißt uns alle für blöd zu verkaufen …

    Mich stört es bis zum Gehtnichtmehr, dass es praktisch – bis hin zur Strafsanktion – verboten ist nach solchen Gründen und Motivationen zu forschen. Wer nicht die vorgegebene Meinung der von der Marketingabteilung der Holokaustindustrie unters Volk geworfenen “Weisheiten” wiederkäut wird unverzüglich mit der Faschismuskeule niedergeknüppelt! Jegliche ernsthafte zeitgeschichtliche Forschung wird dadurch verunmöglicht. Insistiert ein Verwegener, riskiert er im schlimmsten Falle auf Jahre hinaus eingelocht zu werden! Österreich weist aus solchen Gründen eine Anzahl von Justizflüchtlingen auf …

    Grundsätzlich: Nur wenn es uns gelingt uns sowohl von der Propaganda und dem “Abwehrsystem” sowohl der nationalsozialistischen Ära wie auch von den Ausflüssen der Holokaustindustrie abzukoppeln, kann ein “geistiger Neubeginn” denkmöglich sein.

    Jedes Wiederkäuen das sich als klar unterlegen und auf Sicht unbrauchbar erwiesen habenden nationalsozialistischen Humbugs (das war als in sich komplett unschlüssiges Zeugs jedem halbwegs Vernünftigen von allem Anfang an klar erkennbar, man denke nur an die keinerlei wissenschaftlichen Überprüfung standhaltende hanebüchene Definition des lächerliche nationalsozialistischen “Arier” Begriffs!) ist fruchtlose Zeitverschwendung!

    Dennoch sollte man das Kind jetzt nicht mitsamt dem Bade ausschütten und einfach nur pauschaliter alles und jedes aus der nationalsozialistischen Periode als “Ausgeburt der Hölle” darstellen und damit eine Art von “negativen sakralen Schutzmantel” um diese Ereignisse hängen, der jegliche ernsthafte AUTONOME Aufarbeitung verhindern soll und bislang auch überaus erfolgreich verhindert hat!

    Mir fallen auf Anhieb etliche in diesem Zusammenhang zu stellende Fragen mit Siebenbürgenbezug ein, deren Beantwortung ich nie zu schaffen vermochte.

    Ich weiß, all das ist überaus unbequem und verätzt die Meisten. Dennoch sollten ein paar Unentwegte langsam damit beginnen die siebenbürgische Zeitgeschichte neu zu erforschen. Nicht pauschal jeden der bei den Nationalsozialisten zu irgendeinem Zeitpunkt anstreifte als “Ausgeburt der Hölle” verstehen und somit zum “Unobjekt” umzuschustern mit dem sich zu befassen nur unter den von der Holokaustindustrie vorgegebenen Prämissen gestattet ist, wenn man solche “Unpersonen” nicht besser gleich totzuschweigen hat …

    Um es nicht zu lang werden zu lassen: Sollten sich einige Leute aus solchem “freien Gesichtswinkel” heraus zu einer Diskussion bereit finden, dann brächte das etwas. Das immer wieder nur Gleiche daherzuleiern ist für die Katz und wird keine verwertbaren Erkenntnisse bringen!

    Um da gleich ein wenig “Pfeffer” in eine Diskussion – hmm, ob da jemals eine entstehen könnte? – zu bringen, zwei Fragen, die ich nie beantwortet bekommen habe:

    1. Aus serbischen virtuellen Quellen – die inzwischen alle vom Netz sind, wie mir aufgefallen ist – entnahm ich, dass behauptet wurde, dass Arthur Phleps mit Geld, welches er im Operationsgebiet der von ihm kommandierten 7. Waffen-Schutzstaffel Division „gesammelt“ haben soll, für sich persönlich eine recht komfortables Haus („Villa“?/„Palast“?) in Kronstadt zu errichten begonnen haben soll. Das mag eine perfide serbische (wohl besser titobolschewistische) Propaganda sein, da mag was dran sein, aber wer weiß da was Konkretes darüber? Wo in Kronstadt hatten die Phlepsens etwas? Das müsste doch verifizierbar sein!

    2. Herr Peter Alexander Makkay, der später seinen Namen auf “Maffay” modifizierte, wuchs im gleichen Kronstadt angeblich in einer Wohnung auf, die sein Vater auf Grund eines Einweisungsscheines (repartitie) der Behörden bekommen haben soll. Makkays Vater dürfte damals noch recht jung gewesen sein. Man wird sich möglicher Weise daher eher mit Makkays Großvater auseinander zu setzen haben um die Hintergründe für diese Vorgangsweise verstehen zu können. Das “Pikante” an der Sache soll sein, dass das Haus zuvor von einer deutschen Familie konfisziert worden sein soll.

