Sprengmeister oder Brückenbauer? Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und ihre Vorsitzenden (II.)

Kleiner Einblick in die Geschichte der Landsmannschaft (LM) der Siebenbürger Sachsen, heute Verband der Siebenbürger Sachsen unter der besonderen Berücksichtigung der Vorsitzenden

Ein persönlicher Bericht von Lutz Friedrich Connert –  Mediasch, April 2013
Teil II

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Logo des Verbandes der Siebenbürger-Sachsen in Deutschland

Hier nun Auszug aus einem Brief (der auf Facebook schon veröffentlicht worden ist), den ich Dr. Fabritius nach der Bundesversammlung (an der ich als Delegierter teilnahm) im Herbst 2011 zuschickte. Er enthielt die wesentlichen Kritikpunkte an der heutigen Verbandsarbeit:

  1. Mitgliederschwund des Verbandes: Zeichen der Integration, also Desinteresse an siebenbürgischen Themen oder Beweis mangelnder Verbandsarbeit?

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Der in den Tagungspapieren mit Grafiken eindrucksvoll dargestellte Mitgliederschwund ist dramatisch. Sie haben ihn, Herr Dr. Fabritius, seit vier Jahren in Ihrer Führungsfunktion mit zu verantworten. Angesichts des Führungsanspruches, den Sie vehement bei der Tagung dargestellt haben (nicht immer mit demokratischen, sondern eher mit autoritären Mitteln) ist es geradezu beschämend (für Sie natürlich), wie Sie sich aus dieser Verantwortung stehlen. Positiv gesehen, könnte der Mitgliederschwund  ein Zeichen einer vollzogenen und gewünschten Integration sein, was bei der nicht mehr in Siebenbürgen geborenen Generation auch mit Sicherheit der Fall ist. Die Delegierten haben von der Tagung erwartet, dass seitens des Verbandsvorsitzes aufgezeigt wird, wie man dem langsamen Sterben des Verbandes entgegen wirken kann.

Da ist nicht nur nichts geschehen, sondern man hat seitens der Verbandsführung das Thema nur am Rande diskutiert und hat die Verantwortung auf die Kreisgruppenebene geschoben, die damit, wie Sie wohl wissen, überfordert ist. Wie Sie selbst dargestellt haben (und das ist durch die hohe Zahl aller HOG – Mitglieder auch bewiesen),  ist die Zahl der in Deutschland lebender Siebenbürger Sachsen um ein vielfaches höher als die schwindende Zahl der Verbandsmitglieder.  Ihr mehr als vorsichtiges, ja ängstliches Taktieren bezüglich der Aufnahme des HOG – Verbandes in unseren Verband zeigt, dass sie auch da keine Strategie haben.

Eine Strategie sollte so aussehen, dass der Verband sich von den Themen, die bis 1989 akut waren, verabschiedet, da sich das Bild Europas ja wesentlich gewandelt hat. Waren die Hauptaufgaben bis zum Revolutionsjahr der Kampf für die Auswanderung, die Um- oder Aussiedlung (ja, die Emigration) und für die Rechte (Staatsbürgerschaft, Renten, Lastenausgleich)  in Deutschland (ob diese Politik richtig war, steht auf einem anderen Blatt, sie, die Politik hat aber erst den Untergang unseres Stammes beschleunigt, da das Gehen nicht das Bleiben gepredigt wurde), so sollte heute die Strategie eine andere sein, nämlich die Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes als Hauptaufgabe des Verbandes. Von dieser Strategie sieht man aber nichts.

Darauf komme ich noch zurück. Auch die Strategie, die Rechte der ausgewanderten Sachsen in Rumänien durchzusetzen hat sehr, sehr spät eingesetzt und trägt keinerlei Früchte bis jetzt. Wie man aus berufenem Munde erfahren kann, ist die Restitution und die Rentenfrage wegen der Deportation lediglich für die Verbliebenen geregelt. Dieser Kampf kann auch nicht die Hauptaufgabe des Verbandes sein, da die Anspruchheischenden uns dahinsterben; so hart das auch klingt, es ist leider wahr. Ihre Darstellungen zu diesem Thema sind leider, muss ich sagen, reiner Populismus.

Die Aufarbeitung der Vergangenheit im Nationalsozialismus und im Kommunismus und die Implikationen der Sachsen in die Politik dieser Zeit, wäre das zweite, derzeit nicht beackerte Betätigungsfeld des Verbandes. Somit komme ich zur zweiten These.

