+++ Eilmeldung+++ Schizophrenie-Epidemie im Raum Deutsch-Kreuz – Reps!

Im Raum Deutsch-Kreuz – Reps wurde in juengster Zeit eine Reihe von Schizofrenie-Faellen bekannt. Aerzte,  Gesundheitsbeamte, StaatsanwaeltInnen und Forscher der Michael-Schmidt-Stiftung suchen fieberhaft nach den Gruenden der Haeufung dieser Krankheitsfaelle. Die Krankheit bricht in der Regel spontan aus, ohne vorherhige Symptome.

Michael Schmidt (Name von der Redaktion geaendert), das juengste Opfer der Deutsch-Kreuzer Persoenlichkeitsspaltung, aeusserte sich gegenueber unserer Zeitung folgendermassen: “Ich erkenne mich selbst nicht mehr! Vor 9 Monaten war ich noch voellig davon ueberzeugt, dass das von mir gekaufte evangelische Pfarrhaus denkmalgeschuetzt sei und drohte allen, die es beschaedigen oder zerstoeren wollten, mit der Polizei! Schaut euch nur das Foto an! Seit ein paar Wochen aber wache ich jeden Tag mit der Ueberzeugung auf, dass das inzwischen zufaellig von mir selbst zerstoerte Pfarrhaus niemals denkmalgeschuetzt war! Bitte helfen Sie mir!

dk-schild1

Erste wichtige Anhaltspunkte fuer die Ursachen dieser mysterioesen Erkrankung lieferte uns freundlicherweise Michael Schmidts Seelsorger persoenlich, Herr Reinhard Guib (Name von der Redaktion geaendert): “Hoeren Sie her! Dem Mischi seine Krankheit hat bestimmt zu tun mit dem Zusammenprall seines geliebten Hauses, das er, waehrend er es schoen renovieren wollte, mehrmals mit der Abrissbirne traf! Es kann aber auch sein, dass die Schizofrenie vom BMW-Fahren kommt, denk ich! Denn seitdem ich einen BMW X5 fahre, erkenne ich mich manchmal auch nicht mehr: Eigentlich bin ich ja Pfarrer, aber seit ein paar Jahren glaub ich immer wieder, ich sei Bischof! Der Kuckuck weiss, wie das passieren konnte!

Dr. Karl Hellwig (Name von der Redaktion geaendert), der Vorgesetzte von Herrn Reinhard Guib und gleichzeitig ein guter Kenner seiner Persoenlichkeit, aeusserte sich uns gegenueber nur sehr knapp: “Was weiss ich, warum der Reini glaubt, er sei Bischof? Ich geb zu, ich hatte ihm immer wieder angeboten, ihn zum Bischof zu machen, aber er wollte ja nicht!
Im Weggehen fuegte Dr. Hellwig noch hinzu: “Das mit der Schizofrenie in unserer Gegend ist aber wirklich ein Problem und keiner tut etwas dagegen! Sogar ich glaube in letzter Zeit immer mehr, ich sei ein glaeubiger Christ und ehrlicher Geschaeftsmann, dabei bin ich in Wirklichkeit nur ein ehemaliger kommunistischer Apparatschik und professioneller Trickser!

Ein weiterer besorgniserregender Fall ist der der Repser Staatsanwaeltin Comaniciu Anca (Name von der Redaktion geaendert). “Ich werde in letzter Zeit auch von den gleichen zwanghaften Gedanken gequaelt wie der arme Michael Schmidt, dabei habe ich meinen BMW noch gar nicht abgeholt!

Wir halten Sie ueber die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden!
Die Redaktion

Posted by at 18/04/2013
Filed in category: Lachen & Nodinken, and tagged with:

40 Responses to +++ Eilmeldung+++ Schizophrenie-Epidemie im Raum Deutsch-Kreuz – Reps!

  1. hosmok says:

    Hans Hedrich (Name von der Redaktion geändert), der Souffleur von undichten Stellen (engl. “leaks”) ist mit der von ihm beschriebenen Krankheit kontaminiert worden und hält sich für einen whistleblower. Tragischer Weise hat er selber früher erkannt, dass juristische Mittel nachhaltiger sind als die “Pfeife zu blasen” (engl. “whistlebloweing”). Statt rechtzeitig zu prüfen, ob man als Nebenkläger in dem Verfahren zugelassen werden kann um fragwürdige Urteile zu verhindern, hält er sich nun auch für einen Glossenchreiber. Auch wenn es keine gibt werden wir Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

    • Anonymous says:

      Um nach all den Abschweifungen vom Thema, die aber eine Diskussion erst “würzen” und so wirklich interessant machen, zur Hauptsache zurück zu kommen:

      Als emotionell nicht engagiertem Nichtsachsen gemahnt mich die Sache irgendwie an den steinalten Witz von der Zuckerzange.

      Kennt den wer?
      Wenn nicht, dann gestatte ich mir ihn zu erzählen!

      Frau Neureich richtete sich mit dem von ihrem Mann zusammengerafften Geld ein neues Haus ein.

      Stolz führt sie ihrem Freundinnenkreis – der sich vorwiegend aus Damen alt saturierter Verhältnisse und auch einigen verarmten Damen zusammensetzt, die alle sie vorwiegend wegen ihrer spendablen Ader (ohne die kein Zugang zu finden gewesen wäre) zwar mit geringer Begeisterung, jedoch ihrer Nützlichkeit wegen, in ihrem illustren Kreis akzeptierten – das pompöse Bauwerk, das nur mit dem Allerteuersten ausgestattet war, vor!

      Die Wände getäfelt, Die Ausstattung das Modernste vom Modernen, best ausgebildetes fast lautlos umherhuschendes livriertes Personal, und erst die Möbelage …

      Alles war echt von kultivierten Könnern perfekt zusammengetragen und zusammengesetzt worden. Im Grunde ein ohne auf Kosten achten zu müssen von besten Kräften mit teuerstem Material errichtetes und ausgestattetes Haus.

      Manche nicht mehr so wohlhabende Damen, die stets den Groschen mehrfach umzudrehen hatten bevor sie ihn ausgeben konnten und nur mehr mühsam den Schein der Saturiertheit aufrecht zu erhalten vermochten, fraß der blanke Neid. Schrecklich, es gab an diesem perfekten gemachten Ding nichts konkret auszusetzen!

