Die Entschaedigung der Russlanddeportierten – sensationeller oder symbolischer Erfolg?

Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland berichtete in seinem Vereinsblatt am 8. April d.J. ueber einen “sensationellen Erfolg” mit seiner Forderung an Rumänien, die im Ausland lebenden Russlanddeportierten von 1945 zu entschädigen. Weiter unten die Bemerkungen eines aufmerksamen Lesers der Siebenbuergischen Zeitung (“szandman”) zu diesem Thema:

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1 cent face com 1G

Ich würde aus obigem Absatz das Adjektiv sensationell streichen und den Satz um ein anderes Adjektiv ergänzen, weil dadurch die transportierte Botschaft der Wahrheit(?) eher entspricht. So würde es dann heißen: ‘Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland verzeichnet einen Erfolg mit seiner Forderung an Rumänien, die im Ausland lebenden Russlanddeportierten symbolisch zu entschädigen.’

Die jüngsten der Deportierten waren zum Zeitpunkt der Deportation (13. Januar 1945) in der Regel 17 Jahre alt. Deportiert wurden bekanntlich alle arbeitsfähigen deutschen Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahre und alle arbeitsfähigen deutschen Männer von 17 bis 45 Jahre. Heute wären die damals jüngsten Deportierten 85 Jahre alt, soweit es ihnen vergönnt ist dieses hohe Alter zu erreichen, die ältesten müssten theoretisch 113 Jahre alt sein, die mittleren 96 Jahre alt.(?!?)

Wen also erreicht diese symbolische Wiedergutmachung, denn nichts anderes als eine symbolische Wiedergutmachung ist es. Vielleicht rechnet uns Herr Schreiber statistisch korrekt vor, wie viel Prozent der Deportierten in den Genuss dieser verspäteten symbolischen Wiedergutmachung kommen werden, gesetzt der Fall, dass sie überhaupt noch an einer Wiedergutmachung interessiert sind.”

Zum Kommentarverfasser “rhe-al” wäre noch zu bemerken, dass er ein überaus kultivierter Mensch ist, der jede Art von über einfaches Necken hinausgehende Provokation striktest zu vermeiden scheint. Ein wahrer “weißer Rabe” unter den vielen kreischenden schwarzen Krähenviechern dieses virtuellen Platzes… Dass er es als eine der ganz wenigen Siebenbürgersachsen noch geschafft haben dürfte seine 2 Kinder auch in der Diaspora in Deutschland in der siebenbürgersächsischen Variante unserer deutschen Sprache großzuziehen, nur so nebenbei bemerkt. Ich halte ihn für einen der “Versteckten”, die sich durch nonchalant zur Schau gestelltes “Nichtwissen” wohl zu tarnen vermögen.

Selbst so ein moderater Kommentar zu der rotzfrechen verlogenen Kampagne – über “Entschädigungen” für die (in nahezu fast allen Fällen bereits leider nicht mehr lebenden) siebenbürgersächsischen Opfer der pauschal ohne jede Rücksicht auf individuelles Verschulden verhängten KZ-Haft in der Sowjetunion – der “Brückenbauer” und sonstiger fieser Typen darf in einem von der Landsmannschaft betriebenen Forum nicht mehr stehen.

Dass diese Typen gerne „Provozierende“ wie mich – tja, im Grunde habe ich dort auch nichts verloren, die Ansicht Leute wie mich los zu werden kann siebenbürgersächsischerseits sicher gut vertreten werden … – von ihren Seiten weg haben möchten, wäre aus siebenbürgersächsischer Sicht noch irgendwie vertretbar, wenn auch aus “objektiver” Sicht überaus unklug, aber, dass moderate Siebenbürgersachsen, die ganz im Gegensatz zur Mehrzahl der sich widerspruchslos assimilieren lassenden Siebenbürgersachsen es immerhin schafften ihre Kinder auch in Deutschland noch in der angestammten eigenen Version der deutschen Sprache großzuziehen, ohne Federlesens mundtot gemacht werden sobald sie es wagen eine eigene – noch dazu wohl fundierte und überaus moderat vorgebrachte! – Meinung auf den Landsmannschaftsforumsseiten zu äußern, das schlägt dem bereits mit Perfidie und Verarsche zur allerhöchsten Potenz vollgefüllten Fasse noch dazu den Boden aus!