 

  1. Vertretungsanspruch: zwischen Anmaßung und Legitimation

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Aus der ersten These folgt die zweite: wie sieht es mit der Legimitation des Vorstandes und des Verbandes allgemein aus, hat der Verband die Sorgen und Nöte der Mitglieder wirklich erkannt? Oder ist die Tatsache, dass der Verband nur eine Minderheit vertritt, ein Beweis für die fehlende Legitimation? Auf dem Verbandstag sind Sie den Beweis schuldig geblieben für Ihre Behauptung, dass sie für alle Sachsen was tun, und haben die Nichtmitglieder als Mitläufer und Profiteure angeprangert. Damit wirbt man keine Neumitglieder, Herr Dr. Fabritius!

Damit schiebt man einen Keil in die Gemeinschaft und stellt innerhalb unserer Gemeinschaft ein Zweiklassensystem auf, einen Keil, der vermutlich genau in die Lücke passt zwischen denen die vor 1989 und denen die nach 1989 zu uns gekommen sind. Damit holt man die nach 1989 Ausgewanderten nicht ab. Dabei sind genau da die Unzufriedenen zu finden. Durch diese Menschen, die vermutlich die Mehrheit der Siebenbürger Sachsen in Deutschland bilden, sind Sie somit nicht legitimiert. Diese Menschen sind Migranten wie viele andere, da sie sich auch nicht mehr mit der Kultur und der Sprache der Deutschen identifizieren. Somit komme ich zur dritten These. 

  1. Emigration und Migrantenstatus:  Realität und Wunschvorstellungem1

An der Stelle während der Sitzung, als der Herr Krempels, unbeholfen zugegeben, Behauptungen aufstellte und Fragen stellte, sind Sie vollends ausgerastet! Eine Tatsache, die man von einem Vorsitzenden weiß Gott nicht nur nicht erwartet, sondern die man scharf kritisieren muss. Sie haben getobt! Es genügt nicht, dass wir nicht wollen, als Migranten dargestellt zu werden, man muss auch was dafür tun, von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht als solche angesehen zu werden. Insbesondere gilt das für die Landsleute, die der Verband eh nicht vertritt, weil sie spät, zu spät ausgewandert und keine Mitglieder des Verbandes sind.

Abgesehen davon, heißt diese Haltung, dass man damit die gesamte Literatur dazu schlichtweg als nicht existent betrachtet, also ignoriert (siehe insbesondere die Werke des Ehepaars Weber, aber auch einiger Diplomarbeiten und Dissertationen zu dem Thema), beziehungsweise, dass man sie nicht kennt. Dass die Spätaussiedlung keine Aussiedlung war, sondern dass eine Emigration, ist unbestritten, auch wenn sich das nicht mit Ihrer Wunschvorstellung deckt. Sie verschließen da schlichtweg die Augen vor der Realität, oder, und das ist keineswegs besser, Sie geben auch hier wieder populistische Parolen heraus.  Mit einer die Kultur lebendig erhaltenden Kulturpflege wäre das alles anderes. Somit komme ich zu These Vier.

  1. Volkstanz und Blasmusik: Bewahrung des Kulturerbes?vt1

Immer wieder ist der Leser der Siebenbürgischen Zeitung positiv überrascht, wenn er sieht, dass schon wieder aus der Feder eines Landsmannes ein Werk unter großen finanziellen Mühen des Autors erscheint, meistens sind es wunderbar geschriebene Lebenserinnerungen. Sie werden mit Mitteln der Autoren hergestellt, oft in Siebenbürgen gedruckt und vertrieben. Für den Verband sind scheinbar Kultur die Volkstanzgruppen und die Blasmusik, die Trachtenumzüge und die Bälle.

Eine Kulturpflege, die nur das pflegt, ist eine ärmliche Angelegenheit, schließt sie doch besonders das kollektive Gedächtnis, festgehalten in Literatur und unsere gebaute Wirklichkeit in Siebenbürgen vor allem völlig aus. Wo ist das Engagement für die Erinnerungsliteratur, für die Renovierung von Kirchenburgen? Oh, meine Phantasie ist grenzenlos, wenn ich daran denke, was man da so alles machen könnte, wenn man den Verband richtig führen würde. Zum Beispiel in dem man sich um das gebaute kulturelle Erbe, dass wir verantwortungslos dem Verfall überlassen haben, kümmert, auch wenn das den rumänischen Behörden und unseren zurückgebliebenen Landsleuten zunächst eventuell nicht passt. Damit bin ich bei der fünften These. 