    An Hand dieser zwei Beispiele aus Kronstadt kann man viele auftretende Fragenmuster erahnen …

    Nochmals: Die Kernfrage wird und soll es auch sein ob wir – als “Deutschsprachige” – weiterhin aus unserem Gesicht ein Hinterteil machen lassen wollen, wie das die sinngemäße Übertragung eines mir gut gefallendem madjarischen Sprichworts ins Deutsche darstellt, wobei es wiederum völlig egal ist ob das eine nazibraunes Hinterteil oder ein sozirotes oder ein blauweißes sein mag, oder ob wir es riskieren irgendeinen gangbaren Weg zu beschreiten so etwas wie “Wahrheit” und “Wahrhaftigkeit” herauszufinden!

    Der nur mehr armselige und im Absterben befindliche siebenbürgerdeutsche Mikrokosmos könnte da vielleicht gar eine Vorbildwirkung für die gesamte deutsche Sphäre abgeben …

  4. sibi says:

    Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mehrheit der Sachsen ein anderes Weltbild haben als jenes, welches sich hier herauskristallisiert. In sofern ist es nachvollziehbar, wenn hier Leute auftauchen, die eine andere Meinung haben. Das es natürlich reichlich Menschen gibt, die Interesse daran haben, dass sich nichts ändert und dass ihre kleinen und großen Schweinereien nicht öffentlich werden, ist auch klar. Solche Leute müssen wir entlarven und klarmachen, wie sie der Gemeinschaft schaden. Ich erinnere mich an den Vertreter eine Saxonischen Stiftung, der hier – herbeigerufen von seinem verwöhnten Töchterlein – polternd Lügen und Verleumdungen lanciert hat… entgegen dem, was auf seiner eigenen Webseite für jedermann nachzulesen ist. Aber auch die Diskussion mit solchen Figuren sollte in einer Form geschehen, die dritten das Mitdiskutieren verleiden… sonst geht deren Rechnung auf!

  5. Anonymous says:

    Der konkrete von Ihnen angeschnittene Fall ist mir nicht bekannt. Ich bin kein Siebenbürger Sachse. Zwar kenne ich diese Volksgruppe von meinen Besuchen in siebenbürgersächsischen Dörfern zur Flickschusterzeit, aber ich habe persönlich keinen emotionellen Bezug zu Rumänien oder gar zu Siebenbürgen. Gerne unterhielt ich mich früher mit siebenbürgersächsischen Schutzstaffelfreiwilligen, die als ganz junge und unerfahrene Burschen mit völlig schwachsinniger und total verlogener Propaganda zumeist von siebenbürgersächsischen Lehrern und Pastoren in die Schutzstaffel gelockt worden sind.

    Der “Gipfel” solcher Art von Erleben war die Diskussion mit dem letzten noch ansprechbaren Überlebenden tschechischer Schutzstaffelfreiwilliger aus dem rumänischen Banat, wo es ein Deutschlehrer aus dem Arader Land (hmm, der lief auch in Rauchfangkehreruniform mit Pferderlreitstieferln – aber ohne Sporen – in der Botanik herum) geschafft hat aus einem der 6 “echten” tschechischen Dörfer im rumänischen Banat eine durchaus mit den Verhältnissen in deutschen Dörfern in Rumänien vergleichbare Anzahl von Schutzstaffelfreiwilligen zu rekrutieren.

    Tja, das Allerärgste: Der Typ war gar keine “Rassist” (ob “Faschist” weiß ich nicht, für mich gab es Faschisten nur in Italien, aber manche dürften eben mehr wissen als ich …) sondern ehelichte eine damals vielleicht flachsblond rotbäckig blauäugig gewesene tschechische “Untermenschin” mit der er ein gemeinsames Kind zeugte, mit dem ich mich – ebenso wie mit der Ehefrau dieses Rauchfangkehreruniformträgers und deren Schwester – übrigens der Einzigen, die noch Deutsch zu sprechen vermochte, die Tochter dürfte das nie gelernt und die Ehefrau bereits wieder völlig verlernt haben – vor einigen Jahren (wenn ich mich recht erinnere, war das im Sommer 2006) auch unterhalten habe.

    All diese Dinge sind in Wirklichkeit ungemein komplex und historisch überaus vielschichtig.