Ganz offensichtlich dient dieses im Laufe der Jahre sehr absonderlich gewordene Forum nur mehr der Beweihräucherung einer durch und durch korrupt wirkenden und offensichtlich aus siebenbürgersächsischen Gruppensicht völlig unfähigen Clique, deren einziges Interesse es zu sein scheint den ganzen siebenbürgersächsischen Kram als nette Dekoration für ihre eigenen wirtschaftlich ausgerichteten Ambitionen zu verwenden sowie der Selbstdarstellung der Handvoll schwerer Neurotiker und sonstiger Absonderlicher, die man seitens der Forumsaufsicht dort noch ihre überaus absonderlich wirkenden ewig gleichen und ewig langweiligen Ergüsse abladen lässt. Alle anderen Leute, sogar solche betont unauffälligen und “noblen” wie ein “rhe-al” dürften von dort systematisch verbannt werden.

Wo sind die gar nicht so wenigen ehemaligen Studenten denn geblieben, die einst auf siebenbürgersächsischen virtuellen Plattformen die halbe Nacht mit oft interessanten Unterhaltungen in siebenbürgersächsischen Chats verbrachten? Klar, die mussten ihr Studium abschließen, Familie gründen, es kamen bei einigen sogar gelegentlich noch ein paar Kinder, der Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz, usw. Dennoch, ab und zu lassen die sich einige von denen noch völlig frustriert blicken. Als “Versprengte” haben die keine reale Chance sich gegen die Landsmannschaftsmafiosos durchzusetzen. Typisches Beispiel ist z.B. “gogesch”, der nur mehr resignierend Sarkastisches von sich zu geben wagt und wohl als einer der Nächsten “diszipliniert” werden wird um dem Treiben der Landsmannschaftsmafiosos keinen „Schaden“ zuzufügen …

Posted by at 14/04/2013
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31 Responses to Die Entschaedigung der Russlanddeportierten – sensationeller oder symbolischer Erfolg?

  1. Anonym says:

    Die Landsmannschaft ist in 20 Jahren Geschichte. Man muß nicht mehr vor ihnen warnen nur sich selbst überlassen und sie richtet sich zugrund mit ihrem braunroten Gesox. Eine bessere Symbiose zwischen NS und Kommunismus gibt es nicht.
    Von den Saxen wird man noch länger reden und die verhassten Verbes werden entscheident dazu beitragen.

    • hans says:

      bitte keine schimpfwoerter wie “verhasste verbes” benutzen! ethnischer oder sonstiger weltanschaulicher hass hat hier nichts zu suchen. das waere auch der einzige grund fuer mich, kommentare in zukunft zu loeschen!
      danke!

      der hausmeister

      • Anonym says:

        Ich reiche noch zwei Gänsefüsschen nach.Den Hass der Sachsen auf die Rumänen teile ich nicht.

        • hans says:

          es gibt keinen hass “der” sachsen auf “die” rumänen. das sind luftballons in den köpfen.

          • Anonym says:

            Leider doch. In Rumänien abgeschwächt in Verachtung. Von Deutschland gar nicht zu sprechen. Eine Laune des Schicksals daß das Kulturerbe ohne die ehemaligen rumänischen Nachbarn schon bald verschwinden würde. Ich, Anonymer Feigling, bin froh daß es die interessierten Rumänen gibt.

        • Anonymous says:

          Bei Ihnen hatte ich keinesfalls den Eindruck, dass Sie irgendwelche Ressentiments gegen Rumänischethnische verspüren oder gar mit der von Ihnen gewählten Terminologie auszudrücken beabsichtigten.

          Mir persönlich gefällt die Bezeichnung „Bindsandalenträger“ recht gut. Mag sie teilweise auch einstmals stark pejoristisch zu verstehen gewesen sein, so wird man so was heute unter den völlig anders gelagerten Verhältnissen eher locker und erheitert zu verstehen vermögen.