  1. Zusammenarbeit mit den rumänischen Behörden: Liebedienerei  aus Harmoniebedürfnis oder Unvermögen?  p1

Zu Recht hat seinerzeit Herta Müller die Usancen der evangelischen Kirche zu Zeiten des Bischofs Albert Klein angeprangert, diese grenzelose Unterwerfung und dieses völlige Fehlen jeglichen Widerstandes. Erstaunlich (oder eben nicht) die Tatsache, wie vehement, unter seinem Niveau Paul Philippi den Standpunkt Alberts Klein verteidigt hat und noch viel erstaunlicher, dass die Siebenbürgische Zeitung Philippi die Möglichkeit gab, seine Häme über uns alle (den Ausgewanderten) zu gießen. War der Opportunismus des Verbandes zu weit gegangen? Nein, der Verband wollte damit zeigen, dass er die Haltung Kleins für richtig hielt und weiterhin halten wird.

Nicht anders, nur so kann man Ihr Vorgehen, Ihre Haltung im Umgang mit der rumänischen Regierung verstehen. Und Sie gehen damit noch weiter als sogar Philippi selbst, der sich in letzter Zeit mehrfach öffentlich mit den rumänischen Behörden angelegt hat. Das Harmoniebedürfnis der Siebenbürger Sachsen, die ständige, klaglose, völlige, andauernde Unterwerfung unter jeden politischen Herrn, unter jedes politische System (Hauptsache, man hatte Privilegien oder es passierte einem nichts, auch das reichte), hat Tradition und lässt uns daran zweifeln, ob unsere Vorfahren jemals den kämpferischen Geist hatten, den bestimmte Historiker uns vorzumachen beabsichtigen.  Nein, man stellt sich seit Jahren als Opfer dar, eine gute Methode um zu vertuschen, dass man Täter war. Damit bin ich bei These Nr. 6.

  1. Aufarbeitung der Vergangenheit oder Opportunismus und Verdrängung?
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Die fehlende Aufarbeitung, geprägt durch Verdrängung und Schweigen führt zum immer noch vorhandenen, schlechten, sprich politisch rechts stehenden Image in der bundesdeutschen Öffentlichkeit, auch wenn Sie das Thema, Herr Dr. Fabritius erstaunlicher Weise, auf der Tagung als erledigt ansahen. Es kann doch nicht sein, dass Sie nicht wissen, dass diese Öffentlichkeit es geschafft hat, dass das Kulturhaus in Drabenderhöhe nicht mehr Oberthhaus heißen darf. Wenn wir nicht offensiv mit den Themen umgehen, wird uns noch manches in dieser Richtung blühen. Und es wird sein Jahren nicht offensiv damit umgegangen.

Eine unendliche Geschichte ist das, die noch vor der Gründung der Landsmannschaft beginnt, die damals ein Sammelbecken alter siebenbürgischer Nazis und Holocaustleugnern vom Schlage Zillichs war. Niemals seitdem  hat sich die Landsmannschaft mit diesem Thema auseinandergesetzt, ja, der Opportunismus geht soweit, dass der Verband heute alleine mit seiner Meinung dasteht und selbstredend von paranoiden Gedanken geplagt ist von der Art: Allein gegen die Welt.

Leute vom Schlage Hans Bergels haben als willfährige Helfer von Zillich und Konsorten Essays und Nachrufe in die Welt gesetzt über unsere angeblich berühmten Söhne unseres Völkchens, die zum Himmel schreiende Unterlassungen enthalten, sobald es um scheinbar unserem Image schadende biografische Details dieser Männer geht: von Oberth über General Phleps bis zu  Zillich und Gassner u. s. w. Folgsam hat die Siebenbürgische Zeitung diese Dinge treu veröffentlicht. Inzwischen haben bundesdeutsche Ministerien und Großunternehmen und viele andere Institutionen ihre Vergangenheit aufgearbeitet, der Verband/die Landsmannschaft denkt nicht daran, solches zu tun. Damit sind wir bei der siebenten These.

