Leben, Sterben, Lieben. Gedanken zu einem YT-Film ueber Nahtod-Erfahrungen

nt11EN: A film on YT about near dead experiences teaches you that life is now and love is everything in life.
RO: Un film despre fenomenele traite de persoane in pragul mortii ne invata ca viata se petrece doar acum iar iubirea e totul in viata.

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Erst kam es mir vor wie ein etwas voyeuristischer Youtube-Film ueber die seit der Buchveroeffentlichung eines gewissen Dr. Raymond Moody wohlbekannten ausserkoerperlichen Lichterfahrungen  und Tunnelreisen von Menschen, die dem Tode buchstaeblich ins Auge gesehen hatten. Ab des zweiten Drittels brachte der Film “Les Misteres de la vie apres la mort” jedoch reihenweise faszinierende und persoenlich beruehrende Erkenntnisse, die den 82 minuten langen Streifen (mit rumaenischen Untertiteln) auf jeden Fall sehenswert machen.
(LINK s. unten)

Einerseits sind da die Erfahrungsberichte ehemaliger “Todeskandidaten”, die sich nach eigenen Angaben nach der ‘Reise durchs Licht’ vor einer Art Juengstem Gericht verantworten mussten – und zwar vor allem fuer ihre mangelnde Liebe im Umgang mit ihren Mitmenschen. Dann sind es die Berichte “gescheiterter” Selbstmoerder, die aufgrund der Grenzerfahrung den Wert des beinahe verspielten Lebens erst richtig zu schaetzen lernten.

Hinzu kommen drittens Parallelen zwischen den beschriebenen Zustaenden einer ort- und zeitlosen “universellen intuitiven Erkenntnis” und einer raeumlichen Mobilitaet des Bewusstseins, die viele ‘Rueckkehrer’ aus dem Hades beschrieben und Phaenomenen in der Quantenphysik, die es einem Teilchen (Proton) ermoeglichen sich gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten zu zeigen, ohne jedoch jemals im Zwischenraum zwischen diesen beiden Punkten ihres Aufleuchtens anwesend zu sein.

Andere Interviewpartner wiederum sprechen von der Erkenntnis, dass unsere guten oder boesen Gedanken Energiewellen gleich auf die lebendige Umwelt ein- und spaetestens waehrend des (Beinahe-)Sterbens sehr real auf uns zurueckwirken. Dann melden sich kurz ein paar buddhistische Monche zu Wort und erklaeren den ach so weisen Europaern, dass sie universelle Erfahrungen waehrend der Meditation zu machen im Stande sind. (Wie unterentwickelt oder gar verkrueppelt sind wir Abendlaender eigenltich gegenueber den Orientalen aus spiritueller/religioeser Sicht?)

Eine der wichtigsten Vermutungen, die im Film gueaussert wird, ist die, dass das Bewusstsein wohl nicht vom Gehirn “abgesondert” wird wie die Gallenfluessigkeit von der Leber, sondern unabhaengig von unserem Denkorgan existiert bzw. von diesem bloss wie von einem Fernsehgeraet und einer Antenne empfangen und abgebildet wird. Vieles spricht fuer diesen Erklaerungsansatz – moeglicherweise sogar mehr als fuer das “gehirnozentrische” Selbstbild des Menschen.

Wenige Minuten vor dem Filmende aeussert waehrend eines Fachkongresses zum Thema Nahtod der hollaendische Kardiologe Pim van Lommel noch einmal Tiefschuerfendes und gleichzeitig doch Banales: “Ich glaube und ich hoffe, dass in der naechsten Zeit die Wissenschaft die Forschungen zu den subjektiven Wahrnehmungen [der beinahe Toten] integrieren und das Konzept des “Feldes” akzeptieren wird, um zu verstehen, wie wir miteinander und mit der Natur auf diesem bedrohten Planeten verbunden sind.”

Einer der letzten Interviepartner spricht sogar davon, dass die Berichte ueber Nahtodphaenomene das [rationalistische] Paradigma des XX. Jahrhunderts sprengen koennten. Der Film endet nur scheinbar pathetisch mit den Aussagen von “Zurueckgekehrten”, die uebereinstimmend sagen, sie haetten aus ihrer Erfahrung der Todesnaehe eines gelernt und als Aufgabe verstanden: Dass sie hier und jetzt zu leben sollen – und ihre Naechsten zu lieben.

Zum Ausklang erklaert uns ein hinduistischer Mythos ueber den tiefen Fall des einst goettlichen Menschen kurz und knapp die menschliche Dramoedie quer durch alle Epochen: Da der Mensch seine goettlichen Kraefte missbrauchte, bestrafte ihn Gott damit, dass er des Menschen goettliche Natur im menschen Selbst versteckte, weil der Mensch auf seiner verzweifelten Suche danach lieber die Erde aufgraebt und das Meer durchforscht, anstatt in sich selbst nachzusehen.
…Und deshalb lieben manche Menschen Bergbauprojekte in Rumaenien und andere wiederum einen Tauchurlaub in Aegyten. Vielleicht helfen uns aber die beinahe Gestorbenen uns Lebenden, die Prioritaeten in unserem (gar nicht ) so selbstverstaendlichen Leben wieder neu zu setzen! W.z.b.w.

Posted by at 19/02/2014
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