Historische Präsidentenwahl – oder: Mischi, Bernd und Klaus drehen das ganz große Rad in unserer Geschichte

Es steht eine Präsidentenwahl an, die historisch sein könnte, falls es Klaus Johannis (eigentlich Iohannis - in wahlpsychologisch entscheidender Renegaten-Schreibweise) ganz nach oben schafft ins Schloß Cotroceni der ehemaligen ‘deutschen’ Könige Rumäniens. Sollte er es schaffen, dann hat er das zumindest indirekt auch Michael Schmidt zu verdanken. Warum? Weil der ein naher Freund von Vasile Blaga ist (Johannis’ Partner im aktuellen ACL-Parteienbündnis), dem ehemaligen Innenminister seitens der PD-L, dem er (Michael Schmidt) 2008(?) eine Wohnung in Bukarest für bescheidene 860.000 Euro verkauft haben soll. Vasile Blaga wiederum war als Innenminister Rumäniens 2010 schon mal Sonntagsredner beim Sachsentreffen in Dinkelsbühl – seine dort gehaltene Rede gilt als “historisch” und den Sachsen gegenüber als ganz besonders freundlich. (Es ist rumänischerseits üblich geworden, in Dinkelsbühl den Wegzug der Sachsen aus Rumänien politisch korrekt und mit Imagegewinn zu beklagen…)

Spätstens dort hat er (Vasile Blaga) mit Sicherheit auch Dr. Bernd Fabritius, Vorsitzenden des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in DE, kennengelernt, dessen Nähe zu Michael Schmidt als Sponsor sächsischer Volkstanzgruppen während der Kulturhauptstadt Hermannstadt 2007 und nicht nur wohlbekannt ist. Hermannstadt wiederum ist gleich Klaus Johannis.

Michael Schmidt ist über den ehemaligen Chef des Auslandsgeheimdienstes SIE, Catalin Harnagea, mit dem er schon dubiose Autoverkäufe an den rumänischen Staat abgewickelt hat und außerdem eine gemeinsame Firma betreiben soll, bestens in die hiesige Schlapphutszene vernetzt. Ähnliches dürfte/müßte per Definition auch auf Klaus Johannis zutreffen, der familiär in diese Richtung Verbindungen haben soll. Und selbst wenn das nicht der Fall sein sollte (was eh irrelevant ist), dann wäre der Kontakt zum in Rumänien (scheinbar) allmächtigen SRI schon deswegen naheliegend, weil ein Klaus Johannis ohne deren Zustimmung und aktive Mithilfe nie und nimmer Bürgermeister seiner vor einigen Jahrzehnten mit Hilfe eben des Geheimdienstes, der Armee und der kommunistischen Partei  planwirtschaftlich zwangsrumänisierten (pardon) Stadt geworden wäre.

Michael Schmidt, der samt seiner nach ihm benannten Stiftung zufällig wohl?, in einer Luxusmillionenvilla in Aleea Primaverii residiert, dem “bonzigsten” aller früheren Bonzenviertel Bukarests (Ceausescu wohnte einst dort; die UNO hat eine Niederlassung ihrer Entwicklungsagentur UNDP in dieser gediegenen Prachtstraße im ruhigen Norden Bukarests unweit der Seenkette Herastrau-Floreasca) – ist geschäftlich wiederum engstens verbandelt mit UDMR-Urgestein Verestoy Attila, der für seine dubiosen Holzgeschäfte im großen Stil auch “Motorsäge Gottes” (Drujba lui Dumnezeu) genannt wird (hier ein ungarischsprachiger LINK zu Hintergrundinfos über V.A.).

Über Verstoy Attila aus Odorhellen, Doktor der Chemie und ehemaliger Forscher am wie auch immer genannten Institut für Chemie der Akademie der Wissenschaften in Bukarest geht in ungarischen Kreisen die urbane Legende um, er hätte seiner damaligen Chefin (das war so in den 1980ern) die Doktorarbeit geschrieben, worauf selbige ihn innig ins Herz und angeblich auch öfter in ihre Arme geschlossen haben soll. Die Dame hieß Elena Ceausescu. Trotzdem beliebt der Ceausescu-Intimus heute mit uns zu scherzen, da er sich als Securitate-Opfer und in Sachen Holzmafia als unbescholtene Jungfrau darzustellen weiß. Da lachen die Hühner ob so derber Verarschung…