    So Bedarf und Interesse daran besteht, kann ich gerne mehr berichten. Allerdings gewann ich den Eindruck, dass man für einen komischen Spinner gehalten wird, versucht man die “Wahrheit” (tja, was ist das eigentlich?) darzulegen …

    Diese tschechischsprachigen Schutzstaffelfreiwilligen lernten fast alle erst in der Adolf Hitler Kaserne in Prag – wohin man sie zur Ausbildung abkommandiert hatte – soweit Deutsch zu verstehen, dass sie die Kommandos ihrer Vorgesetzten verstehen konnten.

    Ein anderes “provokantes Beispiel”: Wussten die siebenbürgersächsischen Soldaten der 7. Schutzstaffel Freiwilligen Gebirgs Division „Prinz Eugen“, dass sie mit dem Prinz Eugen Lied (das war das Divisionslied, man analysiere die 7. Strophe: „Prinz Eugen war sehr betrübet …“) einen praktizierenden Homosexuellen hoch sangen, der wohl Zeit seines Lebens nie eine Frau angerührt haben dürfte? Persönlich habe ich an sich keinerlei Problem, aber es entsprach halt so ganz und gar nicht dem damaligen homophoben Leitbild des herrschenden Regimes.

    Durch die schwachsinnige pauschal alles mit dem damaligen Regime in Zusammenhang Stehende als “so außerordentlich unmenschlich und in der Menschheitsgeschichte einmalig grausam” darstellende Propagandabild der derzeit Herrschenden ist es schwierig zu relativieren. Damit wird geschickt jede eingehende und vor allem wertfreie Forschung unterbunden! Wer dennoch wagt gegen den Stachel zu löcken, wird niedergemacht. Das geht bis zur Einkerkerung und möglicher Weise sogar physischen Liquidation. Viel dürfte sich diesbezüglich nicht geändert haben seit den nationalsozialistischen Zeiten , aber es wird heutzutage unzweifelhaft viel geschickter gemacht als damals …

    Auch die Homophobie der Nationalsozialisten hatte durchaus rationale Gründe. Wer weiß, dass die Schutzabteilung (ein paramilitärischer Verband, der im Vollausbau um die 1 1/2 Millionen Mann umfasste) eine reichlich “warme Angelegenheit” war, wird die dem innewohnende Problematik zur Kenntnis zu nehmen haben. Wird es in einer bewaffneten Formation (egal wie schwach bewaffnet die Schutzabteilung gewesen sein mag, die diente vorwiegend dem Schutz der Parteiveranstaltungen der Nationalsozialisten und war nicht zum militärischen Kampf gedacht) üblich sich Avancement durch artiges Popscherlhinhalten zu verschaffen, so kann so etwas leicht zur Auflösung der üblichen Strukturen einer zum Menschenumbringen gedachten Organisation führen. Das wussten die führenden Köpfe der nationalsozialistischen Bewegung unzweifelhaft und das mag zur hysterisch wirkenden Homophobie der Nationalsozialisten geführt haben. Frei nach der damaligen Diktion wie: “Arsch an die Wand, Röhm zieht durchs Land”, bzw. “Wer andern in die Hose greift, ist selbst ein Röhm”, usw., dürften die führenden Nationalsozialisten mit ihrer rabiaten Homophobie am ehesten noch versucht haben ihr eigenes Hinterteil (natürlich nur im übertragenen Sinne) in Sicherheit zu bringen.

    Dennoch: So unfreundlich und provokant sich all das auch lesen mag, es geht in Wirklichkeit darum herauszufinden warum intelligente wohlausgebildete Leute, wie siebenbürgersächsische Pastoren und Lehrer, sich bereit gefunden haben die schäbigen Bütteln der Nationalsozialisten abzugeben. Billig polemisch kann darauf geantwortet werden, dass sie gierig und blöd waren. Ich bin überzeugt davon, dass das nur bei einem vernachlässigbar kleinen Teil der Betroffenen wirklich so war. Es müssen Überlegungen auf Grund bestehender Verhältnisse gewesen sein, die sie derartig in Furcht versetzt haben, dass sie sich bereitgefunden haben einer an sich lächerlich blöden Ideologie zu dienen. Dass die nationalsozialistische Ideologie primitiv zusammengeschustertes schwachsinniges Zeugs war, dürfte wohl fast allen dieser teils gut bis teils sehr gut ausgebildeten Leute aufgefallen sein. Trotzdem ließen sie sich vor den Karren der Nationalsozialisten spannen und blieben damit voll im Dreck stecken!