      Da fiel einer älteren, nicht mehr ganz so saturierten, Dame doch noch etwas ein:

      „Ach meine Liebe“, meinte sie und setzte fort: „Selten sah ich ein so perfekt ausgestattetes Haus, Sie haben ja echt mit nichts gespart und nur das beste Personal engagiert, welches das beste Material verwenden konnte. Ich gratuliere Ihnen wirklich zu diesem außergewöhnlichem Haus!“

      Dann nahm sie die für Stolz sich fast Zersplitternde betulich zur Seite und flüsterte ihr ins Ohr: „Ach meine Liebe, bloß mit der Hygiene happert es in Ihrem neuen Haus.“

      Geschockt fragte die so blitzartig Ernüchterte: „Wieso denn das? Haben Sie denn nicht die großen verschwenderisch ausgestatteten Badezimmer gesehen?“

      „ … hmm“, räusperte sich die Gescholtene und flüsterte dann hinter leicht vorgehaltener Hand noch leiser: „Es ist mir ein wenig peinlich auf solche Dinge hinzuweisen, aber die Sache mit der Gästetoilette ist wirklich nicht so wie sie sein sollte.“

      „Aber“, kam es dann verhalten von der Hausfrau ebenfalls hinter leicht vorgehaltener Hand durchgeflüstert zurück: „Haben Sie denn nicht die Marmorfliesen und die künstlerisch gestaltete Sitzbrille gesehen? Was soll ich denn noch dort machen lassen? Mein Architekt meinte, dass diese Räumlichkeit für die sporadische Benutzung durch meine werten Gäste ausreichend groß und durchaus üppig ausgestattet sei.“

      „Ach Kindchen“, lispelte noch um eine Nuance leiser die so Gefragte etwas verschämt tuend: „Wissen Sie denn nicht, was die Männer, wenn sie die Toilette benutzen so in ihre Hand nehmen müssen? Da es in Ihrer Gästetoilette keine Waschmöglichkeit gibt, ist eben die Hygiene dort keinesfalls als gewährleistet zu betrachten, es ist mir überaus peinlich sie auf diesen Umstand aufmerksam gemacht zu haben.“

      Es vergingen etliche Tage.
      Man traf sich wieder zum Damenkränzchen im Hause der neureichen stolzen Hausbesitzerin.

      Niemand wagte es mehr irgendwelche Kritik zu üben um die wohlwollend eifrig Spendende nicht zu vergrämen. Alles war jetzt völlig perfekt.

      Doch sieh einer an, die Hausfrau war gar nicht so glücklich, denn sie erwartete großes Lob für ihr hochstehendes Kulturniveau!

      Als sie es gar nicht mehr ausgehalten hat, nahm sie die beim letzten Mal kritisiert Habende wieder ganz unauffällig zur Seite und wisperte ihr wieder hinter vorgehaltener Hand ins Ohr: „Nun, meine Liebe, besuchten Sie schon meine verbesserte Gästetoilette?“

      Ganz verdutzt erwiderte die Gefragte: „Nein, warum sollte ich? Es war mir bislang keinerlei Bedürfnis.“

      Die Hausfrau: „Ach, erinnern Sie sich denn nicht, dass Sie mich beim letzten Treffen darauf aufmerksam gemacht haben, dass Männer, ähem, tja, wenn sie die Toilette benützen, dort ein hygienisches Problem vorfinden könnten? Das habe ich unverzüglich nach Ihrem Hinweis beheben lassen.“

      „Na, Sie sind aber ein Ausbund an Tüchtigkeit, meine Liebe, mit so einer perfekten Hausfrau kann Ihr Mann nur erfolgreich sein, das ist für ihn gar nicht anders denkmöglich“, lobhudelte die nicht mehr ganz so saturierte Dame gönnerhaft zu ihrer nützlichen neureichen Freundin.

      Nachdem sie einige Minuten lang doch die Neugierde bedrückt hatte, bemühte sie sich auf das stille Örtchen um die nachträglich durchgeführten Baumaßnahmen in Augenschein zu nehmen.

      Und was sah sie da?

      Am stillen Örtchen hing an der Wand eine große dickvergoldete Zuckerzange an einer mit einer dicken vergoldeten Schraube an der Wand befestigten dick vergoldeten langen Kette auf einem massiven dick vergoldeten Haken …

      Tja, war das im übertragenen Sinne auch das Problem beim zum Einsturz „renovierten“ Pfarrhaus in Deutsch Kreuz?

      Die schmidtsche Zuckerzange?

  2. Alexander says:

    Hans Hedrich als Whistleblower zu charakterisieren ist eher Zeichen einer Wahrnehmungsstoerung. Whistleblower sind per Definition Teil des Systems und leaken Nachrichten aus dem Inneren. HH ist kein Teil des Systems, sind seine Nachrichten doch immer aus der Sicht des Aussenstehenden.
    Auch ist es ueberaus schwierig als “Anklaeger” zugleich noch Nebenklaeger zu sein, wuerde das doch nicht nur eine psychische Persoenlichkeitsvervielfaeltigung voraussetzen, sondern sogar eine physische.
    Allerdings gestehe ich zu, die Erwartung durch das Einschalten rumaenischer Behoerden zur Klaerung von dubiosen Vorgaengen wie in Deutsch Kreuz rechstsstaatliche Ergebnisse erzielen zu wollen, Zeichen eines an Wunderglauben grenzenden, ja fast wahnhaften Optimismus sind.

    • hosmok says:

      War zu erwarten: Sich der Schreibweise zu verwehren, die man anderen gegenüber anwendet.

      • Alexander says:

        Es gibt dann doch Unterschiede zwischen begruendeten Spekulationen und sachlich Falschem

        • hosmok says:

          Es liegt im Auge des Betrachters das eine vom anderen zu trennen. Unverändert: Es war zu erwarten, dass man sich der Schreibweise verwehrt, die man anderen gegenüber anwendet. Und nur um das ging’s.

        • hosmok says:

          Als ob es in Bayern für Möchtegernwichtige nicht genug zu klären gäbe.

    • hosmok says:

      Auf dieser Homepage gelesen:
      “Am 25. 03. 13 erließ die Staatsanwaltschaft Reps (…) einen Beschluß (…), demzufolge gegen Michael Schmidt (…) wegen des Abrisses des Pfarrhauses in Deutsch-Kreuz (Kreis Kronstadt) KEINE Strafverfolgung beginnen wird.”

      Ankläger war für Straf-/Ermittlungsverfahren die Staatsanwaltschaft und nicht eine Privatperson, die als Betroffene ggf. Nebenkläger auftreten kann.
      (“Auch ist es ueberaus schwierig als “Anklaeger” zugleich noch Nebenklaeger zu sein, wuerde das doch nicht nur eine psychische Persoenlichkeitsvervielfaeltigung voraussetzen, sondern sogar eine physische.”)

      • Alexander says:

        Auch hier wieder eine Verkuerzung, die Staatsanwaltschaft wurde ja nich von sich aus taetig, vielmehr lag ja hier eine Reklamation zu Grunde…………..

  3. Anonymous says:

    Hier werden ausgezeichnet die Symptome der „deutschen Krankheit“ dargelegt!

    Die Siebenbürgersachsen sind eine Untergruppe der deutschen Bevölkerung, warum sollen die anders sein als der „Rest“?