Über Verestoy, Schmidt und Blaga gehen aber außer Märchensagen auch Zeitungsartikel um, die auf Ermittlungen der Antikorruptionsbehörde DNA basieren, wonach sie in einen ganz besonders schmatzig-schmutzigen balkankleptokratischen Deal um 113 Millionen Euro verwickelt sein sollen, der um 2008 hohe Wellen im ganzen Land schlug: Die Polizeioberbehörde IGPR kaufte damals 1800 Dacia Logan Polizeiwagen  für galaktische 78.000 Euro/Stück – etwa das Fünf- bis Zehnfache des Normalpreises (sowie 34 BMW 3er als Eskortenwagen für je 112.000 Euro) und soll laut Presse die Gelder über Firmen bezahlt haben, die Schmidt und Verestoy gehören. Mit im Boot bei diesem Deal: Vasile Blaga, in jenen Jahren unter Ministerpräsident Tariceanu als Innenminister und Regionalentwicklungsminister tätig; außerdem Serban Patriciu, Bruder des heuer ofiziell verstorbenen, gerüchteweise aber mit falscher Identität abgetauchten ehemaligen Öl-, Presse-, Politik- und Schmiergeldmagnaten Dinu Patriciu.

Es paßt übrigens nur zu gut ins Bild, daß  von Schmidt und Vertestoy bis Tariceanu, Blaga und Patriciu ALLE in der Automobil- und Erdölbranche in der obersten Liga aktiv sind/waren. Kein Wunder, daß  BMW-Fahrer Klaus Johannis schon seine bedingunsglos positive Einstellung zur Schiefergasförderung in Rumänien kundgetan hat. Das wird die amerikanischen Geschäfts- und Politikpartner ebenso freuen wie die Gasbosse vom vorwiegend staatlichen Betrieb ROMGAZ Mediasch im Einflußgebiet von Johannis, der letztes Jahr 40 Millionen Euro für die hoch umstrittene, extrem schlampig ausgeführte Suche nach (Schiefer)Gasresourcen im Kreis Hermannstadt und Mieresch an den bekennenden ehemaligen Securisten  Ovidiu Tender, den Verfolger von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, vergab.

Sie sehen das Leitmotiv des Geschäftsmodells dieser fossilen Bruderschaft: Staatliche Gelder über Auto- oder Energiedeals möglichst in private Taschen umlenken und damit Politiker und Medien kaufen oder aufbauen bzw. selbst ein Politiker und/oder Medienmogul werden. Von Michael Schmidt gesponsorter BMW-Fahrer ist außer Johannis auch Bernd Fabritius, war auch der evangelische Bischof eine Zeit lang und ist seit kurzem das Königshaus Rumäniens. Und (zumindest zeitweise) war es auch Peter Maffays Tabaluga-Stiftung in Radeln.

BMWs mag bestimmt auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der bei seinem Rumänienbesuch 2013 die Ehrendoktorwürde der Universität Lucian-Blaga in Johannisburg Hermannstadt erhielt. An selbiger Uni plagiierte schrieb sich Seehofers Partei- und Bundestagskollege Bernd Fabritius (CSU) 2003 erfolgreich zum Doktor der Rechtswissenschaften. Die Uni, so wird kolportiert (aber bisher nicht bewiesen), soll dem Plagiatsverdacht mehrfach – auch im Frühjahr 2014 nachgegangen sein – und die Arbeit von Fabritius für plagiatsfrei befunden haben. Michael Schmidt hat ganz passend dazu uneigennützig im September d.J. die Universität mit Lehrmaterialien und die Studenten mit Stipendien beglückt.
(Nachtrag 12. 11. 2014: Die Stipendien wurden nicht 2014 sondern 2013 verliehen. Die Lehrmaterialien gingen 2014 an das Zentrum für  Lehrerfortbildung ZfL. Entschuldigung für die Fehlinformation! H.H. Quelle: ADZ vom 17. 09. 2014)

Letzte Ideenschnipsel, die das Bild anreichern: Nachfolgerin in Blagas Amt als Regionalentwicklungsminister war seine damalige noch-PDL-Parteikollegin, später parteiinterne Konkurrentin und (angeblich sehr) intime Vertrauensperson von Präsident Basescu, Elena Udrea. Elena Udrea soll ihre Unterschrift unter die Finanzierungsverträge des “18-Kirchenburgen”-Renovierungsprojektes in Südsiebenbürgen erst auf Veranlassung von Basescu gesetzt haben, der wiederum von Angela Merkel telefonisch zum Abschluß ihres Rumänienbesuches während der Rückfahrt zum Flughafen auf Bitte von Ovidiu Gant (der fuhr in Angelas Auto mit) drum gebeten wurde. (Info stammt von Ovidiu Gant während seines Wahlkampfauftrittes in Schäßburg vor cca. 2 Jahren.) Elena Udrea war im Juli 2011 auch persönlich bei der promibesetzten Einweihungsfeier von Peter Maffays Kinderprojekt in Radeln anwesend.