  1. Verbandsarbeit: gelebte Demokratie oder Vereinsmeierei?veme1

Um es direkt und ohne Umschweife zu sagen: die Tagung vom vergangenen Wochenende, hatte nichts von einer demokratischen Veranstaltung, so, wie sie sein sollte, sondern sie ähnelte eher der Jahrestagung eines Brieftaubenzüchtervereins. Mal ganz abgesehen, dass der Wahlvorgang eine ganze Reihe von Formfehlern hatte. Sie beugten ja dann auch eventuellen Folgen durch Klagen gegen die Wahl vor, in dem Sie davor mit Beispielen warnten, Prozesse anzustrengen. Die Tatsache, dass sie die Kritiker eines der heikelsten Themen der Tagung, nämlich die Erhöhung der Beiträge am Ende der Veranstaltung mit einem Witz lächerlich machten, zeigt, was Sie persönlich vom Auditorium hielten.

Der Brief wurde beantwortet, die Antwort ist nichtssagend und nicht wert, veröffentlicht zu werden.

……………………………………………………….

Zusammenfassung

1949-1992: Die Zeit ist geprägt von den Bemühungen aller Vorsitzenden, die alle eine Verbindung direkt oder indirekt zur „glorreichen“ Volksgruppenzeit der 30-er Jahre hatten und alle noch vor 1945, teilweise weit vorher Siebenbürgen verlassen haben, geprägt also von den Bemühungen, alle Sachsen aus Siebenbürgen auszusiedeln, also Aufgabe der Ethnie, die nur in Siebenbürgen eine Überlebenschance gehabt hätte und somit Aufgabe des kulturellen und spirituellen Erbes, somit Fortführung der Nazipolitik, nämlich Umsiedlung großer Bevölkerungsgruppen.

1992-heute: Wenn auch eine neue Generation ans Ruder kommt, hat sich an der  generellen Politik nichts geändert. Bemerkenswert ist die „Stille“ im Netz über die Dürr’sche Periode und die Geheimniskrämerei um die Person Dürr und die vielfache Verflechtung von Fabritius mit rumänischer Politik und Wirtschaft vor dem Scheinargument der Brückenfunktion. Rückwanderung ist kein Thema, Erfolge in der Restitutionsfrage gleich null, Rententhema verfehlt.

2014 wird der Verband 65 Jahre alt werden, zu alt, er hat also das Rentenalter erreicht. Seine Existenzberechtigung hat er, falls er sie jemals hatte, seit  1989 nicht mehr; er hat damals seine Chance zur Neuausrichtung nicht wahrgenommen, auch nicht unter neuer Führung ab 1992, obwohl auf menschliche Lebensalter bezogen ein Neuanfang mit 40 noch möglich sein sollte. Vereine dieser Art sollten die Aufgabe haben, eine Ethnie am Leben zu halten, dieser Aufgabe ist entgegen gewirkt worden, und das nicht erst seit 1989.

Fazit: Der Verband sollte schleunigst aufgelöst werden. Er besteht nur noch, um das berufliche Fortkommen seiner Funktionäre zu sichern.

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Posted by at 23/04/2013
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20 Responses to Sprengmeister oder Brückenbauer? Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und ihre Vorsitzenden (II.)

  1. Andreas Müller says:

    Die Landsmannschaft und der Nachfolger-Verband haben ausgedient. Für Aufarbeit der Vergangenheit ist es noch zu früh, so lange noch Zeitzeugen der Nazi-Zeit und der Geist in ihren Ziehsöhnen weiterleben. Unsere Kinder werden wenn es sie überhaupt noch interessiert die Distanz haben. Bis dahin ist es sinnvoll, wenn viele und unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen veröffentlicht werden.
    Vor allem braucht es Leute welche die Verantwortlichen in der Kirche und Landsmannschaft in den Jahren 50-90 beschreiben. Bischof Albert Klein genießt noch immer einen Heiligenschein, der nicht verdient ist. Seine Nachwirkung ist zu groß und wird durch seine Nachkommen noch in ein verklärtes Licht gerückt. Wer traut sich von seinen Erfahrungen mit ihm zu schreiben?

  2. Andreas Müller says:

    Den ersten Bundesvorsitzenden kann man es nicht zum Vorwurf machen, dass sie nach den gemachten Erfahrungen an einen Fortbestand des sächsischen Volkes in Rumänien geglaubt haben.Enteignung, Deportation, Kriegsgefangenschaft sind nicht geeignet in die Zukunft eines zu glauben. Aber die Vorsitzenden nach 1990 sollten sich rechtfertigen, weshalb sie nichts in diese Richtung getan haben warum sie zugesehen haben wie alles den Bach runtergeht.