    Eine durchschnittliche deutsche Frau gebirt aktualiter im Laufe ihres Leben in etwa ein Kind. Wobei das völlig egal ist ob das nun in Berlin, Stuttgart, Bern, Wien, Luxenburg, Den Haag oder sonst wo im deutschen Sprachraum ist. Inseldeutsche gibt es so gut wie keine mehr, daher ist deren Verhalten irrelevant geworden. Die Siebenbürgersachsen (vielmehr deren kümmerlichen Überbleibsel) mutierten zu „Kerngebietdeutschen“.

    Keinen beißt das nennenswert solange das Salär ausreicht um sich zumindest den Benzin/Dieseltank zum mehr oder weniger sinnlosen in der Gegendherumfahren zu füllen und Aldi sowie Lidl u.a. ihre Preise immer nur in wenig merkbaren Etappen auffetten. Dass die Realeinkommen für die breite Masse seit Euroeinführung um zwischen 20 und 35 % – je nach Region – abgesunken ist, wird mit stoischem Gleichmut hingenommen, denn es hätte ja noch viel schlechter kommen können …

    In relativ kurzer Zeit wird der Anteil der zugewanderten Nichtdeutschen und deren erste in Deutschland geborene Generation die Mehrheit der Bevölkerung der deutschen Staaten stellen.

    Deutschland ist unverändert von ausländischen Truppen besetzt. Es gibt unverändert keinen Friedensvertrag. Mit der Souveränität der kleineren deutschen Staaten schaut es nicht sehr viel besser aus betrachtet man z.B. die recht krude Art mit der die Vereinigten Staaten von Nordamerika z.B. die Schweiz in Bankangelegenheiten oder bereits vorher in Geheimdienstangelegenheiten, wo es um Atomwaffenkonstruktionspläne gegangen sein soll, diszipliniert hat. So springt man mit Vasallen um!

    Ist ja auch kein besonderes Kunststück, steht man mit Massenmordmitteln bis an die Zähne bewaffnet auf ewige Zeiten und noch ein paar Tage dazu mitten im „Herzland“ der in Botmäßigkeit zu haltenden Deutschen.

    „Den Deutschen“ ist es auch völlig gleich, dass von ihrem Territorium aus Mord und Brandschatzung vorbereitet und organisiert wird. Der Raub- und Mordüberfall in Libyen wurde von Africom, das seinen Sitz in der Stuttgarter Helenenkaserne hat, organisiert. Jeder weiß das, absolut kein Geheimnis. Damit jeder weiß, dass das auch jeder wirklich weiß, wurde dort einst vor Ort auch von eine NGO (nicht gewollten Organisation) eine Demo geschmissen. Da sich die Preise für die Tankfüllung, die von Aldi und Lidl, etc., nicht geändert haben, beachteten „die Deutschen“ die Sache auch nicht. Außerdem erklärte die komplett in ausländischem Einflussbereich stehenden Massenmedien „den Deutschen“, dass das alle ja nur dem „Kampf gegen dem Terror“ und der „Befreiung von der Tyranei“ diente und alles daher sein völlige Richtigkeit hätte. „Ein guter Deutscher“ hat immer zu glauben und glaubt mit Inbrunst solange er die Tankfüllung, die Preise von Lidl und Aldi, etc. …

    Die Deutschen in Siebenbürgen konnten durch mehrere Jahrhunderte von Ungarns Adels Gnade ein relativ beschauliches Leben im Lande bestreiten. Mit dem endgültigen Kollaps der Macht des ungarischen Adels im Jahre 1848 war es mit der relativen Beschaulichkeit ein für alle Mal vorüber. Es brauchte erstaunlich lange bis das den Betroffenen klar geworden ist. Die siebenbürgersächsische Überlebensstrategie – frei nach Vogel Strauss – des Dissimulierens = Kopf in Sand stecken feierte recht lang fröhliche Urständ …

    Auch heute ist das unverändert so, wenn nicht noch weit ärger. Anstatt sich kräftigst den Kopf zu zerbrechen wie man denn nun wieder Siebenbürgerdeutsche nach Siebenbürgen locken könnte und sich ordentlich um die so ausgebrüteten Pläne zu bemühen wird um jedes lächerliche Fürzchen ein Mordshickhack veranstaltet damit die Zeit „besser“ vergeht …

    Ja, wo sind sie denn nun, die jungen, forschen, tatendurstigen, kräftigst zuzupacken verstehenden Siebenbürgerdeutschen in Siebenbürgen. Wer hat sie wo gesehen? Er berichte doch bitte!

    Noch ungleich interessanter wären die siebenbürgersächsischsprachigen Kinder in Siebenbürgen. Alle vor dem imaginären Vorhang die solche zu nennen imstande sind!

    Na ja, und das ach wie wertvolle „siebenbürgersächsische Kulturerbe“ sollen doch gefälligst und bitteschön die elenden Werbes, die ja die edlen Siebenbürgersachsen außer Landes getrieben haben, hübsch brav in Ordnung halten. Die armen verfolgten Siebenbürgersachsen kommen dann gelegentlich im Sommer vorbei und schauen ein bisserl nach ob die elenden fiesen Werbes auch alles artig und brav nach siebenbürgersächsischem Auftrag erledigt haben.

    So träumen es halt die lieben kleinen siebenbürgersächsischen Micheln in Deutschland. Die Handvoll noch irgendwie arbeitsfähigen Siebenbürgersachsen in Rumänien redet sowieso im Alltag und fast immer auch mit dem rumänischen Ehegesponst Rumänisch. Und deren Kinder wachsen in rumänischer Atmosphäre mit rumänischer Umgangssprache auf, so sie überhaupt welche haben, was recht selten sein dürfte. Tja, und die noch etliche Tausend zählenden steinalten Siebenbürgersachsen in Siebenbürgen, die das Auswandern verschmähten, träumen still und kontemplativ zu Hause vor sich hin und warten auf ihren Tod.

    Wer soll mit dem denkmalgeschützten Zeug in Siebenbürgen denn noch was Nützliches anfangen können? Mag sein, dass eine Handvoll rumänischethnischer Behrbergungsunternehmer und deren Hilfsgewerbler mit dem alten Sachsenzeugs grad mal einige Prozent mehr Gäste heranzukarren vermögen …

    In die Kirchen wird niemand zum Beten hineingehen. Dafür sind diese Hütten an sich da …
    Aber es sind keine geeigneten Menschen mehr da …

    Aus ist´s halt!

  4. Alexander says:

    Vieles an der Analyse ist richtig, leider, aber die eigentliche Frage, wie kommen wir vom traurigen Ist-Zustand zu einer tragfaehigen Perspektive fuer Land und Leute bleibt unbeantwortet.

    Auch die Fragen des Umgangs mit dem “Erbe” ist nur verkuerzt dargestellt, gibt es einen Zusammenhang zwischen Bevoelkerungsstruktur und Kulturerhalt? Oder, anders gefragt, ist der kulturelle Imperativ zu erhalten was an Exemplarischem sich in einer Landschaft findet auf die “Schoepfer” (oder deren Nachfahren) beschraenkt?