    Es ist sehr schade, dass es so gut wie unmöglich zu sein scheint mit Nachkommen von Betroffenen (mit unmittelbar Betroffenen konnte ich mich bis in die 80er Jahre hinein noch unterhalten, dann wurde es – zumindest in Rumänien – überaus mühsam damit) sachlich und “investigativ” über diese interessante Thematik zu diskutieren. Erstens fehlt fast in jedem Fall das Wissen und auch das tiefere Interesse daran dieses sich anzueignen, und zweitens ist die Mauer der “Omerta” immer und überall!

    Schade!

  6. Anonymous says:

    Wollen die Leute, die diese Seite betreiben, wirklich etwas bewegen, dann sollten sie es wagen den Stil der nicht gewollten Organisationen dafür zu verwenden um das neue rumänische Restitutionsgesetz zu Fall zu bringen.

    Die Sache müsste sowohl in Rumänien als auch insbesondere in Deutschland, Österreich und Nordamerika angegangen werden. Es bedarf bei so einer Aktion u.a. permanenter “spontaner Aktionen“ gegen alles Rumänische in den wichtigsten Investitions- und Handelsländern mit dem Verweis auf die Rechtswidrigkeit dieser Art von Regelung.

    Nur durch jahrelange Stör- und Zerstörtätigkeit wird da noch etwas zu bewegen sein. Ebenso muss eine umfassende Dokumentation einsetzen, die allerdings das ziemlich lächerliche Selbstbetrachtungsbild – vor allem der Siebenbürgersachsen – gehörig ins Wanken bringen könnte. Das “offizielle Geschichtsbild” der Siebenbürgersachsen ist so was von verdreht, dass es ärger kaum gehen wird können.

  7. Horst David says:

    Dennoch gibt es m. M. nach ein objektives – tatsächliches – Geschichtsbild der Siebenbürger Sachsen: Sie leben weltweit zerstreut, “atomisiert”, und größtenteils losgelöst vom Atomkern “Siebenbürgen” (= Transilvanien), also ihrem einzigen Heimatland, Rumänien.

  8. Anonymous says:

    Das würde man aber als “geographisches Bild” bezeichnen …

  9. Horst David says:

    Oder als “photographisches Bild”, das wichtige Rückschlüsse auf die Realität zuläßt.

  10. Horst David says:

    … mit dem Ergebnis – Verdrehungen, wie Anonymous richtig diagnostiziert, und (noch) blickrichtungstrübende Verworrenheit …

  11. Alexander Eickhoff says:

    In die Interna und Geschichte der LM will ich mich nicht einmischen, ausser vieleichtfestzustellen das sich in Punkto unzureichende Vergangenheitsbewaeltigung viele Parallelen zu Entwicklungen in Deutschland finden lassen. Ich moechte also die Vergangenheit ruhen lassen, bzw sie aufzuarbeiten denen ueberlassen die involviert sind, und sei es aus Interesse.

    Was mich beschaeftigt wenn ich mich mit der LM beschaeftige, und mich interessiert nur was sie tut, nicht was sie tat, ist die Chuzpe mit der gleichzeitig eine Bild der saechsischen Kultur heraufbeschworen wird waehrend man es gleichzeitig mit Fuessen tritt.

    Ein Beispiel dieses unertraeglichen Umgangs mit Wahrheit, Kultur und ihrem Erbe ist nach wie vor Deutsch Kreuz. Zum zweiten Mal ein Haferlandfest dort, ein Treffen der Brueckenbauer, die allen weismachen wollen das die schlechte Andeutung einer Kopie den gleichen Wert habe wie das Original. Wer solcherart sich beweihraeuchert fuer Zerstoerung und Faelschung sollte sich schaemen die Worte Kulturerhalt und Traditionsbewahrung in den Mund zu nehmen.

    Ein LM Vorsitzender der das Deutschsein fuer sich reklamiert, ja sogar auf der Vertriebenenfahrkarte in den deutschen Bundestag eingerueckt ist, natuerlich fuer die Partei die die doppelte Staatsbuergerschaft am vehementesten ablehnt, aeusserst wenig in Sachen Restitution bewegt hat, oder gar Rueckwanderung, aber um, nach eigener Einlassung, seine wirtschaftlichen Belange besser vertreten zu koennen einen rumaenischen Pass beantragt und fuehrt, also fuer sich einen Sonderweg sucht.