  3. Anonymous says:

    Erst wenn Nationalsozialismus und Holokaustindustrie (von deren wohldurchdachter exzellenter Strategie und Taktik sich die Siebenbürgersachsen so manch dickes Scheibchen absäbeln könnten und auch sollten) unter und von Siebenbürgersachsen auf gleicher Ebene behandelt werden können, wird es für die Siebenbürgersachsen möglich sein ihre jüngere Geschichte (ab dem Zerfall der Macht der aristokratischen Ungarn) zu erkennen und zu analysieren.

    Schwach, wie sie nun einmal waren und noch nahezu unglaublich schwächer inzwischen sind, gerieten sie wie Getreide in einer Mühle zwischen diese beiden Kräfte (wobei das mit der Holokaustindustrie nur symbolisch zu verstehen ist, eine deren vielen die Geschicke der Siebenbürgersachsen so nachhaltig beeinflussenden “Wurzeln” wirkte mutmaßlich einst von Moskau die Geschicke der Siebenbürger Sachsen bestimmend aus) und wurden zerrieben.

    Eine unsägliche Peinlichkeit, wie diese Herta Müller, als “Referenz” zu zitieren, kann jeglichen möglicherweise ansonsten diskutierbaren Denkansatz ins Gegenteil verkehren. Eine Herta Müller taugt allenfalls als Referenz für einen Mastdarmakrobatikkurs. Wie übrigens das gesamte salonrote Gesock ihrer “Banater Gruppe”!

    Diese Art von Leuten (und das nicht einmal, wenn diese Typen den durch den dreckigen Teppich durchsickernden Speichel leckend auf dem Bauch unter dem Teppich in die Kommunistische Partei gerutscht gekommen sein mögen) wollte nicht einmal die Flickschusterbagage als die Ihren haben oder gar anerkennen …

    • hans says:

      “den durch den dreckigen Teppich durchsickernden Speichel leckend (…)” – bitte sie etwas weniger vulgär zu formulieren, wenn’s genehm ist!
      danke!

  4. Anonymous says:

    Geistig-moralisch schockgefrostet, obiger Anonymous. Schade um die Zeitverschwendung, so ein Zeug überhaupt zu lesen. Das sind die Geister, die Lutz Connert rief!

  5. Anonymous says:

    Tja, untriger Anonymos, wohl ein verträumter Nostalgiker? Wo sind sie denn, die gläubig lutheranischen Siebenbürgersachsen mit einem Schüppel Kinder, die alle mit der siebenbürgersächsischen Variante der deutschen Sprache wohlvertraut und wohlerzogen “siebenbürgersächsisch positiv denkend” aufwachsen?

    In Deutschland? Echt? Na wo denn?

    In Bleschlund? wirklich? Vermag er Ort und ein paar Leute dort zu nennen?

    Vielleicht die “amestizierten” Kinder im Tal bei Malmkrog, deren Werbesmütter ganz offensichtlich größeres siebenbürgersächsisches Sprach- und Kulturverständnis aufzubringen vermögen als die allermeisten orientierungslos im Leben herumtaumelnden umerzogenen Siebenbürgersächsinnen irgendwo in der Diaspora?

    Eigene Kinder großziehende Siebenbürgersächsinnen wird er in Bleschlund wohl nicht einmal mit starker Laterne und übergroßer Lupe bewaffnet in noch irgendwie nennenswerter Anzahl aufzutreiben vermögen!

    Er gehe in sich, bessere sich, lüfte sein durch Umerziehungsbrei und von allerlei Seiten auf ihn zugekommene und von ihm brav und wohl umerzogen verinnerlichte “diversiune” beschädigtes Gehirn, er …

    Dann möge er weiterschreiben!

  6. Anonymous says:

    “Wo sind sie denn, die gläubig lutheranischen Siebenbürgersachsen mit einem Schüppel Kinder, die alle mit der siebenbürgersächsischen Variante der deutschen Sprache wohlvertraut und wohlerzogen “siebenbürgersächsisch positiv denkend” aufwachsen?”