    Wie stuende es dann um roemische Hinterlassenschaften in Deutschland? Um griechische Baudenkmaeler in Italien? Um bauliche Spuren der Kreuzritter im gelobten Land? Diese Reihe liesse sich weit fortfuehren, reicht aber doch schon so um erkennen zu lassen, das Kulturvoelker sich darum bemuehen, ohne “ethnische” Verpflichtungen, zu erhalten was das Werden, die Geschichte einer Landschaft dokumentiert.

    Das ist, mindestens was die gesetzliche Lage betrifft, auch in Rumaenien bekannt und anerkannt, allein der rumaenische Staat erweist sich hier, wie in anderen Zusammenhaengen, Schulpflicht etwa, und ihre Durchsetzung, als zu schwach oder unwillig den formulierten Gesetzen und Vorschriften auch Taten zu ihrer Durchsetzung folgen zu lassen, das ist das eigentliche Problem, der eigentliche Skandal.

    Diese Missregierung anzuklagen ist im Grunde jeder Europaeer, unabhaengig von Staatsbuergerschaft und ethnischer Zugeheoerigkeit, verpflichtet, sind hier doch, aehnlich wie in Ungarn, die Grundwerte Europas gefaehrdet, ganz ab von den absehbaren wirtschaftlichen Folgen die solche Regierungsschwaeche, von Korruption bis Guenstlingswirtschaft, von sozialen Verwerfungen bis eben zum kulturellen Ausverkauf, hat.

  5. Anonymous says:

    Liest sich gut, was Sie da schreiben, aber …

    Meinen Sie nicht auch, dass es wichtiger ist, dass Patienten in einem rumänischen Spital ein sauberes Leintuch unter dem Hintern haben? Dass die frisch ausgebildeten rumänischen Ärzte nicht scharenweise, sobald sie das ius practicandi erreicht haben, das eigene Land fliehen?

    Ich habe da nur zwei Beispiele von wesentlich dringlicherer Priorität angefährt als es das Verhindern des Zusammenfallens irgendeines alten Gemäuers darstellt, dass im Grunde derzeit niemandem nützt!

    Nichts gegen den Gedanken des “Erhaltens des Kulturerbes”, aber so was ist verflixt snobistisch und sowas sollte man vorwiegend bis ausschließlich von den “Snobs” – und die leben fast ausschließlich in Deutschland – bezahlen lassen …

    Es wäre durchaus ein noble Idee einen siebenbürgersächsischen Bauorden zu gründen oder eine solche Abteilung in einer bestehenden Organisation um 3 oder 4 Wochen während der Sommerferien zu putzen und zu mörteln. Gesund ist so etwas auch! Allerdings: Kennen Sie persönliche viele Siebenbürgersachsen die so was machen? Kaum …

    Womit keinesfalls die beklagenswerten Zustände in Rumänien unangeprangert bleiben sollen, jedoch dürften wir uns sehr darin unterscheiden was wir als Ursachen für diese beklagenswerten Zustände betrachten!

    Fast alle, die hier schreiben, dissimulieren geflissentlich was im Lande Rumänien seit dem Militärputsch von 1989 wirklich geschah …

  6. Alexander says:

    Gute medizinische Versorgung und Denkmalschutz etwa sind ja keine konkurrierenden Werte. Richtig ist, dass dort vieles im Argen liegt, genauso richtig aber auch, dass Gesetze nicht nur erlassen werden muessen sondern auch durchgesetzt.

    In dem dem Beitrag zu Grunde liegenden Fall ging und geht es nicht um das herrichten eines Ensemble geschuetzten Gebaeudes zu Lasten einer anderen Aufgabe, sondern um den, gelinde gesagt, missglueckten Versuch eines Investors mit siebenbuergischem Hintergrund sich ueber bestehende Vorschriften hinwegzusetzen der Gewinnmaximierung wegen.

    Eine an sich zu erwartende Strafe floesse ueber die Gerichtskassen in den Topf, aus dem auch Verbesserungen des Gesundheitswesens finanziert werden.

    Eine Verbesserung der Lebensumstaende in Rumaenien verlangt auch nach einer unbedingten Anwendung bestehender Vorschriften und Gesetze. Die Frage nach der Ernsthaftigkeit und dem Willen der Behoerden diese durchzusetzen sind der Hintergrund fuer das Engagement des Autors, neben dem Einsatz fuer den Erhalt saechsischen Kulturerbes. Es steht also in letzter Konsequenz nichts weniger als die Rechtsstaatlichkeit in Rede.

    Ihre Frage ob ich Menschen aus Deutschland kennen wuerde die mit Schaufel und Kelle aktiv werden um einen Beitrag zur Erhaltung historischer Bausubstanz zu leisten, kann ich mit einem deutlichen JA beantworten, wenn auch leider viel weniger als ueber den Verfall jammern.

    • Anonymous says:

      Erfreulicher Weise sind auch mir einige Leute bekannt, die selber anpacken. Es sind aber nur sehr wenige, wie auch Sie es ausgedrückt haben. Dadurch wird sich nicht viel zu bewegen vermögen.

      Beim “Rest” meines Beitrags haben Sie entweder den Zusammenhang nicht verstanden oder – was ich eher annehme – ganz bewusst nicht verstehen wollen …

      Ich sehe auch kein entweder Denkmalschutz oder Gesundheitswesen, aber eine klare Priorität für das in Rumänien bereits ziemlich im Argen liegende Gesundheitswesen! Das sich abzeichnende Kernproblem dürfte der heraufdräuende Ärztemangel zumindest im staatlichen Sektor sein.

      An dieser Malaise nicht unschuldig sind die vielen für deutsche Ärzte unattraktiven deutschen Provinzkliniken, die auf Teufel komm raus in Rumänien mit dem Lasso auf Ärztejagd gehen!

      Eine eben das ius practicandi erlangt habende junge Allgemeinmedizinerin aus Temeschburg erzählte mir vor weniger als einem Jahr, dass sie in Temeschburg nur rund € 250 monatlich als Anfangsgehalt bezahlt bekäme. Davon könne sie nicht einmal die Miete für eine für 2 Personen so halbwegs gut bewohnbare Wohnung bezahlen.

      Das dürfte die Realität sein!

      Die junge Dame arbeitet mittlerweile in Deutschland.

      Entweder haben viele hier und in anderen von Siebenbürgersachsen “gruppenspezifisch” frequentierten Medien keinen rechten Bezug mehr zur aktuellen sozialen Realität in Rumänien oder sie wollen die reale Situation ganz bewusst nicht zur Kenntnis nehmen, wie es oft eher den Anschein hat.