    Solche Brueckenbauer, die alleine sich und ihr Fortkommen im Sinn haben, beschaedigen das noch vorhandene gute Ansehen der Deutschen in Rumaenien, das wichtigste Kapital der Deutschen, und Opfern ihre Glaubwuerdigkeit, die der von ihnen gefuehrten Vereine und das der ganzen Volksgruppe auf dem Altar des Eigennutzes.

    Dieses peinliche Bild allerdings, das sich so abzeichnet, steht in der unguten Tradition der im Artikel kritisierten “Vereinsgeschichte”, ener Geschichte der fortgesetzten Beugung von Wahrheit, von Klitterung und Profilneurosen.

    • Anonymous says:

      Wollen Sie nicht?
      Können Sie nicht?
      Getrauen Sie sich nicht?

      Die Vergangenheit ist doch so gut wie immer der Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart …

      Schauen Sie mal nach aus welchem Stall die angeheiratete Werbesfamilie eines Claus Iohannis stammt.

      Schauen Sie mal nach aus welchem Stall die ungarische Familienseite eines Herrn Peter Makkay stammt, der von den jetzigen “Machthabern” in der 7b Landsmannschaft zu einem “sächsischen Volksbarden” hochstilisiert wird, der allerdings in einem Siebenbürgerdeutschen konfiszierten Haus in Kronstadt aufgewachsen ist, wohin sich sein Vater vom damaligen Regime einweisen ließ.

      Schauen Sie einmal nach aus welchem Stall ein Ovidiu Ganţ stammt, dessen Vater ein strammer Diener des untergegangenen rumänischen Systems von Moskaus Gnaden war.

      So Sie sich echt der Mühe unterziehen derartiges zu explorieren, werden Sie gegenwärtig meist sehr rasch auf Strippenzieher stoßen, deren Eltern/Großeltern die Zeit des 2. Weltkrieges in Moskau “ausgesessen” haben und ab 1944 im Trosse der Sowjetarmee wieder in Rumänien aufgetaucht sind.

      Ob es den Siebenbürgersachsen frommen mag den braunen Teufel gegen den blauweißen Belzebuben auszutauschen, das versuchen Sie doch einmal zumindest für sich selbst zu beantworten. Hier eine Antwort zu schreiben werden Sie sich kaum getrauen und es wird Ihnen auch niemand zumuten …

  12. Vivtor says:

    Aus welchem “Stall” stammen Sie denn, Anonymous? Jetzt wollen wir hier aber Ihren edelsächsischen Stammbaum sehen, nur Mut.
    Es wäre übrigens ratsam, Sie hielten Ihr loses rassistisches Mundwerk.

  13. Abraham says:

    Ein gutes altes deutsches Sprichwort besagt: “Hochmut kommt vor dem Fall”. Das kennt obiger Anonymous, der sich über andere Ethnien derart verächtlich äußert, doch hoffentlich auch. Urteilt unser Herrgott dereinst nach unserer Nationalität, Mensch? Glauben Sie an einen deutschen Gott, der uns Deutschen gnädiger sein wird?
    Franz Grillparzer warnte einst vor dem Weg von der Humanität über die Nationalität zur Bestialität. Wer seine Mitmenschen nur nach ihrer Abstammung beurteilt und sich selbst erhaben über all jenen wähnt, disqualifiziert sich als Diskussionspartner.

  14. Anonymous says:

    … und in der Sache?

    Wer vermag das mustergültige siebenbürgersächische Familienleben eines Claus Iohannis zu beschreiben? Seine wohlerzogene siebenbürgersächsischsprachige Kinderschar hervorzuheben? Gleiches gilt inzuwischen für so viele, wenn nicht nahezu alle Sachsenwichtigmacher. Wie verhält sich das denn bei einem gewissen Bernd Fabritius?

    Ach ja, die “ungarischen” Großeltern eines Herrn Makkay wären da auch noch zu erwähnen. Kannte die wer?

    Wie sich das mit den Großeltern eines ach wie deutschen Herrn Ovidiu Ganţ verhält, das interessierte sicher auch sehr viele …

    Also, wenn schon “Vergangenheitsbewältigung”, dann bitte aber schon “ordentlich” und nach allen Seiten hin “offen und ehrlich”!

    Nur das braune Sachsengesock hier anzuprangern ist schlicht schofel und billigste Tiefschublade.

    Das müsste sogar dem allereinfältigsten Abrahamitismusgläubigen einsichtig sein können …

  15. Abraham says:

    Wieder nur deutschnationales Sekret. Geifer vom Ewiggestrigen SSandmann.

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