          Es wird vermutlich einen mir nicht bekannten korrespondierenden rumänischen Ausdruck für die Siebenbürgersachsen geben. Das Ganze gemahnt ein wenig an das Begriffpaar “Piefke” und “Kamerad Schnürschuh” …

          Es ist an sich so eine Sache ob man sich von rotzfrechen Gutmenschen innerhalb eines gewissen Rahmens der abendländischen Zivilisation vorschreiben lassen soll welche seit sehr langer Zeit gebräuchlich gewesenen Ausdrücke auf einmal „oberpfuikack“ geworden sein sollen. All das stinkt ganz grauslich nach Manipulation aus den ekeligen Giftküchen der Besatzerdesinformationsbrigaden! Das sind grundsätzlich nichts anderes als neuzeitliche Gesslerhüte …

          Wenn Sie meine Ausführungen/Vermutungen? gelesen haben, dann werden Sie auch mitbekommen haben, dass die ganze leidige Sache vermutlich nicht von Werbes ausgebraten worden sein konnte.

          Das war in Wirklichkeit alles irrsinnig kompliziert! Für die Werbes konnte es bestenfalls interessant gewesen sein sich 1944/45 der deutschen Bevölkerung Rumäniens genauso zu entledigen wie das alle anderen mit Rumänien vergleichbaren Staaten auf der Siegerseite gemacht haben. Die aus Werbessicht lästigen Deutschen im Lande behalten zu müssen durfte eher auch als eine Art von Strafe für die Werbes zu verstehen sein.

          Aus den angeführten Gründen wurde den Werbes das Austreiben der Rumäniendeutschen von den Sowjetbesatzern verwehrt. Teilweise schickten die Sowjetbesatzer sogar Deutsche aus Rumänien, die sie in ihrem neuen Herrschaftsgebiet dingfest machen konnten, ohne viel Umschweife wieder nach Bleschlund zurück. Die Weilauer, die im ehemaligen Reichsgau Niederdonau hängen geblieben sind, sind dafür ein gutes Beispiel! Ohne diese sowjetische Maßnahme wäre Weilau bereits 1944 “entdeutscht” gewesen.

          Persönlich vermute ich, dass die ganze Sauerei mit der sowjetischen Konzentrationslagerhaft für bestimmte Altersgruppen der zum Zeitpunkt der Deportationen in Rumänien erwischbaren Rumäniendeutschen keinesfalls im Verantwortungsbereich der Werbes zu suchen sein kann.

          Das jämmerliche rumäniendeutsche Gekläff auf die Werbes zeigt wieder einmal klar und deutlich den insbesondere von den Siebenbürgersachsen der Diaspora bereits erreichten Grad an (als Volksgruppe und nicht als Einzelindividuen betrachtet) Verkommenheit und Realitätsverweigerung (hier bei einer starken Mehrzahl der Einzelindividuen betrachtet) auf.

          Die Schweinereien mit der KZ-Haft wurden von den Sowjetbesatzern organisiert. Die Rumäniendeutschen saßen in Sowjetkonzentrationslagern ein und nicht in rumänischen!

          Was rumänisches Hilfspersonal dazu beitragen konnte geschah auf explizite Anordnung der Sowjetbesatzer, die damals in Rumänien Herren über Leben und Tod waren.

          Selbst die vermutlich bereits 1943/44 ausgearbeiteten Pläne die Auswanderung/Flucht der Rumäniendeutschen nach Möglichkeit zu unterbinden wurden mit allergrößter Wahrscheinlichkeit kaum von “ethnischen” Rumänen ausgebraten, mögen auch die diese Pläne ausgebrütet Habenden über ausgezeichnete Rumänischkenntnisse verfügt haben …

          Hinter solchen Plänen steckte nicht nur das – an sich sogar 1989 (z.B. Tökes in Temeschburg) noch für die Interessen der Dominanz arbeitende – Kalkül der Erhaltung einer möglichst umfangreichen ethnischen Aufsplitterung des Landes, die stets einen guten Nährboden für “diversiune” darstellt …

          Das war ein intelligentes Konzept und das hat gut funktioniert!

          Aber der Hass der in Moskau und sowjetischer Provinz Zuflucht gefunden Habenden auf die rumäniendeutschen Kooperanten mit den Nationalsozialisten war sicher mit ein Beweggrund für das für damalige Zeiten im Vergleich zu anderen Ländern, die sich in ähnlicher Situation wie Rumänien befanden, völlig unübliche Verhalten im Nachkriegsrumänien gegenüber der deutschmuttersprachigen Bevölkerung Rumäniens.