      Sich mit den Gründen für die aktuelle Situation der Sachsen wirklich auseinander zu setzen scheint auch kaum wer Lust oder gar große Ambition zu verspüren: „Schuld“ sind sowieso nur die „vermaledeiten Werbes“, welche doch die „armen Sachsen“ vertrieben haben …

      System: Es wächst sowieso über alles Gras und wer fest jammert bekommt oft etwas.

  7. Sprachlos says:

    Echoprobe am Rande eines Alpentales:

    der Chefredakteur des Spiegel: “der Spiegel hat Überzeugunsmacht”. “Macht, Macht, Macht” schallt es zurück.

    Der Chefredakteur der FAZ: “die FAZ ist bildungsreich”. “Reich, reich reich” schallt es zurück.

    Hans Hedrich tritt vor und ruft: “der Neue Weg hat Weltniveau”. “Wo, wo, wo”

    • Anonymous says:

      Der Name Hans Hedrich ist beliebig austauschbar, da dieser abgeschmackte Witz einen Bart bis zum Boden schleift.

      Ich setz da besser die Frage – beinhaltet die Aussage von Sprachlos vielleicht doch irgendwo ein Körnchen von Niveau – ein …

      Wenn´s einmal einen besseren Schmäh auf Lager haben, können´s Ihnen ja wieder einmal rühren, aber ansonsten …

  8. Alexander says:

    Der Verlust von gebildeten Menschen, beileibe nicht nur Aerzten, sogar gute Handwerker sind da einzubeziehen, ist in der Tat ein ernstes Problem. Das gilt nicht nur, aber sicher in besonderem Masse, fuer Rumaenien, aber eben, im Wind schatten der “Krise” auch fuer beispielsweise Griechenland oder Spanien, ist, selbst wenn man es auf die wirtschaftlichen Folgen beschraenkt, ein Aderlass fuer die betroffenen Regionen.

    Viel schlimmer als die wirtschaftlichen Folgen, Kapitalabfluss etwa, jeder ausgebidete “Auswanderer” nimmt ja auch das Wissen und die Fertigkeiten die ihm das Herkunftsland mit teilweise betraechtlichem finanziellen Aufwand vermittelt hat, mit, ist der Verlust der “buergerlichen Mitte” dieser Laender durch Migration. Dies gilt auch fuer die Siebenbuerger Sachsen die sich fuer das Leben in Deutschland entschieden haben.

    Ohne hier ueber Verpflichtungen spekulieren zu wollen, also die Frage ob nicht jeder auch ein gewisses Mass an Verantwortung fuer die Zustaende in seiner Heimat traegt, erst recht wenn er sie verlaesst, kann aus meiner Sicht nur festgestellt werden, dass der Verlust der “buergerlichen Mitte” erhebliche Folgen fuer die Politik und die (soziale) Struktur dieser Laender hat, wird doch der in demokratischen Systemen unverzichtbare Faktor der gemaessigten, intelligenten Diskussion, und das genauso unverzichtbare Potential an guten, waehlbaren Kandidaten erheblich geschmaelert.

    Insofern sind Bemuehungen gut ausgebidete Menschen aus ihren Heimatlaendern abzuwerben in globalem Sinn verwerflich, gefaehrdet das doch zwangslaeufig das Entwicklungspotential und die Stabilitaet in diesen Laendern.

    Andererseits muss anerkannt werden, auch dieser Personenkreis hat das Recht auf “Glueck”,auf einen befriedigenden Arbeitsplatz, auf materiellen Wohlstand, auf Perspektiven fuer das eigene Leben, kurz, auf das Menschenrecht der freien Aufenthalts- und Berufswahl.

    Der Motor aber der diese Vorgaenge antreibt ist die Gier, der Irrglaube an unentwegtes Wachstum, derr Egoismus! NICHT der dieser “Auswanderer, sondern jener der Gesellschaften die den Mammon zum goldenen Kalb erklaert haben, die Globalisierung nur als Konkurrenzkampf begreifen, die Solidaritaet mit den Nachbarmenschen fuer verzichtbar halten.

  9. Alexander says:

    Ich vergass zu erwaehnen, im Gegenzug zum Verlust des “Humankapitals” wird fleissig “Kapitalismus” importiert. Diese Werteverschiebung trifft die Gesellschaften des ehemaligen Ostblocks besonders, wird doch so eine “Goldgraeberstimmung” angeheizt die darauf abzielt selbst schon als Fehler erkannte Entwicklungen zu kopieren. In genau diesen Zusammenhang gehoert auch das “Phaenomen” Deutsch Kreuz. Ruecksichtslosigkeit, Hemdsaermeligkeit, mangelnde Sensibilitaet sind die Kennzeichen dieser Fehlentwicklung.

  10. Anonymous says:

    Ihren Ausführungen kann ich nur zustimmen!

    Meiner Meinung nach sind diese Ausführungen und die dahinter stehenden Denkschlüsse richtig und decken sich vielfach (ob auch “weitgehend” wage ich auf Grund dieser einen hier publizierten Seite von Ihnen nicht zu beurteilen, es mag aber durchaus sei) mit meinen.

    Wo ich den Eindruck habe, dass Sie etwas (ziemlich weit?) von der brutalen sozialen Realität Rumäniens entfernt sind, dass ist beim Ausmaß der Katastrophe Rumäniens!

    Rumänien dürfte das bereits am weitesten durch die Dominanz von EU und Nato zerstörte Land in Europa sein. Vermutlich dicht gefolgt von Bulgarien, wo es zum Glück für die in Bulgarien Lebenden zwar auch ganz arg ist, aber wo die Abwanderungsfolgeerscheinungen noch nicht so brutal das Gefüge der Gesellschaft des Landes zerstört haben dürften.

    Ich erwähnte das hier bereits mindestens einmal: Rumänien hatte zum Zeitpunkt des (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von außen inszenierten) Militärputsches zum Jahresende 1989 rund 24 Millionen tatsächlich residente Einwohner. Bei der letzten Volkszählung erhob man im Herbst 2011 rund 18 Millionen residente Einwohner. “Kundige” meinten, dass das eine geschönte Zahl sei und die wahre Größe der residenten Population Rumäniens nur mehr um die 16 Millionen umfassen solle.

    Egal welcher Variante man mehr Glauben schenken möchte, aber man wird davon ausgehen müssen, dass primär Menschen im arbeits- und reproduktionsfähigen Alter auswandern. Pensionisten wandern selten aus, und wenn die das machen, dann sind das vorwiegend Angehörige von Personengruppen, die es in Rumänien kaum gibt, nämlich Menschen mit hohen Pensionseinkünften. Bei rumänischen Pensionen von um € 150 im Monat wäre eine solche Betrachtung “scherzhaft” …

    Von dieser Erkenntnis ausgehend lässt sich schätzen, dass bereits in der Größenordnung von rund der Hälfte der zum Zeitpunkt des Militärputsches in Rumänien residenten Bevölkerung im arbeits- und reproduktionsfähigem Alter vor den Missständen im Lande das Weite und sein Heil woanders gesucht hat.

