Holzmafia in Rumaenien: Schweighofer kaufte Fabriksgrundstuecke mit Hilfe illegaler Gerichtsurteile

EN: The anticorruption authority DNA recommended the arrest of a judge, a prosecuror and a businessman who helped the wood processing company SCHWEIGHOFER to illegally buy up the land for its factory in Radauti/Suceava county.
RO: DNA propune arestarea preventiva a unui judecator, procuror si om de afaceri care au ‘facut rost’, prin 69(!) de hotarari judecatoresti ilegale de terenurile pt. fabrica de debitare a firmei SCHWEIGHOFER, din Radauti/SV.

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Die rumaenische Antikorruptionsbehoerde DNA empfahl in einem ‘Referat’ vom 23. 06. 2014 zwei Beamte – einen Richter, einen Leiter der Staatsanwaltschaft aus dem Kreis Suceava – und einen Geschaeftsmann in Untersuchungshaft zu nehmen. Ihnen wird vorgeworfen, ab 2005 mittels 69(!) illegal gefaellter Gerichtsbeschluesse und mittels erpresserischer Methoden cca. 41 Hektar Bauland in Radauti den rechtsmaessigen Besitzern/Erben abgeluchst und anschliessend der Firma s.c. Holzindustrie Schweighofer mit Sitz in Sebes (Muehlbach), Rumaenien zugeschanzt zu haben.
Auf selbigen Grundstuecken errichtete anschliessend der oesterreichische Holzverarbeiter ein Grosssaegewerk – mit einer Gesamtflaeche von cca. 50ha und einer Kapazitaet von 1,4 Millionen Festmetern pro Jahr.

Die Empfehlung von DNA erschien in einem Artikel des Enthuellungsportals stiripesurse.ro. Der 24 Seiten lange DNA-Bericht enthaelt eine schier endlose Auflistung von eklatanten Straftaten seitens der drei Verdaechtigen sowie mehrfache Hinweise darauf, dass die Straftaten auf Druck des Nutzniessers HS begangen worden sind.

Holzindustrie Schweighofer geniesst im Heimatland Oesterreich den Ruf des vorbildlichen, nachhaltig wirtschaftenden Holzverarbeitungsbetriebes. In Rumaenien steht der rumaenische Ableger der Firma jedoch seit Jahren landesweit in der Kritik wegen seiner staatlicherseits erworbenen Privilegien sowie wegen des massiven Aufkaufs hoechstwahrscheinlich illegal geschlagenen Holzes in den Westkarpaten (z.B. im Kreis Alba) sowie in den Kreisen Harghita und Covasna. Das Holz wird anschliessend in Form von Planken (mit minimalem lokal erzeugten Mehrwert) v.a. nach Ostasien exportiert. Sein Image bessert die Firma wie so viele Umweltzerstoerer in Rumaenien durch klassisches Greenwashing auf.

Im Kreis Covasna, nahe des Dorfes Rety/Reci, baut die Firma zur Zeit illegalerweise in neues Grosssaegewerk (ohne Umweltvertraeglichkeitspruefung) – politisch unterstuetzt vom “Paten” der regionalen Holzmafia, dem ehemaligen Foerster und nationalkommunistischen Apparatschik Mircea Dusa, gegenwaertig Verteidigungsminister Rumaeniens. Dem Bau gingen ebenfalls suspekte Grundstueckdeals mit einem mittlerweile strafrechtlich verfolgten Lokalpolitiker voraus. Gegen den Bau starteten mehrere Umweltorganisationen (Verein Bankwatch Romania, Verein Neuer Weg, Greenpeace Rumaenien) bisher zwei Verwaltungsgerichtsprozesse. Der erste Termin findet am 30. Juni in Bukarest statt.

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Grossinvestition auf ergaunerten Grundstuecken?: Das HS-Werk in Radauti. Quelle: schweighofer.ro

Posted by at 28/06/2014
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2 Responses to Holzmafia in Rumaenien: Schweighofer kaufte Fabriksgrundstuecke mit Hilfe illegaler Gerichtsurteile

  1. adrian says:

    VIELE RUMAENIEN WERDEN STARTEN,OETZILAND ZU HASSEN..ICH BIN EINER DAVON..EH NUR AUSBEUTER UND RAEUBER..FRUEHER HABEN DIE sIEBENBUERGEN AUSGEBEUTET,HEUTE GANZ RUMAENIEN..BIS EINES TAGES..