Also: Kirchenburgenprojekt -> Deutsch-Kreuz -> Michael Schmidt -> Bernd Fabritius -> CSU/CDU -> PDL/ACL -> Europäische Volkspartei -> Merkel -> Basescu -> Udrea -> Radeln -> Peter Maffay -> Michael Schmidt -> etc. Alles ein großer Reigen. Nichts dagegen einzuwenden, wenn:
1. das Kirchenburgenprojekt in Deutsch-Kreuz und Meschendorf  nicht grandios in die Hos’ gegangen wäre,
2. wenn nicht der von Michael Schmidt veranlasste straflose Abriß des denkmalgeschützten Pfarrhauses Deutsch-Kreuz 2012 zwecks Neubau eines Pensionskomplexes erfolgt wäre,
3. und wenn das Kinderschutzprojekt in Radeln nicht mit dem erpresserischen Kauf des dortigen Pfarrhauses seitens der Tabaluga-Stiftung begonnen und in ein denkmalschützerisch extrem fragwürdiges, nach außen abgeschottetes Immobilienaufkaufprojekt zum Nachteil der Dorfbevölkerung umgewandelt worden wäre…

Schlußfolgerung 1: Das (Lenk)Rad, das BMW-Logo, die sächsischen, rumänischen und ungarischen Volkstänze, die Geldmünze und der Weg der Politik, des Schmiergeldes und des Lebens sind rund und kommen immer wieder an den Anfang zurück. Manchmal drehen sich diese runden Dinge dermaßen schnell, daß einem schwindlig wird und man abhebt wie Michael Schmidt vor zwei Jahren bei seinem feudalen Helikopterflug zusammen mit Peter Maffay von Deutschweißkirch nach Deutsch-Kreuz (Luftlinie cca. 10 km).
Schlußfolgerung 2: Durch ihre intensive, bisweilen sehr umtriebige, manchmal  brachial-korrupte, verlogen-manipulative Geschäfts- und Politikertätigkeit haben v.a. Michael Schmidt, Bernd Fabritius & Co. bewiesen, daß sie das Rüstzeug haben, um in Rumänien das ganz große Rad zu drehen. Sie haben das Wissen, die nötige internen und externen Erfahrungen und sektorenübergreifenden Kontakte erworben und ausgebaut, um eine erfolgreiche Lancierung und Einsetzung von Klaus Johannis als Staatspräsident vorzubereiten und diese auch erfolgreich umzusetzen.
Klaus Johannis könnte als weit(est)gehend glaubwürdige, nüchterne Politikerfigur mit besten Kontakten und der extrem seltenen Kompatibilität zum hochtoxischen Milieu oben genannter Geschäftsleute und Politiker für Rumänien, die Siebenbürger Sachsen, Siebenbürger Ungarn (über Verestoy) und die Siebenbürger Rumänen (Vasile Blaga) eine neue Integrationsgestalt werden, der Rumänien (und Siebenbürgen)  nicht nur wirtschaftlich nach vorne bringen kann/wird, sondern auch national-identitär aus dem XIX. Jahrhundert (Abschaffung des quasi-institutionalisierten Blut-und-Boden-Nationalismus) und verwaltungstechnisch aus dem frühen XX. Jahrhundert befreien kann (Stichwort Dezentralisierung, Regionalisierung).

Auf der Strecke bleiben mit ziemlicher Sicherheit: Naturschutz, Energiewende, Denkmalschutz, Korruptionsbekämpfung, Entmachtung der Securitategangs und der ihnen untergeordneten Resourcen-Kleptokratie – also fast alles (abgesehen von Wirtschaft und Konsum), was Rumänien tatsächlich mit dem heutigen Mitteleuropa synchronisiert. Der Grund: Außer der altbalkanischen, passiv-fatalistischen Identitätsstruktur der Merheitsbevölkerung v.a. in Altrumänien sind es das Selbstverständnis der oben genannten biznis-Eliten jeglicher (oft dörflich/kleinstädtisch-provinzieller) Herkunft und Couleur, die zwecks illegaler Resourcenaneignung und -ausbeutung im Akkord mit westlichen Partnerfirmen den Rechtsstaat strangulieren und den so wehrlos gemachten und durch Medienmüllkonsum benebelten Bürger ausnehmen (EON Gaz, Holzindustrie Schweighofer, Chevron, Prospectiuni S.A., RMGC, sonstige Offshore-Geldwasch-GmbHs). Am Ende von 10 Jahren Klaus Johannis an der Spitze unseres Landes wird Rumänien 2024 um mindestens 20 Jahre weitergekommen sein – also nach mitteleuropäischem Maßstab in etwa auf den gefühlten gesellschaftlichen Entwicklungstand des Jahres 2000… Das wäre aber auch schon etwas.