    Der Vergleich mit einem katastrophal verlorenen Krieg, bei dem zumindest die Hälfte der Bevölkerung im wehrfähigen Alter (in diesem Falle Männer UND Frauen) umgebracht worden wäre, ist nur deshalb nicht statthaft, da diesen Menschen zum Glück kein physisches Leid angetan worden sein dürfte, aber die sozialen Auswirkungen werden für Rumänien teilweise nicht ganz unähnlich sein.

    Die rumänische Verwandtschaft meines Nachwuchses besteht aus 6 Onkeln und Tanten von denen 5 in Norditalien “Zuflucht” gesucht haben. Die einzige im Lande verbliebene Person verblieb auch nur wegen der chronischen Erkrankung des anderen Eheteiles. Bezeichnend ist, dass gerade die Kinder dieses Verwandtschaftsteiles trotz der sehr eingeschränkten materiellen Situation einen bzw. sogar einen doppelten Hochschulabschluss zusammengebracht haben, während die nach Italien nachgekommenen (nur noch sehr wenigen) Kinder im Niveau zurückgefallen zu sein scheinen. Die zum Teil mit Auszeichnung (da kann wegen des fehlenden Geldes ganz einfach nichts “gekauft” worden sein) Graduierten finden in Rumänien keine zum Überleben ausreichend bezahlte Arbeit. Selbst Mathematikabsolventen mit Lehrbefugnis können es sich nicht erlauben einen Dienstposten an einem Lyzeum in weiterer Entfernung von ihrem Wohnort anzunehmen, da das vom Staat (mit oft monatelanger Verzögerung) ausbezahlte Gehalt für eine frischeingestellte Lehrkraft an einem Gymnasium ganz einfach nicht ausreicht um sowohl eine Wohnung zu mieten als auch die unbedingten Lebensnotwendigkeiten zu bestreiten.

    Bei meinen Aufenthalten in der Dobrudscha 2005 und 2006 klagten z.B. die lokalen (das waren ethnische muselmanische Türken und keine Rumänen, was meiner Meinung nach ihre Objektivität erhöhte) Bauern, dass sie kaum noch Chancen hätten Saisonarbeitskräfte für das Einbringen der Ernte zu bekommen, da alle in Frage kommenden Menschen der näheren Umgebung, die sich für solche Tätigkeiten verdingen könnten, bereits längst irgendwo im Ausland lebten. Ähnliche Probleme soll es so gut wie überall in Rumänien auch mit brauchbaren Handwerkern geben, die vielfach fehlen sollen.

    Es berührt oft peinlich das offensichtlich hasserfüllte und manchmal total sinnlose Geschreibsel vieler Beitragsverfasser und Kommentierenden auf siebenbürgersächsischen Seiten zu lesen. Als einzige “Entschuldigung” kann man “wohlwollend” nur die Dummheit und das Nichtwissen dieser Menschen unterstellen, die vielleicht noch “geistig” – jedenfalls aber emotionell – in den Verhältnissen Rumäniens von vor zumindest einem Vierteljahrhundert verhaftet sein dürften.

  11. Alexander says:

    Ob ich denn so weit weg bin vom alltaeglichen Rumaenien bezweifele ich, vielmehr wehre ich mich dagegen den Verfall, politisch wie sozial wie in der Infrastruktur, einfach hinzunehmen. Selbst mir als Nicht-Sachsen blutet das Herz wenn ich mich umschaue, wenn ich sehe mit wie wenig man wieviel aendern kann.

  12. Anonymous says:

    Es erschüttert mit welchem Gleichmut der Menschenverlust Rumäniens mitsamt allen damit verbundenen Folgeerscheinungen ganz offensichtlich hingenommen wird!

    Ist es den Leuten wirklich egal was da passiert oder haben sie bloß Angst mit der Antifakeule wegen “völkischer Ansichten” gedroschen zu werden?

    • Alexander says:

      Ist Heimatverbundenheit, Bodenstaendigkeit wirklich voelkisches Gedankengut? Oder nicht vielmehr ein lokaler Bezug der Seele zu ihrer Umgebung?

      • Anonymous says:

        Sie sind ein kleiner Drückeberger! 🙂 Ganz offensichtlich wollen Sie auf mein Vorbringen erst gar nicht eingehen. Lassen Sie es einfach bleiben, wenn es Sie zum Fürchten brächte zu argumentieren …

  13. Alexander says:

    Ich fuerchte eher wir entfernen uns meilenweit vom Ursprung der Diskussion…

  14. Anonymous says:

    Vielleicht wäre es zum “Zusammenführen” der Diskussion gut erklärten Sie einmal was Sie persönlich unter völkisch verstehen. Ich pflege diesen Ausdruck immer in Anführungszeichen zu verwenden. Mag sein, dass ich gelegentlich darauf vergesse, das dann aber unbeabsichtigt. Für mich taugt dieser komische Begriff nur zum Provozieren und zu sonst gar nichts!

  15. Alexander says:

    Ich verbinde mit dem Begriff voelkisch Nazi-Gedankengut, wie vermutlich fast jeder der sich mit deutscher Geschicht befasst hat, selbst Begriffe wie Heimat haben eine solche Tendenz. Leider, denn wertkonserativ zu sein hat mE durchaus positive Seiten. Manches Mal ist das Festhalten an Bewaehrtem, das Denken in Generationen, der Weg zu “modernen” Tugenden wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Lebensqualitaet.

    So gesehen sind wir dann wieder beim urspruenglichen Thema, mit dem Argument des Bewahrens wurde das Pfarrhaus erworben, mit dem Imperativ des Gewinns zerstoert.

    • Anonymous says:

      Hmm, ist es wahrlich nur der “Imperativ des Gewinns” der zerstört oder ist vielleicht gar nicht mehr bei der leidigen Sache dahinter, als dass der “machtmäßig” Dahinterstehende, der in Wirklichkeit als physische Person die Zerstörung letztlich veranlasste, schlicht ein primitiver kulturloser neureicher Prolet, der von nichts eine Ahnung hat und vermeint, dass man mit Geld alles machen könne?

      Vielleicht reiten wir nur auf zu hohem Rosse daher und/oder sehen wir vor lauter Bäumen gar nicht mehr den Wald?

      So betrachtet könnten die von Herrn Hans Hedrich versuchten Disziplinierungsmaßnahmen über die rumänischen Strafverfolgungsbehörden theoretisch das beste Mittel sein einen Banausen zur Räson zu bringen!