    Eben das meinte ich mit “geistig-moralisch schockgefrostet”.
    Unsere Gesellschaften entwickeln sich im Zeitalter der Globalisierung rasend schnell. Wer so ein verstaubtes rückwärtsgewandtes Menschenbild hegt und pflegt, der hat von soziokulturellen Entwicklungsprozessen insbesondere in unserem 21. Jahrhundert (blicken Sie nur mal auf den Jahreskalender, verehrter Mensch) keinen blassen Schimmer. Sie sind einer völlig unrealistischen “Idealvorstellung” verhaftet, die Sie vielleicht gerade noch bei Urwaldstämmen im Amazonas oder bei Amish People wiederfinden können.

    Was Sie Wikipedia lehren kann:

    “Die Amischen (englisch Amish [‘aːmɪʃ]) sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft. Sie haben ihre Wurzeln in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas. Im Jahre 1693 spalteten sich die Amischen von der Gruppe der Mennoniten ab. Im Jahr 2010 lebten sie in 28 Staaten der Vereinigten Staaten sowie im kanadischen Ontario in 427 Siedlungen und 1826 Gemeindedistrikten.[1]
    Amische führen ein stark im Agrarbereich verwurzeltes Leben und sind bekannt dafür, dass sie viele Seiten des technischen Fortschritts ablehnen und Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung akzeptieren. Die Amischen legen großen Wert auf eine heterosexuelle Familie mit klar vorgegebenen Geschlechtsrollen,[2] Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Wie andere täuferische Kirchen praktizieren die Amischen ausschließlich die Bekenntnistaufe und lehnen entsprechend der Bergpredigt Gewalt und das Schwören von Eiden ab. Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Deutschschweizern ab und sprechen untereinander meist Pennsylvaniadeutsch.”

    Die Zeit bleibt nicht stehen. Sie sind aus der Zeit gefallen, werter obiger Anonymous.

  7. Anonymous says:

    Lieber Anonymus!

    Wir erlebten die Implosion samt daraufolgendem Verschwinden des Sowjetregimes. Wir werden auch noch das Kollabieren der Pax Americana erleben. Irgendwann werden die amerikanischen Besatzungstruppen auch aus Deutschland verschwinden. Dann sollten wir weiterdiskutieren.

    Zu “Wikipedia” nur soviel: Wer sich auf so einen Holler beruft, dem ist einfach beim besten Willen nicht zu helfen, Sie ach wie “moderner” Mensch!

    Übriens: Sind Sie auch zu eigenem Denken fähig?

    • hans says:

      dem wiener anonymous (“szandman”) seine ueberlegungen sind so verquer nicht. was die holokaustindustrie betrifft, so wurde der begriff meines wissens von einem juedischen autor im gleichnamigen buch gepraegt – so dass das thema nicht als ideologisch vermint betrachtet werden und somit auch nicht umgangen werden muss. mittlerweile wird sogar das juedisch-sein der juden (in ethnischem sinne) von juedischen historikern in frage gestellt – und eher den heutigen palaestinensern(!!!) zugesprochen. die postpostmoderne, entmythologisierende geschichtsbetrachtung koennte folglich dereinst auch andere aspekte der juengeren juedischen geschichte neu beleuchten und bewerten.

      ob nach ende der pax americana etwas besseres kommt, (pax sino-americana?, arabica?), ist fraglich.

      die insistente wiederholung seiner ein und derselben thesen macht jedoch wiener anonymous angreifbar fuer personen, die seine meinungen und/oder seinen stil nicht teilen.

      h.

      • Anonymous says:

        Stimmt, den Terminus kupferte ich von Norman Finkelstein ab!

        Da mein Erzeuger unter polakischen Jídden in Wien aufgewachsen ist, verwendeten wir möglicher Weise weit mehr über das Jiddische – das ich als sehr originellen deutschen Dialekt mag – ins Wienerische eingesickerte hebräischstämmiges Sprachgut als es ansonsten zu dieser Zeit noch üblich gewesen sein dürfte.

        Mir fiel das nach einigen erstaunten Fragen von Leuten auf.

        Wahrscheinlich gab ich dieses Sprachgut sogar teilweise noch an meinen eigenen Nachwuchs weiter, wobei das bislang noch nicht so recht herausgekommen ist, da – warum soll es mir besser als den Siebenbürgersachsen gehen – der aktive Gebrauch von Wienerisch kategorisch verweigert wird …

        • sibianus says:

          hlw, du alter Jid, da treibst di rum! Schejn, wieder amol wos vun dir zu lesn! 😉

          • Anonymous says:

            .. nau do schaus´d her, des Udolein!