          Nicht nur die Nationalsozialisten litten unter einem schwer pathologisch wirkenden Auserwähltheitskomplex. So was war und ist auch anderen Gruppen durchaus eigen!

          Tja, wenn solche mit Nationalsozialisten zusammengetroffen sind, tja dann …

  2. Anonymous says:

    Die Aufrechterhaltung einer möglichst großen ethnischen Diversität in Rumänien war eines der Instrumente des sowjetischen Besatzungsregimes im Lande Rumänien.

    Rumänien durfte sich als einziges „kleines Siegerland“ seiner deutschen Bevölkerung nicht entledigen wie alle anderen „kleinen Siegerländer“ das durch Vertreibung, Konfiskation und Mord machen durften.

    Rumänien „genoss“ dieses Privileg gar nicht, ganz im Gegenteil wurde vielfach von sowjetischer Verwaltung alles in ihrem Einflussbereich vorgefundene „Menschenmaterial“ aus Rumänien aus anderen Ländern wieder ins Herkunftsland zurückgeschickt. Ungarn „genoss“ dieses zweifelhafte Privileg auch nur „unvollständig“, da zuerst die Amerikaner im Westen und dann auch die Sowjetbesatzer im Osten die Viehwaggons, mit denen die „deutschen Schweine“ aus Ungarn exportiert worden sind, nicht mehr passieren ließen. Das „arme Ungarn“ musste so durch administrative Maßnahmen die durch solch „Perfidie“ noch im Lande verbliebene ungarndeutsche Restbevölkerung weitgehendst „entdeutschen“ …

    Um die Deutschen Rumäniens für dieses „multiethnische Projekt“ in Rumänien ordentlich gefügig zu machen, wurden die altersmäßig „Gefährlichsten“ kollektiv in sowjetische Konzentrationslager zur Zwangsarbeit und Umerziehung durch Hunger und sonstiges verschleppt. Zumindest aus dem zum Zeitpunkt der militärischen Besetzung des heutigen Rumäniens durch Sowjettruppen zum Territorium des Königreichs Rumänien zählenden Gebieten wurden ganz gezielt auch deutsche Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter in diese Konzentrationslager deportiert. Ob auch in ebensolchem Ausmaß aus den damals wieder/noch zum Königreich Ungarn gehörenden Territorien, die heute das rumänische Staatsgebiet bilden, halte ich für weitgehendst unerforscht, bzw. zumindest sind mir keine Publikationen über solche Forschungsarbeiten bekannt. Da dürfte es „administrative Differenzen“ gegeben haben, scheint´s …

    Auf die „wertvolle Arbeitskraft“ der paar rasch nur noch halbverhungert herumlatschenden Rumäniendeutschen konnte kreuzweise gepfiffen werden! Es ging zuvorderst darum deren Widerstandskraft zu zerbrechen und sie zu demütigen und für ihren weiteren Verbleib im Königreich Rumänien „brauchbar“ zu machen. Und das funktionierte auch bestens …

    Die Sache dürfte von sich aus gegebenem Anlass aus Rumänien nach Moskau und in andere Teile der Sowjetunion verzogen habenden Angehörigen sogenannter sowjetischer „think tanks“ ausgebraten worden sein, die natürlich als „Eingeborene“ die Verhältnisse in Rumänien ausgezeichnet gekannt haben und ganz genau gewusst haben wo anzusetzen war um die Masse der umzuerziehenden deutschen notorischen Besserwisser und Renitenzler im Sinne des gewünschten Erfolges „brauchbar“ und vor allem auch wirklich gefügig zu machen.