      Ob Herr Hans Hedrich damit nicht den Bock zum Gärtner zu machen versucht ist wiederum eine andere Sache …

      • Alexander says:

        In einem Rechtsstaat ist eine juristische Auseinandersetzung ja nicht unbedingt eine Strafsache, viel haeufiger wird doch ueber verschiedene Rechtsauffassungen zu einem Sachverhalt gerungen. In diesem Sinne ist das was Herr Hedrich tut aufrecht und verdienstvoll. Er tut was Buergerpflicht ist, er fordert die Klaerung unterschiedlicher Rechtspositionen. Ob dabei die “Disziplinierung” im vordergrund steht, oder der Versuch Rechtsklarheit zu schaffen ist im Ergebniss unerheblich. Solange sich die Gaertner nicht als Boecke erweisen….

  16. Anonymous says:

    Interessant, es scheint demnach auch bei vernünftig wirkenden und klar denken zu Scheinenden die Ansicht zu überwiegen, dass Begriffe, Organisationsformen, etc., die während der Zeit des Nationalsozialismus´ “besetzt” waren, heute als “nationalsozialistisch” zu verstehen seien. Mögen diese Begriffe und Organisationsformen auch bereits durch lange Zeiträume vor den Nationalsozialisten verwendet worden sein.

    Das dürfte wohl auf das Propagandastakkato der seit unmittelbar nach Kriegsende unermüdlich tätigen Umerziehungsmaschinerie zurückzuführen sein …

    Das dabei auftretende Problem ist allerdings, dass man sich so sehr leicht manipulieren lassen kann. Die Nazikeule wird nur mal kurz geschwungen und schon ist alles braun und jeder zittert und kuscht wie verlangt…

    Der Extremfall – per Zufall las ich das in einem von einem jüdischen Arzt 1946 verfassten Buch – wird wohl dann der Fall, wie in Sizilien nach dem Ende der napoleonischen Besatzung, sein, wo man eine an sich sehr notwendige und nützliche zur Zeit der Besatzung über Befehl der Besatzer errichtete Straße angeblich wieder weggerissen haben soll und dies nur deswegen weil sie zur Besatzungszeit durch die verhassten Besatzer errichtet worden sein soll.

    Überspitzt formuliert: Diese Drecksnazis verwendeten doch Klopapier und besudelten es mit ihrer braunen Ideologie, daher darf kein aufrechter Antifaschist jemals wieder Klopapier verwenden …

    Die enorme Gefahr bei einer Duldung derartigen Unsinns ist, dass sich über das Vehikel “Antifaschismus” und sonstiges Antiblabla eine kleine Gruppe rotzfrecher Pimpel anmaßt uns vorzuschreiben was wir zu sagen haben. Gegen die sich dadurch abzeichnende Entwicklung mag sich in einer oder in zwei Generationen selbst der Terror der Nationalsozialisten noch relativ moderat ausnehmen …

    Grundsätzlich lasse ich mir nicht vorschreiben welche von meinen Eltern übernommenen deutschen Begriffe ich mit welcher Bedeutung weiterverwenden darf! In meinem persönlichen Fall ist das für mich persönlich relativ leicht zu beurteilen, da meine beiden Elternteile zur Zeit des Nationalsozialismus´ einen sogenannten “Kleinen Ariernachweis” zu erbringen hatten um von der nationalsozialistischen Administration nicht all zu sehr angepöbelt zu werden. Ein Mitspielen bei dem braunen Gesock war von Haus aus so kaum denkbar und kam erst gar nicht in Frage. Dass mein Vater dennoch das Missvergnügen hatte mehrmals “Gast” bei der Gestapo zu sein, tja, das ist eine andere Sache …

    Zu den Themen vor ca. 1948/1950 von jüdischen Autoren verfasste Werke, den ominösen Ariernachweisen und der generellen pauschalen Verdammnis vieler einst von den Nationalsozialisten in deren Öffentlichkeitsarbeit gehäuft eingesetzter Kulturelemente, wie z.B. den sogenannten “deutschen Volkstanz”, der im Wesentlichen die Elemente des alpenländischen Paartanzes (dieser ist sehr häufig ein Balztanz) zeigt, der nicht nur im deutschsprachigen sondern ebenso auch im romanisch und slawisch bevölkerten Alpenraum nahezu gleich praktiziert wird. Selbst die Istrorumänen, die eine winzige romanische Enklave im Nordwestrand des geschlossenen kroatischen Sprachgebietes bilden, praktizier(t)en das.

    Eine weitere Ausführung dieser Gedanken würde hier wohl langweilen.

    Nur soviel noch dazu: Es gab in Wien als der vermutlich noch immer zweitgrößten deutschen Stadt in letzter Zeit über einen längeren Zeitraum keine Kindertanzgruppe für diese „deutschen“ Tänze mehr. Irgendwie kam es zusammen, dass ein paar Leute so was erst vor wenigen Jahren wieder – mit sehr mäßiger Fortune – ins Laufen zu bringen versuchten. Erwähnte ich irgendwo, dass ich meinen Nachwuchs ins Umland von Wien zum Erlernen und Einüben „deutscher“ Tänze bringe, verdächtige man mich sogar der „nationalsozialistischen Gesinnung“, schien es jedoch nicht zu wagen mir „Wiederbetätigung“ vorzuwerfen. Soweit scheint die Vertrottelung der Menschen zum Glück noch nicht fortgeschritten zu sein. Der vorherrschende Gesinnungsterror schaffte es so eine lächerliche Einstellung vieler – an sich durchaus vernünftiger und positiv gesinnter – Menschen und das daraus resultierende lächerliche Verhalten in nur wenigen Jahrzehnten hervorzurufen.

    Wehret den bereits recht fortgeschrittenen Anfängen!

    Kleine nachträgliche Anmerkung

    Um das mit dem Vorwurf der „nationalsozialistischen“ Gesinnung oder gar „Wiederbetätigung“ ein wenig zu relativieren:

    Parallel zur regelmäßigen Mitarbeit bei der “deutschen” Tanzgruppe versuchte ich mit zeitweiligem Erfolg meinen Nachwuchs u.a. auch bei einer türkischen Kindervolkstanzgruppe, die im Wesentlichen mit Kindern durchaus netter und angenehmer kommunistischer kurdischstämmiger Eltern besetzt war, zum Mitmachen zu bewegen. Türkischer (ob das „die Türken“ erfunden haben ist eine ganz andere Sache) Volkstanz ist interessant und dürfte „das Rückgrat“ der meisten am (kulturellen) Balkan, zum dem ich auch unzweifelhaft Rumänien zähle, praktizierten Volkstanzversionen darstellen …

    Nur soviel dazu um das Ausmaß meiner „braunen Gesinnung“ ins wahre Licht zu rücken!

  17. Alexander says:

    Lieber Anonymus, warum so kompliziert? Ich habe tuerkischen Kollegen in der Arbeit “Tuerkenwitze” erzaehlt, sie haben herzlich darueber gelacht, in dem Bewusstsein, die erzaehlen sich auch “Deutschenwitze”, damit lag ich durchaus richtig.

