Schweiz: Nachbarschaften sollen ‘Neustart’ des Landes herbeifuehren

RO: O asociatie comunitara din Elvetia propune nici mai mult, nici mai putin decat un “restart” ecologic si social al oraselor si comunelor tarii, pe baza unei reoarganizari sociale la scara micro, in ‘vecinatati’ autoadministrate. …Zici ca au copiat modelul de autoorganizare al comunitatilor sasesti din Ardeal… 🙂
EN: A Swiss NGO makes an attempt to reorganise urban and rural life in the country based on sleforganised neighbothoods. This idea sounds moe than familiar to those who knew the neighborhood organisations of the Transylvanian Saxons in the past…

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Das hoert und liest sich aus siebenbuergisch-saechsischer, genauer gesagt schaessburgerischer Sicht durchaus vertraut an, was der eidgenoessische Verein Neustart Schweiz vorschlaegt: Dezentral organisierte, selbstverwaltete Einheiten (Nachbarschaften) von je cca. 500 Einwohnern sollen auf kommunaler Ebene nicht nur fuer eine neue Lebensqualitaet sondern in der Summe sogar fuer einen oekologischen und sozialen Umbau des Landes sorgen.

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Quelle: Neustart Schweiz >>>

Die Mitglieder einer Nachbarschaft helfen sich gegenseitig bei der Lebensmittelbeschaffung, -aufbewahrung und -verteilung aus landwirtschaftlichen/gaertnerischen (Klein)Betrieben aus der Region, in der schulischen Erziehung, bei der gemeinsamen Nutzung von diversen Geraetschaften und sonstigen Guetern, mit sozialen und anderweitigen Dienstleistungen. Im Zentrum einer Nachbarschaft, die als Verein verfasst ist, steht ein Nachbarschaftshaus (Mikrozentrum genannt), wo genannte Gueter und Dienstleistungen bezogen werden koennen. Freiwilligenarbeit der  Nachbarn soll dabei den Gemeinschaftsgeist staerken; der Staat soll aber bei der Einrichtung der geplanten 10 Pilot-Nachbarschaften landesweit mithelfen – so die Vorstellungen der Initiative.

Ob das Experiment gelingt, bleibt abzuwarten – angesichts der ausgepraegten Tradition der Selbstverwaltung, Subsidiaritaet und direkten Demokratie in der Schweiz steht dem jedoch kaum was im Wege.
Waeren die Siebenbuerger-Sachsen noch in groesserer Zahl in den Orten unseres Landes anwesend, so haetten nachbarschaftliche Strukturen laengst wieder eine wesentliche Stellung im gesellschaftlichen Leben inne – so  wie das bis zur Auswanderung ueber Jahrhunderte der Fall war. …Und koennten heute wegweisend fuer eine “Relokalisierung” des Alltagslebens in der ‘globalisierten Welt’ sein. Die aelteste Nachbarschaftssatzung Schaessburgs soll auf das Jahr 1526 zurueckgehen.

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Schaessburger Nachbarschaftszeichen, -satzungen, Mitgliederlisten (Austellungsobjekte im Museum der Klosterkirche Schaessburg)

 

Posted by at 11/07/2014
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2 Responses to Schweiz: Nachbarschaften sollen ‘Neustart’ des Landes herbeifuehren

  1. Peter says:

    Vielleicht sollten sich einfach auch in Siebenbürgen 500 Menschen zusammentun, egal welcher Etnizität, ein riesiges Stück Land kaufen und eine neue Nachbarschaft gründen. Hatt kurz vor meiner Abreise jemanden kennengelernt, der ähnliches im Sinn hatte. Muss den mal anschreiben und fragen, wie weit seine Pläne fortgeschritten sind.
    Von der Idee bin ich aber grundsätzlich begeistert!

    • hans says:

      es entstehen langsam dies art von oekodoerfern/”intentional communities”. die loesung bestuende aber eher darin, in bereits bestehenden ortschaften nachbarschaften einzurichten.

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