    Die von den Rumäniendeutschen so gerne dissimulierte Tatsache, dass gar nicht so wenige rumäniendeutsche Frauen schwanger und/oder mit Kinde(rn) an der Hand aus den Sowjet-KZs nach Rumänien zurückgekommen sind war wohl ein sorgfältig in dieses Spiel miteinkalkuliertes „Erziehungselement“. In den Sowjet-KZs herrschten nun einmal gewisse „Gebräuche“ … Wer immer in Rumänien darüber etwas erfahren wollte, musste sich zu nichtdeutschethnischen Nachbarn der „fremdgeschwängerten“ Rumäniendeutschen bemühen, denn nur dort gab es („richtige“?/“tendenziöse“?) Informationen. Von rumäniendeutscher Seite galt und gilt die „Omerta“ …

    Jene Leute, die dieses „Disziplinierungsmodell“ einst im Moskauer und sonstigem Sowjetexil mitausgedacht haben, genossen gelegentlich selber das zweifelhafte Vergnügen mit diesem „sehr effizienten“ Sowjetsystem zur Zerbrechung Unbotmäßiger eigene Erfahrungen gemacht zu haben. Man beachte z.B. das Schicksal des Ehemannes, Marcel Pauker, der einstigen rumänischen Außenministerin Ana Pauker …

    Nicht immer ging das für alle Betroffenen gleich letal aus, daher wussten die „so behandelten“ Überlebenden wie es in den „sowjetischen Disziplinierungsanstalten“ denn so zugegangen ist und konnten diese „großen Weisheiten“ in dem gewünschten Sinne – d.h. Brauchbarmachung der rumäniendeutschen Minderheit für die sowjetischen Besatzungs- und Hegemonialzwecke – „produktiv umsetzen“!

    DAS wird´s wohl gewesen sein, aber SO darf´s halt nicht geschrieben werden …

    P.S.: In etwa gleich „freundlich“ wie die „umzuerziehenden“ deutschen „Renitenzler“ und „Besserwisser“ aus Rumänien in der Sowjetunion behandelt worden sind, werden wohl einst auch die sowjetischen Ostarbeiter im Dritten Deutschen Reich behandelt worden sein. Zwangsabtreibungen an sowjetischen Ostarbeiterinnen sollen ja in eigens für so etwas eingerichteten Abtreibungsbaracken nicht ungewöhnlich gewesen sein. …

    Derartiges ist bislang aus den sowjetischen Konzentrationslagern nicht gemeldet worden. Scheint man dort bei solchen Lageraufenthalten eher auf „ethnische Diversifikation“ geachtet zu haben?

    Auch in diesem Falle wird man wie auch immer bei solchen Angelegenheiten wohl nicht forschen dürfen solange noch konkret Befragbare am Leben sind. Nicht sein darf, was nicht sein soll!

    P.P.S.: Natürlich sind die hier kurz skizzierten „Weisheiten“ auch in Rumänien wohl bekannt! Mag sein nicht unter der breiten Masse der einfachen Bevölkerung. Erstens ist das für die Leute völlig uninteressant, die haben doch ganz andere Sorgen, und zweitens wird es wohl auch kaum ausführlich und im Detail publiziert worden sein. Wer in den letzten Jahrzehnten zu lesen verstand und auch lesen wollte, konnte es fragmentarisch allerdings durchaus lesen und sich die so gewonnenen Informationen zusammensetzen …

    Die Nachkommen jener Leute, die dieses „Disziplinierungssystem“ für inobödiente besserwisserische Rumäniendeutsche ausgedacht haben, werden möglicher Weise sogar in den Gerichtssenaten, die hier angeführte Entscheidungen fällen, Dienst schieben …

    Mal halt von der gängigen blödsinnig machenden Propaganda weg in andere Denkkategorien reingucken! Wenn´s halt noch möglich ist …

  3. Anonymous says:

    Für die Leute, die es interessiert, ein wenig Material zum “Einlesen” und Nachdenken:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44436316.html

    Nun, dieses Blättchen mag ja wohl niemand mit Fug und Recht als „systemfeindlich“ betrachten. Es zählt unzweifelhaft zur „lizensierten Desinformationspresse“, die uns seit Jahrzehnten bereits den Standpunkt der Sieger über Ausmaß und Art unserer „genetisch bedingten moralischen Verkommenheit“ eintrichtert.

    Der angeführte Artikel stammt aus dem Jahre 1949 und wurde sicher noch Buchstabe für Buchstabe vom alliierten Zensor redigiert. So gesehen kann jeder „Aufrechte und Ehrliche“ sicher gehen, dass er absolut nichts schmutziges Faschistisches, Rassistisches, oder sonstig bösartig –istisches damit konsumiert.