    Das Problem bei diesem Austausch ist doch nicht das man Gruppeneigenschaften aufs Korn nimmt, sondern der Gedanke, die Absicht die dahintersteckt. Ist diese Absicht verwerflich wird auch der Witz zum Angriff. Gilt, btw, auch fuer Professoren-, Beamten-, Aerzte-, Blondinenwitze.

    Insofern vermeide ich die Verwendung von belasteten Begriffen, nicht weil es “unschicklich” waere, sondern weil ich Diskussionen und Missverstaendnissen aus dem Weg gehen moechte, letztendlich also eine Frage der “Bequemlichkeit”.

    Gott sei Dank bietet die deutsche Sprache ja ausreichend Moeglichkeiten belastete Begriffe zu umgehen ohne auf die inhaltlich beabsichtigte Aeusserung verzichten zu muessen.

  18. Anonymous says:

    Die Siebenbürgische Zeitung berichtet:

    “Pfarrhaus-Abriss in Deutsch-Kreuz: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren ein”

    http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/rumaenien/13211-pfarrhaus_abriss-in-deutsch_kreuz.html

    Der “Liliput-Enthüllungsjurist” Hans Hedrich hat viel Wind gemacht, aber seine Propaganda hat sich am Ende in der Rechtsprechung nicht durchgesetzt.
    Vielleicht sollte Hans Hedrich sich neu besinnen und weniger laut plärren, dafür aber konsequent und im Dienst der Sache handeln.
    Dass es die öffentliche Kontrolle braucht, gerade in Rumänien, ist doch klar. Aber es hilft niemanden, wenn man die Leute lauthals an den Pranger stellt, bevor sie schuldig gesprochen sind. Das ist nicht seriös!

    • hans says:

      danke fuer den link!

      PS: anders als die SbZ wider besseren wissens berichtet, wurde das verfahren nicht eingestellt, da einspruch eingelegt worden ist. erst nach antwort auf den einspruch kann das verfahren als abgeschlssen betrachtet werden.

      der liliput enthuellungsjurist

    • hans says:

      außerdem: haette mein kritischer kommentator den artikel, den er kommentiert ueberhaupt zur kenntnis genommen, so haette er mit eigenen augen und eigenem denkorgan feststellen koennen, dass michael schmidt sehr wohl vom denkmalstatus des pfarrhauses wusste (s. foto). stattdessen gibt der kommentator nur die second-hand-aussage der SbZ wieder, die sich auf den realitaetsfremden beschluss der stattasanwaltschaft bezieht, der wiederum durch meinen blogartikel laengst entkraeftet worden war.

      fazit: denken ist anstrengend. selbst denken fuer manchen scheinbar unmoeglich… wiederkaeuen fremden gedankengutes ist dagegen viel leichter und bringt beim auftraggeber pluspunkte – nicht wahr?

  19. Anonymous says:

    Denken sei anstrengend, wird von Ihnen behauptet. Ich dachte, dachte nach, mit und über Heidegger, bis es mich zu denken begann, es in mir – und in Ihnen, hans, da brodelt es – wessen es in wem?

  20. Anonym says:

    Warum ist ein Pfarrhaus ein denkmalgeschützes Gebäude?

    • hans says:

      ein pfarrhaus ist nicht per definition denkmalgeschuetzt. das pfarrhaus DK war jedoch durch beschluss des kulturministeriums denkmalgeschuetzt…

  21. Anonym says:

    Die Pfaffen und die Kirche soll man abschaffen. MEnschenverblödenden Nichtsnutze. NIchts mehr.

  22. Anonymous says:

    Tja, viel Schade wäre da nicht, aber ob es wirklich die “Patentlösung” sein könnte? Das Scheitern der Nationalsozialisten wurde von vielen “Denkern” des untergegangenen Regimes auf die inkonsequente Position der nationalsozialistischen Bewegung gegenüber dem Abrahamitismus´ zurück geführt! Natürlich wagt(e) kaum wer so was “offiziell” zu publizieren, aber …

    Doch mag schon durchaus auch etwas dran sein. Ohne damit zu versuchen Richard Wagner als “Nationalsozialisten” zu bezeichnen – das wäre Schwachsinn zu irgendeiner sehr hohen Potenz, da dieser Herr zu einer Zeit lebte und wirkte zu der es den ganzen nationalsozialistischen Zinnober noch gar nicht gegeben hat – und ihm damit “Schuld” in die Schuhe zu schieben (seine Musik ist wirklich hübsch und es wäre ewig ein Jammer wäre sie nie komponiert worden!) ist seine Person als Beispiel für diese gespaltene Einstellung zur deutschen Vergangenheit durchaus geeignet.

    Wagner verwendete in seinen Werken sowohl alten “deutschen” vorabrahamitischen Bezug als auch “abrahamitischen” in konfessionsmäßig relativ undefinierter kreuzerlabrahamitischer Version.

    Im Grunde genommen imitierten die Nationalsozialisten Wagners Vorgangsweise nahezu 1 : 1 !

    Sie stützten ihre absonderliche (zumindest aus intellektueller Sicht) Bewegung auf allerlei historisch kaum bis gar nicht belegbares schwülstig wirkendes (da gemahnte vieles an “jüdische Kabalistik” …) “germanisches” Zeugs, dass sie ziemlich offensichtlich schnell und recht hirnlos aus irgendwelchen damals für sie irgendwie verfügbaren Versatzstücken, die da passen oder auch weniger passen mochten, zusammenstoppelten. Julleuchter für Schutzstaffelmannen, “nationalsozialistische Hausaltäre” (“Naziherrgottswinkerln”) für “gottgläubige” treue “deutsche Recken”, usw. usf. Von jedem Misthaufen ein bisserl was …

    Mit dem abrahamitischen Zeugs in Deutschland sich ernsthaft anzulegen dürften sie sowohl zu feige als auch so einem Vorhaben ganz offensichtlich intellektuell nicht so recht gewachsen gewesen zu sein, was zumindest die führenden Kräfte der Bewegung auch so einigermaßen eingesehen oder zumindest “optisch erkannt” haben dürften.

    Nachher wussten es so manche von der einst braunen Mischpoch – wie immer, wenn alles kaputt gemacht worden ist – natürlich besser.

    Ganz Intelligente mögen sogar eingesehen haben, dass der lächerliche nationalsozialistische Arier- und Untermenschquatsch ein voller Schuss ins eigene nationalsozialistische Knie gewesen sein mag …

    Als besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die zwangsläufig überaus gespalten gewesen sein müssende Position der erzlutheranisch (also durch und durch abrahamitisch!) dressierten damaligen “intellektuellen Elite” der Siebenbürgersachsen zu betrachten.

    Die Position so eines “führertreuen” siebenbürgersächsischen “Volksgruppengenossen” mit traditioneller theologischer Ausbildung muss eine Art von skurriler Gratwanderung gewesen sein …

    In der Haut solcherart “braun angepasster” Siebenbürgersachsen zu stecken muss eine arge “geistige Qual” gewesen sein!

Counter created by lite 1.4