Englische Presse schreibt über Kirchenburgen-Kaputtrenovierungen mit EU-Geldern

Die englische Zeitung Telegraph widmet einen Artikel der jahrelangen Denkmalschändung in Siebenbürgen während deren Restaurierung mit EU-Geldern. Besonders herausgehoben wird der Fall der evangelischen Kirchenburgen, deren engros-Renovierung (18 auf einen Streich, demnächst gefolgt von weiteren 12) auch Neuer Weg und seine Mitglieder schon um 2011-12 mehrfach intensiv kritisiert hatten. Damals wurde ich sogar in hohem Bogen aus einem anderen kircheneigenen Projekt geworfen, weil ich den Schindluder in Deutsch-Kreuz und Meschendorf dokumentiert und auf FB publik gemacht hatte. Auf FB buhten damals die Schreiberlinge des sächsischen Establishments von hüben und drüben auf Kommando um die Wette, um Störenfriede-Nestbeschmutzer-Abtrünnige wie uns mundtot zu machen. Hauptsache, auf die Dächer kamen schöne, neue  und möglichst viele TONDACH-Ziegeln, dem Sponsor des Landeskonsistoriums!

Es tröstet mich einen nicht, daß unsere Kritik Jahre später auch von Prinz Charles und englischen Journalisten wiederholt bzw. geteilt wird, denn jene Dörfer und Gegenden sind für mich und nicht nur zu einer Art verbotener Zone geworden, die ich meide, um mich nicht jedes mal neu zu ärgern. Ähnlich geht es mir mit den Tälern des Fogarascher Gebirges, in denen ebenfalls den Subventionen für ‘grünen Strom’ zuliebe fast jeder Bachlauf mit Kleinwasserkraftwerken verschandelt und die urigen, wilden Flüssemit Sprengstoff und Baggern vergewaltigt wurden – und das in einem der wertvollsten Natura-2000-Gebiete EU-weit!

Erst wenn personelle Konsequenzen aus dem Kirchenburgen-Skandal folgen, wäre das ein Zeichen, daß auch die Kirche endlich zu verstehen beginnt, was sie mit dem eigenen Eigentum angerichtet hat. Solange aber Generalalkoholikeranwalt Friedrich Gunesch und der ehemalige Projektschwänzermanager Stefan Cosoroaba in ihren Kirchenposten festgeschraubt sind und in der Bauabteilung im Bischofspalais (zuständig für den komplexen Aufgabenbereich Nichtstun-Nichtskönnen-Nichtswollen war dort jahrelang Herr Dahinten) nicht endlich sowas wie ein Denkprozeß beginnt, ist aus dem Bischofsamt weiterhin nur Unheil für das sächsische bauliche Erbe zu erwarten.
Klingt hart? Die traurige Realität in den Dörfern ist noch viel härter. Überzeugen Sie sich selbst, fahren Sie mal hin!
Hans Hedrich, 3. August 2015

closdorf
Kirche in Klosdorf während der unnötigen, kompletten Eindeckung mit neuen Dachziegeln. Foto: Adevarul

Posted by at 03/08/2015
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9 Responses to Englische Presse schreibt über Kirchenburgen-Kaputtrenovierungen mit EU-Geldern

  1. NeaAlecu says:

    Böser Artikel in Telegraph. Zitiert Hans Hedrich und Neuer Weg. Böser Hans Hedrich zitiert Artikel aus Telegraph in Neuer Weg. So ist das böse Thema internationalisiert

    • hans says:

      guter friedrich gunesch deckt gute regionalentwicklungsagentur (ADR – rückt die unterlagen zum projekt nicht heraus, genauso wenig, wie herr gunesch!), gute regionalentwicklungsagentur deckt guten friedrich gunesch. so ist das gute thema untern teppich gekehrt und cca. 15 von 18 kirchenburgen heillos verkitscht.

  2. Not amused says:

    Leider schafft es Hedrich Hans nicht, sachlich zu bleiben. Seine persönlichen – und niederträchtigen – Diffamierungen
    “Generalalkoholikeranwalt Friedrich Gunesch” und der ehemalige “Projektschwänzermanager Stefan Cosoroaba”
    könnten noch ein juristisches Nachspiel haben. Es gibt publizistische Regeln, es gibt Gesetze, es gibt moralische Gebote und all das sollte sich H.H. endlich einmal zu eigen machen oder, wenn nicht, dann zur Rechenschaft gezogen werden.