    Was im zitierten Artikel steht, wird auch nicht wirklich voll dem historischen Ablauf entsprechend sein, aber die historischen Eckdaten dürften stimmen. Insbesondere ist der enorme Einfluss, den damals Leute wie Ana Pauker hatten, gut dargestellt. Völlig übereinstimmend mit dieser Darstellung berichteten mir viele ältere Menschen in Rumänien ähnliche Geschichten über ähnliche Leute „minderen Kalibers“.

    Womit ich nicht behaupte, dass Ana Pauker die Grundzüge der “sowjetischen Sonderbehandlung” der Rumänendeutschen “mitentwarf”. Um so etwas behaupten zu können müsste man umfassendes Detailwissen haben, das mir unzweifelhaft fehlt.

    Faktum ist, dass Ana Pauker als Oberst der Sowjetarmee nach Bukarest zurückgekommen ist und dort für ihre Dienstherrn im Kreml “aufzuräumen” begonnen hat. Faktum ist weiter, dass ein guter Teil der KP-Kader Rumäniens in der Sowjetunion den Krieg “überwinterte” und dort seinen konspirativen Tätigkeiten im Dienste seiner Kremlherrn nachgegangen ist. Zu diesen konspirativen Tätigkeiten gehörte neben der obligatorischen „diversiune“ unter den Truppenangehörigen der Armee des mit dem Dritten Deutschen Reich verbündeten Königreichs Rumänien unzweifelhaft auch der Entwurf der Grundzüge eines sowjetischen Besatzungsregimes in Rumänien.

    Teil eines solchen Szenariums war auch die “Sonderbehandlung” der Rumäniendeutschen, bei deren weiterem Schicksal man damals ganz offenkundig zu dem Entschluss gekommen ist, dass deren Auswanderung als unerwünscht zu betrachten ist.

    Für Vorwitzige taucht dabei die Frage auf, ob nationalsozialistische Einrichtungen vom den Rumäniendeutschen dräuenden Schicksal gewusst haben könnten und ob das der Grund für die überhastete Zusammenstellung der Trecks, mit denen ein großer Teil der Rumäniendeutschen mit abziehender reichsdeutscher Soldaterie aus Rumänien “heim ins Reich” mitmarschierte, gewesen sein konnte.

    Wie allgemein bekannt ist, marschierten vorwiegend Sachsen, die aus ehemaligen Hörigendörfern vom Adelsboden stammten sowie einzelne Versprengte, aber auch städtische Siebenbürgerdeutsche, mit. Sachsen vom Königsboden verweigerten im Allgemeinen den „Gehorsam“ und pfiffen den Volksgruppenheinis eins …

    Das war an sich u.a. der Beginn des endgültigen Endes der Siebenbürgersachsen, der unzweifelhaft von den Nationalsozialisten und deren siebenbürgersächsischen Helfershelfern aus den Reihen der Volksgruppenorganisation zu verantworten war.

    Wusste man damals seitens der Nationalsozialisten vom von den aus Rumänien Stammenden zusammengesetzten “think tanks” ausgebrüteten Ideen für die Nachkriegsbehandlung der Rumäniendeutschen, dann wäre der nationalsozialistische Auswanderungsterror in einem anderen Lichte zu betrachten!

    Konkrete Fragestellung: Hat die deutsche Abwehr von diesen Plänen Kenntnis erlangt, und wenn diese Frage mit „ja“ zu beantworten wäre, stellte sich natürlich sogleich die Folgefrage: Wie und durch wen?

  4. hosmok says:

    Vor allem in den 80ern wurden in Rumänien Worte wie “revolutionär” und eben “sensationell”in der Presse inflationär verwendet.
    Der Artikel in der Verbandszeitung war für mich zumindest informativ und ich warte auf Nachricht, wenn der Gesetzesentwurf verabschiedet wird. Angesichts der Tatsache, das inzwischen so viele Jahre seit dem Fall des Komunismus’ vergangen sind und die Betroffenen auch nicht jünger werden, hatte ich die Hoffnung auf eine Wiedergutmachung schon aufgegeben. Insofern war für mich diese Meldung sehr unerwartet und damit auch eine kleine Sensation.

