Fall Albota/Martin Müller: Bauaufsicht Hermannstadt bestätigt Illegalität der Bauarbeiten

In seinem gestrigen Antwortschreiben bestaetigt die Bauaufsichtsbehörde IJC (Inspectoratul Judetean de Constructii) Hermannstadt, dass Martin Müller im Zeitraum 2005-2013(!) insgesamt 16(!) Bauten anfänglich ohne Baugenehmigungen/ Bebauungspläne errichtet hat, die er durch die Einholung von vier nachträglichen Baugenehmigungen im Eilverfahren “legalisiert” hat. Daraus schlussfolgert die Behörde andererseits jedoch, daß der Betrieb der Anlage in Albota zur Zeit legal läuft. (Siehe Absatz 2 des pdf-Dokumentes: LINK : Antwort IJC-Albota)

Wenn man bedenkt, daß die nur auf dem Papier “legalisierten” Bauten (v.a. im Bachbett und an der Forellenzucht) offen gegen die EU-Wasserschutzrichtlinie und die Natura2000-Regelungen verstoßen, ergibt sich zwingend, dass die Anlage in ihrer jetzigen Form und Funktion nach wie vor gegen die Gesetze verstößt und die Umwelt konstant schädigt. Auch ergibt sich daraus zwingend, daß die Bauten in ihrer jetzigen Form und Funktion keine reale Chance auf Genehmigung gehabt haben, hätte der Bauherr (s.c. SOBIS srl. /  Martin Müller) diese korrket VOR BAUBEGINN beantragt.

Woraus sich schließlich ableiten läßt, daß der Grund für Martin Müllers Entscheidung ohne Genehmigung zu bauen, der war, ein nicht genehmigungsfähiges (weil umweltschädigendes) Projekt zu realisieren. Die mehrfach geäußerten Meinungen, Martin Müller hätte nur deswegen ohne jeglichen Papiere gebaut, um die bürokratischen Fallstricke seines an sich legalen und nicht umweltschädigenden Projektes zu umgehen, sind aus dieser Perspektive nicht stichhaltig, sondern eher fantasiereich-realitätsferne Rechtfertigungsversuche aus der Märchen- und Mythenwelt der tiefenkorrupten, nach außen hin aber wohlanständigen Kaste der ex- und postkomunistischen Eliten.

WICHITG: Die explizite Kritik an Herrn Müllers Bautätigkeit im aus Umweltgesichtspunkten hochsensiblen Fogarascher Land schmälern nicht seine etwaigen positiven Beiträge zur sächsischen bzw. evangelischen Gemeinschaft. Beides sollte allerdings getrennt voneinenander betrachtet und bewertet werden. Positiv schätze ich bei aller Kritik jedoch Herrn Müllers kommunikative Haltung in dieser Sache. Er selbst hat mir ebenfalls Unterlagen zukommen lassen…

 

Posted by at 09/10/2014
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