    • hans says:

      wahrlich, ich sage euch: es gibt gesetze und es gibt moralische gebote!, man möchte es kaum glauben – auch und vor allem bei der durchführung von EU-projekten and sensiblen denkmälern aus steuergeldern, liebe klugscheisser, pardon moralapostel!

      apropos juristisches nachspiel: spielt doch bitte juristisch nach, wenn euch danach ist! und ich verfasse derweil eine umfangreiche strafanzeige gegen generalalkoholikeranwalt gunesch, projektschwänzermanager cosoroaba und den evangelischen BWM-bischof – abgemacht?
      die entscheidung liegt bei euch!

      ebenfalls unamüsiert,
      hans hedrich, wadenbeisser vom dienst, damit die von ihren pseudoeliten mittles vorgegaukelter wohlanständigkeit eingeschläferte sachsengemeinschaft nicht allzu sehr in sanften träumen versinkt und dahinscheidet.

      jemand muß hier noch ein bißchen wachrütteln, oder?
      und glaubt mir, es macht mir keinen spaß, derb draufloszuschimpfen. die guneschs, cosoroabas, fabritiusse, schmidts und guibs (und viele andere, die uns in verlogenheit, provinzialismus und falschheit gefangen halten), haben es mich gelehrt, diesen undankbaren job zu übernehmen. ich gebe ihn gern auf, wenn kein bedarf danach bzw. trete ihn gerne an jemand anderes ab, der besser und schöner schimpft als ich.

      sonst noch fragen?

  3. not amused says:

    Ihre kritisch-publizistische Haltung ist nur zu begrüßen, sie kann öffentlichkeitswirksame Denkanstöße geben. Das finde ich uneingeschränkt gut.
    Was mir zuwider ist, das sind persönliche Diffamierungen, wie Sie mittels unterstellter Alkoholkrankheit tun. Das ist höchst unsachlich und gehört nicht in eine faire Auseinandersetzung. Es erweckt außerdem den Eindruck, dass jemand, der solche Angriffe unter der Gürtellinie unternimmt, schlicht keine überzeugenden Argumente hat und daher den Gegner – in diesem Fall als Alkoholiker – verunglimpft.
    Denken Sie an den kategorischen Imperativ. Ist, wer daran festhält, ein Moralapostel?

    • hans says:

      danke für ihre rückmeldung!
      wie gesagt: das schimpfen betreibe ich mit genau so wenig vergnügen wie das kotzen – allerdings befinden wir uns in RO in einer lage, in der einer regelmäßig speien könnte, sobald tieferen einblick ins verlogene geschehen an der oberfläche bekommt. und das führt uns direkt zu unserem thema zurück.

      FG soll ziemlich intensiv trinken – so daß meine etwas überspitzte formulierung im wesentlichen die SACHE doch trifft, also gar nicht so unsachlich ist, wie behauptet. ganz im gegenteil… daß eine eventuelle alkoholkrankeit eines geschäftsführers der ev. kirche keine rein persönliche angelegenheit ist, sondern sich aufs gemeinwohl (siehe EU-projekt) auswirken kann, ist eine reine, logische schlußfolgerung, so daß es fast schon bürgerpflicht ist, öffentlich darauf aufmerksam zu machen! der schaden ist eh schon ziemlich groß – deshalb ist meine despektierliche, aber im wesentlichen zutreffende wortwahl nicht nur verhältnismäßig, sondern fast noch zu sachte. ich hätte außer ‘alkoholiker’ noch andere begriff verwenden können, ohne unsachlich zu werden: z.b. VERTUSCHER, LÜGNER/REALITÄTSVEDREHER. (vertuscher weil FG die herausgabe der projektunterlagen mehrfach verweigert, lügner/rvdr, weil er ende 2012 öffentlich behauptete, ihm sei nicht klar gewesen, daß mein expliziter antrag auf akteneinsicht, den ich bei ihm persönlich abgegeben hatte, auch hätte beantwortet werden müssen, anstatt ihn ohne registrierungsnummer irgendwo verschwinden zu lassen.

      was die behauptungen über die herrn cosoroaba und guib betrifft: die sind 100% sachlich: SCHWÄNZER, weil StC als projektmanager fungierte, sich aber schon nach münchen abgesetzt hatte. BMW-BISCHOF, weil …BMW-BISCHOF – die story kennen wir, ist längst abgehakt und vergessen.