Zusammenfassung und Ausblick:
Wählt Johannis, denn sein Wahlsieg könnte eine historische Zäsur für Siebenbürgen, Rumänien und sogar den südosteuropäischen Raum werden (muß es aber nicht)! Dieser könnte längerfristig zu einer veritablen Wiedererweckung der Siebenbürger Sachsen führen  – in kompletter Umformatierung und Neuformierung aber immerhin… Sachsentum zweite Halbzeit, sozusagen. Auf zur nächsten 850-Jahre-Runde!
Ich einer werde Johannis nicht wählen – m
ein rumänischer Paß ist (zum Glück) abgelaufen.

wappen1
Potentielle Nutznießer auf lange Sicht der Präsidentschaftswahlen 2014: u.a. die heutigen und die zukünftigen Siebenbürger Sachsen – und obligatorisch ganz Siebenbürgen und idealerweise Rumänien als Ganzes.

12 Responses to Historische Präsidentenwahl – oder: Mischi, Bernd und Klaus drehen das ganz große Rad in unserer Geschichte

  1. Roser says:

    Hart – härter- Neuer Weg Artikel zur “Historischen Präsidentenwahl”

    Frage an Hans Hedrich :

    1.Dem Artikel nach hält Hans Hedrich den Kandidaten Klaus Johannis für fast so korrupt wie Victor Ponta .

    Stimmt das Hans ???

    2.Weiter stellt man fest das Hans Hedrich nicht den Kandidaten Klaus Johannis seine Stimme gibt bzw. geben würde .

    Wenn nicht Johannis wem dann ???

    Diese zwei Fragen sollten offen, klar und unmissverständlich von Hans Hedrich beantwortet werden. (Danke)

    • hans says:

      @ roser: vorsicht mißverständnis!

      1. bezeichne KJ nicht als korrupt, sehe ihn auch nicht so, stattdessen aber sehr kompatibel mit der korruptokratie, weswegen er diese nicht wirklich bekämpfen können wird (sagen kreise um monica macovei, ebenfalls präsidentschaftskandidatin). KJ sehe ich ehrlich als “weit(est)gehend glaubwürdige, nüchterne Politikerfigur”

      2. weil sich der aus meiner sicht optimale kandidat johannis fürs fracking entgegen aller menschenrechte (fall pungesti) ausgesprochen hat, wäre er v.a. aus diesem grund für mich keine option mehr gewesen. monica macovei (korruptionsbekämpferin) würde ich im ersten wahlgang meine stimme geben, wenn ich wählen würde. im 2. wahlgang, wenn es knapp würde zwischen KJ und ponta, würde ich schließlich auch johannis wählen, denn aus ähnlichen überlegungen habe ich schon mal 2000 zähneknirschend iliescu wählen müssen (damals beim konsulat in münchen), damit nicht vadim tudor drankommt. also wäre es sonderbar iliescu gewählt zu haben, nicht aber johannis.

      das problem in RO bleibt, daß die kandidaten mit wahlchancen mit rücksicht auf die extrem rertrograden bevölkerungen im ländlichen altrumänien nur mit programmen gewinnen können, die eigentlich schon längst überholt sind. dadurch hinkt rumänien ewig hinterher, anstatt vorne mitzumischen.

      KJs fossile grundeinstellung und neureiches geprotze mit gesponsorten BMWs ist im zeitalter von peak oil, frackingfieber, klimadesaster, plastikflut in den weltmeeren und von US-energiekonzernen angeheiztem ukrainekrieg extrem vorgestrig. diese haltung ähnelt der eines drogendealers, der die schüler auf dem zum drogenkonsum verleitet.

  2. Roser says:

    Abgeordneter Ovidiu Gant hat im rumänischen Parlament für das von Dan Voiculescu initierte Amnestiegesetz plädiert .

    Dr. Bern Fabritius MDB hat die Abstimmung von Ovidiu Gant seinerzeit vehement in der deutschen Presse verteidigt.

    Weiter hat Klaus Johannis zugegeben mit den Verbund der Siebenbürger Sachsen via Ovidiu Gant für die Absetzung von Präsident Traian Basescu im Jahr 2012 gestimmt zu haben. Klaus Johannis hat damit die Mafia um Dan Voiculescu und Victor Ponta favorisiert .