    • Anonymous says:

      … gehen Sie davon aus, dass das Meiste, das als “Österreichisch” apostrophiert wird, es in der Realität vielfach nicht sein dürfte.

      Da wird oft bloß ein österreichisches Feigenblat zur Abdeckung diverser Blößen vorgeschoben …

      Die Sache kann für die Österreicher schneller peinlich werden als so manche Unbedarfte sich das vorzustellen vermögen.

      Es gab einige sehr deutliche Winke mit dem Zaunpfahl !!! Die “gestohlene” Gewerkschaftsbank BAWAG, die Hypo Alpe Adria Bank, um nur 2 recht kostspielige “Winke” anzuführern. Der nächste vermutlich noch ungleich kostspieligere Wink könnte der österreichische Raiffeisensektor sein. Wenn der aus den Fugen gerät, was bei dessen Gestion keineswegs verwunderlich wäre, hat man doch z.B. über 300 Millionen € für ein Projekt eines gewissen Herrn Donald Trump in Toronto hingeblattelt, na die Österreicher haben´s ja, und von diesem Herrn Trump vorgeschobene Auserwählte aus Russland und der Ukraine haben den Zaster elegant eingesackt und die Depperln/Gauner von Raiffeisen haben das Geld abschreiben dürfen. Zahlen eh alles die blöden Österreicher …

      Im Land Österreich wir sogar eine der unfähigsten Richterinnen Justizministerin oder eine andere Type ähnlicher Beschaffenheit zumindest zur Bundespräsidentschaftskandidatin hochgejubelt, erledigt sie brav die – vor allem mediale – Drecksarbeit die wahren Hintergründe bei einem Alibigerichtsverfahren, bzw. einer Alibiuntersuchungkommission in diesen beiden erwähnten Fällen wohl zu verbergen.

      DA können sogar die allerkorruptesten rumänischen Gaunerpolitiker noch unendlich viel von österreichischen Verhältnissen lernen!

      Ob nun Schweighofer in Rumänien wirklich autonom für die eigene Tasche gaunert? Wer kann das wirklich beantworten? Ist er vielleicht gar bloß – wie das meiste “Österreichische” – ein vorgeschobenes Feigenblattl?

      Man erinnere sich an all das “Griechische” … Fuhr da nicht z.B. eine gewisse Patrasbank mit Großmachtattitüden in Rumänien ein? Was war an der nun wirklich “griechisch”? “Griechisch” sind allerdings die sehr großen Schulden, die an Griechenland hängen geblieben sind und das Land strangulieren!

      Den Österreichern könnte das auch schon bald ins Haus stehen!

      Was den BRDlern deren Hosenanzug, ist den Österreichern deren Maßanzug.

      In beiden ist nix drinnen! Die werden in beiden staatlichen Gebilden nur hingestellt um das Agieren Anderer zu kaschieren …

      Pikanterie am Rande: Ein gewisser Herr Tal Silberstein ist “medialer Chefberater” – natürlich für fürstliche Gage – des österreichischen Maßanzugs. Zwischen dem Manderl, das im österreichischen Maßanzug drinnen steckt, und dem in Kronstadt zur Verhaftung Ausgeschriebenen könnte eine gewisse Abstammungsähnlichkeit bestehen … Selbiger in Rumänien zur Verhaftung ausgeschriebene Herr wird gemeinsame mit den Herrn Shimon Shevez und Beny Steinmetz in Rumänien wegen schweren Betrugs gesucht und hat ein Kronstädter Gericht sogar so etwas wie einen Haftbefehl gegen dieses Trio erlassen.

      Nur ein Schelm, wer böse dabei denkt, dass es unverändert in dieser Sache keinen europäischen Haftbefehl gibt, der u.a. auch den österreichischen Maßanzug samt Freunderlwirtschaft wohl zwänge diesen famosen Herrn Silberstein nach Rumänien ins dortige Kittchen zu verfrachten.

      Der sich als integrer Wahrer der “Rechtstaatlichkeit” in Rumänien aufspielende Schwiegersohn des letzten Securitate Residenten Hermannstadts geht doch eh auf die Straßen Bukarests um für den “rumänischen Rechtstaat” zu demonstrieren, na was soll der arme Überforderte denn noch alles machen?

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