      PS: ich wiederhole es und gebe es zu: schimpfen ist unanständig und ist ein zeichen der aufkündigung ungeschriebener verhaltensregeln. wenn ich es als normaler und ziemlich wohlerzogener mensch es trotzdem tue, dann als zeichen dafür, daß die von mir beschimpften längst die ungeschriebenen regeln des guten zusammenlebens aufgekündigt haben (und zwar in den von mir monierten bereichen, nicht pauschal und allgemein) – und hinter einer fassade der korrektheit ein korruptes und peinliches, bisweilen zynischen spielchen spielen.

      die von mir kritisierten/beschimpften personen haben außerdem mehrfach bewiesen, daß sie für normal vorgetragene kritik nicht zugänglich bzw. dafür taub sind (sprich: sich taub und unwissend stellen).

      folglich bleibt einem nur,
      1. zu resignieren und den groll in sich hineinzufressen um den korrupten und verlogenen das feld zu überlassen – um des burgfriedens willen (burgfrieden – ein bitteres wort, wenn wir die teuer kaputtsanierten kirchenburgen vor augen halten); oder
      2. zu schimpfen. ich wähle bewußt letzteres als letzten ausweg. denn den ärger zu verschlucken macht krank (magengeschwür), die lügen und ferkeleien der selbsternannten alphatiere im sachsenrudel schweigend mitanzusehen, macht langfristig impotent (;-) ).

      was ich tue, tue ich also der psychischen (und sozialen) hygiene und gesundheit zuliebe. der psychomüllmann der (rest)nation, sozusagen.

      …deshalb kann ich mit FG trotzdem auch mal ein glas hauswein oder schnaps trinken.

      PS: übrigens: wie war das noch mit dem autounfall von FG? er soll ja vor jahren jemanden überfahren haben. ob da auch ein gläschen wein mit im spiel war?

  4. (not) amused says:

    Kieken Sie mal, auch in Deutschland fahren Soxen in Spitzenfunktionen (Michael Schmidt?)-BMWs. Bernd Fabritius sitzt nicht nur im Stiftungsbeirat der Michael Schmidt Stiftung, neben Bischof i. R. Christoph Klein, Dr. Josef Karl, Günter Klamer. (http://www.fundatia-michael-schmidt.org/wir.html), er ist auch im Autohaus Michael Schmidt GmbH, Starnberg Beiratsmitglied. Und er hat selbstverständlich keine Nebeneinkünfte als Bundestagsabgeordneter, obwohl er auf der Bundestagsseite angibt:
    “Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat:
    Öffentlich bestellter, allgemein beeidigter Übersetzer, Dolmetscher für Rumänisch, München
    Rechtsanwalt, selbständig, München”
    https://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/biografien/F/fabritius_bernd/258328
    Das alles juckt aber keinen, und falls FG ein Alk-Problem hat, sollte er das mit sich ausmachen – und sein Arbeitgeber mit ihm. Am Steuer ist das nochmal ein ganz andres Thema, keine Frage.

  5. Horst David says:

    Herr Hans Hedrich wagt”Neue Blicke durch die alten Löcher”(Georg Christoph Lichtenberg) und ist jemand der getrieben von Zivilcourage aus “tiefen Geleisen” versucht “herauszukommen”.
    “Wir sind auf dem Wege zur Untersuchung der Natur
    in ein so tiefes Geleise hinein geraten,
    daß wir immer andern nachfahren.
    Wir müssen suchen herauszukommen.”
    (Georg Christoph Lichtenberg)

  6. not amused too says:

    Worum ging es doch eigentlich?

    Ach ja: um einen Beitrag der engl. Presse zur angebl, “Kaputt-Renovierung siebenbürg.-sächsischer Kirchenburgen.

    Zu lesen sind jedoch immer wieder nur die gleichen Strophen der

    “Sich-gegenseitig-kaputt-mach-Leier” der Sb. Sachsen:

    Anmaßung, Arroganz, Taktlosigkeit, Unsachlichkeit, Intrigen etc pp

    Unterm Strich wie unter der Gürtellinie:

    die peinliche Zur-Schau-Stellung sb. sächsischer schwarzer Raben, die sich gegenseitig die Augen aushacken.

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