    Wo steht sein Arsch jetzt ? Bei Crin Antonescu und Vasile Blaga ??

    Diese Tatsachen werfen natürlich ein weiteres Licht auf die von Hans Hedrich genannten “ach so geraden” Siebenbürger Sachsen die Rumänien regieren wollen .

    • hans says:

      kenne die einzelheiten zu gant, fabritius, johannis diesbez. nicht. glaube es aber grundsätzlich, genauso wie ich auch das gegenteil davon glauben würde. warum? weil die rum. politik ein kontrastvoller reigen ein und derselben klepto- und mitomanen ist, die man mal von vorne udn dann wieder von hinten zu sehen bekommt, während sie an einem vorbeitanzen. zwischendurch versuchen eineige im publikum in den erigen einzutreten, müssen aber den tanzschritt der diebe und lügner annehmen, sonst stören sie den ablauf und fliegen raus. das große publikum steht aber meist beiseite und kiebitzt zu dem, was auf der bühne passiert. dieses ist der politisch-gesellschaftliche code auf dem balkan/im osten.

      die repräsentative demokratie wird hier verstanden und in szene gesetz als demokratie und menschenrehcte und wohlstand FÜR die repräsentanten des volkes und zu deren überwiegendem nutzen.

  3. Roser says:

    Werfen wir noch ein Auge auf die Umsetzung der bestehenden Restitutions- Gesetze unter Klaus Johannis , muß festgestellt werden das Sibiu in dieser Frage eine Hochburg von Korruption & Vetternwirtschaft ist.

    Bürgermeister Johannis weiß natürlich nichts um diese Problematik . Die enteigneten Siebenbürger Sachsen als auch die da ansässigen Rumänen schon .

    Ja dann -Sie haben die Wahl -liebe Wähler zwischen Pest und Cholera

    Victor Viorel Ponta und Klaus Werner Johannis

    • hans says:

      kenne nur wenige einzelheiten zur (nicht)restitution in hstdt., bin aber geneigt, obige sicht zu glauben.

      trotzdem ist KJ nicht die ‘cholera’. ponta dagegen schon viel eher die pest.

      KJ ist eher sowas wie eine neue entwicklungsstufe rumäniens, die seine korrupten kleptos zu initiieren versuchen. imn EU-rumänien des XXI. jhs. braucht es präsentable gesichter an vorderster front, um überhaupt noch ernstgenommen zu werden im staatenverbund. RO hat viele präsentsable personen, kein zweifel / von der kleptooligarchie toleriert und wählbar gemacht ist jedoch ein einziges der präsentablen gesichter: KJ. alle anderen (monica macovei) müssen draußen bleiben – nischenprodukte für die hoffnungslose minderheit tatsächlich europäisch strukturierter personen in (alt)rumänien.

  4. Roser says:

    Hans ,

    danke für die offerierten Positionen .

    Morgen wissen wir alle mehr über die politische Zukunft Rumäniens .

    Rechtsstaat oder Korruption ?
    Das ist hier die offene Frage die es an der Wahlurne zu beantworten gilt .
    Monica Macovei wäre die Beste Wahl gefolgt von Klaus Johannis als das geringere Übel .

    Victor Corupt Ponta wäre eine absolute Katastrophe !

  5. hans says:

    ein schwachpunkt von KJ ist eine bisher gerichtlich verzögerte und somit nicht geklärte inkompatibilitätsaffäre: http://www.revista22.ro/neam539ul-iohannis-treaba-romneasca–49181.html

  6. ossian says:

    1. “Verestoy” heißt Verestóy.
    2. Zitat aus Z. 2: “falls es Klaus Johannis (eigentlich Iohannis – in wahlpsychologisch entscheidender Renegaten-Schreibweise)”

    Die Sprechweise von einer “Renegaten-Schreibweise” verrät eine völkische Denkweise. Denn sie geht davon aus, zu wissen und vorschreiben zu können, wie denn der Name aus der “korrekten” deutschen Sicht geschrieben werden müsste. Damit wird das Recht des Individuums auf Selbstbestimmung, auf eigene Identität geleugnet – zugunsten einer postulierten (deutschen) Gemeinschaft, die man wie ein Renegat verrät, wenn man sich nicht an bestimmte Traditionen, Bräuche und Schreibweisen hält. “Ein deutsches/sächsisches Kind macht sowas nicht!” hießt es früher in erzkonservativen deutschen Familien. “Ein guter Sachse schreibt seinen Namen nicht rumänisiert, sonst wird er zum Renegaten!” heißt bei Hans Hedrich 2014.

Counter created by lite 1.4