    Dass diese Entschädigungen sehr spät erreicht worden sind, bestreitet niemand und alle hätten sie sich viel früher gewünscht. Ansätze dafür, wie man das früher oder gar mehr hätte erreichen, sind in diesem “Neuen Weg” auch nicht erkennbar, ein neuer Weg wird nicht aufgezeigt…

  5. Horst David says:

    Der Neue Weg ist immer auch das Wiederbeschreiten der alten Wege, sozusagen der uralten Wildwechselpfade…

  6. Anonymous says:

    Interessant, dass es so rüber kommt, dass die oben angeführten vermuteten Gründe für die Deportation der Rumäniendeutschen bislang von allen Lesern penibel ignoriert worden sind.

    Die “Omerta” erstreckt sich auch auf dieses recht neue Medium “neuerweg.ro”.

    Eine Teufelsmischung aus unverändertem Glauben an große Teile der vertrottelten Hetzpropaganda von Nationalsozialisten und deren Knechte in Rumänien, den Volksgruppenheinis, an fast die gesamte nicht weniger vertrottelte Westpropaganda, die sich die in den Sowjet-KZs Zurechtgedroschenen samt deren Angehörigen und auch Nachkommen wie Rauschgift hineingezogen haben, an die “heilende Wirkung” der “Omerta”. DIESE Teufelsmischung brachte letztlich die Siebenbürgersachsen zum Verschwinden. DAS dürfte sie umgebracht haben!

    Das kommunistische Drecksgesindel war da nur noch das diese Elendssituation letztlich “exekutierende” Tüpfelchen auf dem “i”!

    Wobei bei den “rumänischen Kommunisten” wie bei all diesem Gesock mit dem Adjektiv “rumänisch” besser sehr vorsichtig umgegangen werden sollte …

    Prinzip: Nicht sein kann was nicht sein darf, und, wenn wir erst gar nicht darüber reden, dann ist es auch gar nicht …

    Na ja, wer´s glaubt …

    • hans says:

      mensch, szandman!

      “Die “Omerta” erstreckt sich auch auf dieses recht neue Medium “neuerweg.ro”.” was soll das?

      hier gibt es kein schweigegeluebde! leute kommentieren etwas – oder lassen es sein, die kommentatoren sind aber in der regel wenige und immer dieselben. das duerfte auch der einzige grund sein, dass du nicht auf alles immer eine antwort bekommst!

      deshalb nochmal: wenn du der welt wichtiges mitzuteilen hast und auf reaktionen hoffst, schreibe hier einen richtigen blogartikel – oder mach dir ein eigenes blog, z.b.: http://www.szandmanswelt.at oder so… aber lass endlich die unterstellungen sowie die zuweisung von schuld, suehne und sonstigen hausaufgaben. hier ist niemand niemandem etwas schuldig!

      • hosmok says:

        ” aber lass endlich die unterstellungen sowie die zuweisung von schuld, suehne und sonstigen hausaufgaben. hier ist niemand niemandem etwas schuldig!”

        Ach, da schau her, den Hansi stört so etwas auch… 😀

  7. Anonym says:

    Es ist und bleibt ein Charakterzug des homo saxonicus transsilvaniae dass er Andersdenkende nur dann duldet, wenn ihre Gedanken wenigstens ansatzweise seinem Stallgeruch ähneln. Oder ist das ein Merkmal des homo sapiens sapiens allgemein? Querdenker wurden volksintern schon in der Zeit nach 45 offen diffamiert und bestraft weswegen viele das Weite gesucht haben und heute keine Lust mehr haben, sich das Hirn amputieren zu lassen um der Transsilvanischen Sachsenherde und ihren selbsternannten Führern angehören zu können.

    Kollege Anonymous Ihre Überlegungen sind es allemal wert, wiedergekäut zu werden.