            Was macht Uljanik in Pula? Ääh, das K K. See-Arsenal Pola und die U-Bootflotte?

            Was treibt denn Dich auf diese Seite der im Dienste der uns permanent weiter umerziehenden Dominanz eifrig für „diversiune“ im Sinne und Auftrag der uns Beherrschenden Sorge Tragenden?

            Schön, dass´d noch unter den Lebenden verweilst!

            P.S. Das Trompetenmundstück aus Pula hab ich einst besorgt, aber da warst anscheinend auf „ewiger Tauchstation“ wie ein abgesoffenes Unterwasserschinakl. Das Ding geriet in all den Jahren irgendwo in Verstoß und ward nicht mehr gesichtet. Ka freid hosd g´hobt damit!

          • Anonymous says:

            P.S.: Das Mundstück hätte die Revanche sein sollen für Deine propere und vor allem der zeitgemäßen deutschen theologischen Terminologie entsprechenden Korrektur meiner Übersetzung des Textes der rumänischen Evangelikalen für deren Videoanimation zu ihrem damaligen Ausstellungsbeitrag sein. Was´d eh, fia an heidn, wia I ana bin, is so a hokn ka leachalschas! Jo mei, s´is schau ewig laung her …

          • Anonymous says:

            Letztes P.S.:

            Über die kreidsschiache Renate aus Botoschan, der Namensbase vun deijn mamaleben hast ma noch ima nix verraten, Du oida ganef!

            Bessa di !!!

        • sibianus says:

          Oj wej, hlw (reimt sich!) host mi ganz schiker gmocht mit deinen chassidisch-apologetischen Tiraden 🙂 … drückst du etwa so Wiederlesensfreude aus?
          Wie auch immer: auf das besagte Kornettomundstück des Obermaats von dem SMT Csepel (soll angeblich – egal was man do reingepustet hat, stets Fucik’sche Gassenhauer erzeugt haben) möchte ich ungern verzichten!
          Du hlw, ich hab so den leisen Verdacht, dass meine Beiträge hier nicht ganz dem (vielleicht doch unbeabsichtigten?) Ernst dieses Blogs gerecht werden … sollte ich mir darum Vorwürfe machen?
          Mit koscheren Grüßen vom Donauufer (allerdings etwas weiter flussaufwärts als Wean)!
          p.s. wir waren unlängst in Wien auf einer Museumstour (inkl. jüd. Museum – versteht sich von selbst

          • Anonymous says:

            … nau sowos! In dem damischn Museum is jo de Spira de nadschalnitschka. De schiache papade insriche rend ma beim eikaufn ofd iwan weg … Woasd a aum Morzin Platz? Tataleben is duat von de depadn vaun da gestapo eiglodn gwesn … A poa meta danebn is des Mueum des österreichischen Widerstands. Hosd da de witzkistn a vagund? De loschnbriada, denan eanan leid im 45 joa des obrende landl von de auserwötn obaloscheristn zua vawoitung iwagem wuan is, losn se de headsige gschichd vaun dem vafoign vaun dem oaman klan opfa landl duach de besn grosdeitschn und dem widastaund vaun den topfan demaugradn wos kostn. Des is ois a leachalschas, dea ned amoi gnua is damid a stingn kena dadad …

  8. Anonymous says:

    Njet, bin nur ein schlichter Siebenbürgersachse.

  9. Anonymous says:

    P.S.:

    Zum angeschnittenen Sinn oder Unsinn dieser Internetzpräsenz ist nur sehr schwer Position zu beziehen. So aus dem Bauch heraus beurteilt dient das Zeugs eindeutig der “diversiune”. Nur, was “erlaubt Publiziertes” dient dem nicht? Die durchaus gerechtfertigte Frage wäre was “unerlaubt Publiziertes” dient nicht der “diversiune”? Und vor allem: Wie stellt man das rasch und effizient fest? Schwierig, schwierig, …

    Stil und Technik, wie das hier gemacht wird, sind jedenfalls eindeutig. Aber siehe im Vorabsatz …

    Übrigens: In den letzten Jahren ist kaum noch ein Versuch wo konstruktiv und im “restaurativen Sinne” publizistisch zu agieren festzustellen gewesen.

    Bled schauma aus da wesch!

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