Schaessburg, ein Wintermaerchen

Hier einige Eindruecke von einem Sonntagsspaziergang ins Naturschutzgebiet “Breite” bei Schaessburg.

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Ausgangspunkt der Wanderung auf das Breite-Plateau oberhalb Schaessburgs: die Unterstadt mit dem typischen Postkartenblick auf die Oberstadt. Alles schoen und gut…

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Wer aber nur ein bisschen zurueckzoomt bzw. seine Touristenscheuklappen abnimmt, der sieht, dass das wahre  Schaessburg ganz anders aussieht. Rechts im Bild illegale Baustellen und ein Uraltrohbau der Sorte Neospaetstalinismus – und das alles mitten in der denkmalgeschuetzten Altstadt.

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Blick zurueck vom Waldrand in der “Liimkell” (Lehmgrube) auf die Randbezirke der Altstadt (Schaasergasse) samt Burgberg mit Bergkirche (winzig klein im Bild)

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Doerfliches Schaessburg in der Liimkell mit improvisierten Staellen und Haustieren im Hof

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Ausgangspunkt des Wanderweges auf die Breite.

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Nach 20 Minuten steilem Anstieg laeuft man auf einem schmalen Grat noch 5-10 Minuten durch den Wald geradeaus…

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…und fuettert nebenbei den hungrigen und zutraulichen Schaeferhund, so man etwas dabeihat.

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“Info”tafel auf dem beruehmten Eichenplateau “Breite”. Das Einzige was fehlt, ist die Internetadresse www.breite.ro, auf der man die Infos auch tatsaechlich finden kann…

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Die Schaessburger sind ueber die Sehenswuerdigkeiten der Breite scheinbar so gut informiert, dass diese zweite Infotafel folgerichtig demoliert wurde.

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Bis zum II. Weltkrieg wurde die Breite als Huteweide genutzt. Durch die Viehaltung auf der Breite entstand diese einzigartige Kulturlandschaft aus Hunderten uralten freistehenden Eichen. (Zwischen den Baeumen war genug Platz zum Weiden, unter den schattigen Baeumen genug zum Ausruhen der Tiere.)

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Die deutsche Wehrmacht wollte hier einen Flugplatz einrichten, die Sowjets saegten und transportierten einen Teil der Eichen im Rahmen von Reparationszahlungen ab…

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Die Kommunisten versuchten hier (vergebens) Mais anzubauen und die Nachwendekleptokraten planten einen Dracula-Freizeitpark zu errichten.

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Der Ort scheint auch heute noch viele negativen Energien anzuziehen…

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denn nicht wenige der Baumriesen wurden in der Vergangenheit – und Gegenwart – immer wieder angezuendet – letztens im Fruehjahr 2012, als man aus Gruenden der Effizienz gleich einen Grossbrand entfacht hat. Mit diesem Ergebnis

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und diesem

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und diesem

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Viele Eichen in Waldnaehe erliegen dem Verdraegungswettbewerb durch die Rot- und Weissbuchen, die ihnen das Licht rauben und sie so im wahrsten Sinne ersticken.

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So entstehen ueber die Jahrzehnte eichene “Elefantenfriedhoefe” am Waldrand.

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…wobei in den morschen Baumstuempfen schon laengst die Wuermer wuseln,, von denen sich wiederum die hier lebenden/nistenden Voegel ernaehren werden.

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Die Verwalter des Plateaus haben vor Jahren Eichensetzlinge angepfanzt und mit Drahtgitter zu schuetzen versucht.

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Ein Grossteil der Schutzzaeune wurden aber von den Schaf- und ZIegenherden – oder deren Hirten? – zerstoert, so dass die muehevolle Arbeit.

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Farbkleks im Winter: Hagebuttenstraeucher neben Eichenskelett

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Posted by at 13/01/2013
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