    • hans says:

      “Es ist und bleibt ein Charakterzug des homo saxonicus transsilvaniae dass er Andersdenkende nur dann duldet, wenn ihre Gedanken wenigstens ansatzweise seinem Stallgeruch ähneln.”

      schliesse daraus: ich bin kein sachse im sinne obiger definition.

      ich bin (fuer andere) schmerzhaft liberal: jeder soll nach seiner facon gluecklich oder ungluecklich werden! bin ueberzeugt, dass jeder der beste freund und feind seiner selbst ist!

      habe ich recht, oder liege ich nicht falsch? 😉

  8. Anonymous says:

    Na, dann lassen Sie einmal ihre Mägen werken und kauen Sie wieder 🙂

  9. Horst David says:

    Meine Damen – oder Herren (?), verehrtes Duo Anonymous + Anonym! Toleranz ist viel wert. Gotthold Ephraim Lessing’s “Wer die eigene Religion so versteht, wird es nicht schaffen, Andersdenkende zu verfolgen” hülfe sicher weiter und exkulpiert unseren lieben Hans.

    • Anonym says:

      Herr David, Sie rennen offene Türen ein. Wechseln Sie mal die “Brille” und lesen Sie meinen Beitrag aus anderem Blickwinkel.

      • Horst David says:

        Wenn das so ist, weshalb schreiben sie nicht gleich anonymen Klartext? Ich bin kurzsichtig, nicht weitsichtig.

        • Anonym says:

          Mehr als Klartext geht nicht. Freigegebene Texte werden vom Leser in der ihm eigenen Art gelesen und (miss)verstanden. Mehr als eine Einladung zum Perspektivenwechsel empfinde ich bereits als anmaßend.

          Ich kann gerne wiederholen, dass es mit dem Anderssein und-denken in Siebenbürgen nie einfach war. Gedacht war dies als Ermutigung für alle die andersdenkend anecken. Oder auch als Impuls nachzudenken was auf einen selbst zutrifft.

  10. Anonymous says:

    Tut leid, aber ich habe mit Religion kaum was am Hute! Nicht, dass ich mich erblödete als Atheist aufzutreten. Die blödeste mir bekannte Religion ist der Atheismus … Selbst die Rolle des Agnostikers finde ich für reichlich schal. So ein wenig Heidentum im kulturantrophologischen Sinne mag vielleicht das einzig brauchbar Scheinende sein. Hindusitisches Zeugs ist da recht herzig. Halt nicht von der “brutalen” Unterschichtseite, sowas nervt eher. Buddhismus ist da schon weit langweiliger, geht aber auch noch irgendwie. Sicher jedoch kein abrahamitischer Plunder. Weder die Kreuzerlabrahamiterei, noch die Monderlabrahamiterei und schon gar nicht die Sternderlabrahamiterei. So was kann mir alles kreuzweise gestohlen bleiben!

  11. Horst David says:

    Von Toleranz war die Rede. Lessing hatte dafür die Religion vorgeschoben, und für mich war sie argumentatives Einstiegsmoment. Könnte “eigene Religion” nicht auch “eigenes Denken” meinen?

  12. Anonymous says:

    Durchaus! Wer benötigt allerdings die Umwege über Religion? Zeit- und Energieverschwendung …

  13. Horst David says:

    Lessig. Mit dem Vehikel “Religion” hatten seine Aussagen weitaus mehr Durchschlagskraft.

  14. Anonymous says:

    … tempores mutantur, oder auch nicht? Betrachtet man die derzeit im Gange befindliche Muselmanerhetze (die mir persönlich ebenso wurscht sind wie alles sonstige Abrahamitische) in den Manipulationsmedien, dann vermeint man noch zu Lessings Zeiten zu leben …

  15. Horst David says:

    Mir jedoch sind Muselmanen nicht egal, ich respektiere sie, so wie erwarte, dass sie mich – und auch Sie, verehrter Herr/Frau Anonymous – respektieren.

    • Horst David says:

      Mir jedoch sind Muselmanen nicht egal, ich respektiere sie, so wie ich erwarte, dass sie mich – und auch Sie, verehrter Herr/Frau Anonymous – respektieren.

  16. Marius says:

    Auf der Homepage vom Verband der Siebenbürger Sachsen streiten sie, denn der Verband hat die Kommentarfunktion für Artikel eingeschränkt, nur noch Mitglieder dürfen ihren Senf dazugeben, alle anderen haben Sendepause.
    Hier tobt die Debate:
    https://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/verschiedenes/17727-sbz_kommentarfunktion-nur-fuer.html

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